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Hallo!
Habe nach Brustkrebs 4 Zyklen EC erhalten, letzte im Juni 2003.
Vor meiner Erkrankung habe ich sehr viel Ausdauersport betrieben, und ich habe auch während der Behandlungen auf anraten meines Onkologen weiter trainiert, allerdings viel weniger an Umfang und Intensität. Es ging mir wunderbar, ich hatte nicht das Gefühl, einen Leistungseinbruch zu erleben.
Aber ab August ging es nur noch abwärts. Fast von einem Tag auf den nächsten musste ich beim Jogging alle 5 min eine Gehpause einlegen, ich fühlte mich wie auf den letzten km eines Marathonlaufes.
Und es wird nicht besser. Ich trainiere ganz vorsichtig, aber ich habe keinerlei Trainingseffekt. Zwar schaffe ich wieder etwas mehr, aber es tritt keine Verbesserung ein. Habe schon alles versucht, weniger, langsamer, schnell und kurz oder lang und langsam, alles umsonst.
Welches Geheimnis hat ein Lance Armstrong, dass er seine Chemo so schnell überstanden hat? Doping?
Meine Blutwerte sind übrigens alle im Normbereich, medizinisch ist kein Hinweis auf meine Leistungsschwäche zu finden.
Was könnte mir helfen?
Rennmaus
Epirubicin, welches Bestandteil Ihrer Chemo war, kann eine Verminderung der Herzleistung bewirken. Lassen Sie daher ein Herzultraschall durchführen.
L. Armstrong hatte kein Geheimrezept, er hatte mit Hodenkrebs eine Erkrankung, bei der - um es etwas zu überspitzen - schon der Anblick der Chemotheraie genügt, um den Tumor zu heilen. Soweit ich weiß hat er die Tour ja nicht sofort danach gewonnen, also Kopf hoch. Ihr Ehrgeiz ist vorbildlich!
Herzultraschall und Leistungs- EKG haben nichts ergeben, was meine Leistungsschwäche erklären könnte. Der Onkologe meinte nach dem EKG, soeins hätte er noch nie gesehen- naja, er macht das normalerweise auch nicht bei Leistungssportlern, sondern bei schwerkranken Patienten. Aber irgendwie gehöre ich ja jetzt vielleicht auch zu denen....
Wenn man das Buch von Lance Armstrong liest, haben Sie sicher recht, das sind 4xEC sicher Pipifax gegen das Cisplatin- Zeugs.
Um so mehr fragt man sich, wie er schon 1 Jahr später wieder richtig hart trainieren konnte.. auch wenn er nicht gleich die Tour gewonnen hat.
Rennmaus
Tja, da mag man gar nicht drüber nachdenken, wie bei manchen Leistungssportlern Höchstleistungen erzielt werden. Sicher ist jedenfalls, daß im Rahmen einer Tumortherapie auch Medikamente verabreicht werden, die anderen Sportlern zweifelsfrei als Dpoing ausgelegt werden könnten....
Daß Ihr Herzultraschall in Ordnung war ist erfreulich. Erfahrungsgemäß dauert es bis zu 1 Jahr, bis die Leistungsfähigkeit wiederhergestellt ist. Nehmen Sie Tamoxifen ein? Auch dies kann zur VErminderung beitragen.
Kein Tamoxifen, habe es 4 Wochen ausprobiert, und es war nur furchtbar- alle Nebenwirkungen innerhalb kürzester Zeit, und mit dem Gewicht kämpfe ich sowieso schon seit der Chemo.....auch so was eigenartiges, manchemal muss ich ein Stück Kuchen nur anschaeuen, und nehme zu, und dann kann ich wieder essen ohne Ende, und trotzdem kneift kein Hosenbund.
Rennmaus
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 26.01.04 09:36 | Rennmaus | |
| 26.01.04 12:39 | Dr.Hennesser | |
| 26.01.04 12:49 | Rennmaus | |
| 26.01.04 13:33 | Dr.Hennesser | |
| 27.01.04 07:36 | Rennmaus |
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