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Forum: Chemotherapie

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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Datum
dida
  • (2563 mal gelesen)
  • Status:

Ich leide an meastasierendem Brustkrebs mit Metastasen im Hirn und im Rückenmark.Was für Chemos gibt es dafür und wie wirkungsvoll können sie sein.Gibt es auch Chemos die man gezielt für das Hirn einsetzen kann um somit die Hirn-Blutschranke zu überwinden

Antworten zu diesem Thema:

Titel
Autor
Datum
  • (1024 mal gelesen)
  • Status: Experte

Grundsätzlich können mehrere Therapien angewendet werden. Dies ist auch davon abhängig, wievile bereits vorher eingesetzt worden sind. Ich vermute, daß die Metastasen jedoch nach oder sogar während einer Chemotherapie aufgetreten sind. In diesem Falle ist eine BEstrahlung am effektivsten.

gast
  • (888 mal gelesen)
  • Status:

Liebe Leser, werter Dr. Hennesser,
wie heißen den die Chemo Medikamente, die die Bluthirnschranke überwinden? Für welche Krebstypen sind sie wirksam? Gibt es auch eine Chemo gegen die gefürchteten sich schnell einstellenden Hirmetastasen bei sclc?
Haben Sie Vörschläge für Webseiten, auf denen man dazu mehr erfahren kann?









Dr. Hennesser
  • (955 mal gelesen)
  • Status:

Es gibt keine spezifischen Medikamente, mit denen sich die Blut-Hirn-Schranke generell überwinden läßt. Dennoch zeigt sich bei bestimmten Kombinationen, wie z.B. dem ACO-Schema beim SCLC in etwa 40 % der Fälle auch eine Reduktion der Hirnmetastasen. Es ist jedoch nicht geklärt, ob dies primär durch die Fähigkeit der Medikation bedingt ist, die Schranke zu durchbrechen oder ob beim SCLC die Schranke eine erhöhte Durchlässigkeit hat. Eine manchmal benutzte Praxis ist also die Anwendung einer systemischen Therapie, bei Unwirksamkeit sollte dann rasch bestrahlt werden.
Alternativ kann Methotrexat in den Liquorraum, also ins Hirnwasser via Rückenmarkskanal injiziert werden. Diese Methode, die sich viel schlimmer anhört als sie tatsächlich ist, kommt vor allem bei Hirnbefall durch eine Leukämie oder ein Lymphom in Betracht.
Es muß immer jeder Einzelfall genau betrachtet werden, als Faustregel gilt jedoch, daß die Bestrahlung wirksamer ist als jeder Versuch Hirnmetastasen durch eine Chemotherapie zu verkleinern.

gast
  • (632 mal gelesen)
  • Status:

Danke, Dr. Hennesser.

  • (81 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Ist Ihre Aussage über die Faustregel immer noch gültig?
Das Medikament Tyverb soll angeblich die Hirnmetastasen verkleinern.


MfG
Heibert

  • (92 mal gelesen)
  • Status: Experte

Nach der ersten Euphorie ist es auch um Tyverb wieder ruhiger geworden. Es scheint bei Hirnmetastasen einen gewissen Effekt zu haben, ist aber in seiner Fähigkeit gegen den Brustkrebs insgesamt schwächer als Vergleichbares wie Herceptin.

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