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Forum: Chemotherapie

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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Datum
  • (756 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Sehr geehrter Herr Dr. Hennesser,



ich bitte Sie sehr meine Frage zu beantworten.
Die Krankheit meines Mannes (59J.) habe ich schon früher beschrieben (subtotales stenosierendes Kardiakarzinom mit Lebermetastasen G3 pT2b L1 V0 N3 (19/20) R0 M1). Er hat am 18.08.10 seine letzte 12.Chemotherapie nach dem Schema FLOT bekommen. Gestern bei der CT-Untersuchung wurde festgestellt, dass sich die Metastasen in der Leber verkleinert haben aber nicht weniger an der Zahl geworden sind. Heute soll in der Tumorkonferenz über eine andere Behandlung entschieden werden. Antikörper kommt nicht in Frage. Die körperliche Verfassung meines Mannes ist relativ gut.
Was würden Sie in diesem Fall vorschlagen?
Für Ihre Antwort bedanke ich mich im Voraus
Katharina

Antworten zu diesem Thema:

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Autor
Datum
  • (312 mal gelesen)
  • Status: Experte

Der Verlauf ist doch bemerkenswert. Wenn Herceptinrezeptoren auf dem Tumor nicht vorhanden sind kann man über Xeloda nachdenken oder zunächst mal eine 2-monatige Pause einlegen.

  • (263 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Vielen Dank Herr Dr. Hennesser für Ihre schnelle Antwort.
Wir haben heute die Empfehlung der O-Konferenz erfahren. "Lokaltherapiemaßnahmen erscheinen nicht zielführend," weil es mehrere Metastasen in der Leber gibt und die auf allen Segmenten verteilt sind, die größte ist ca 3,7cm. "Da ein ansprechen der Chemotherapie zu sehen ist, evtl. erwägen, ob konsolidierend 2 weitere Zyklen FLOT appliziert werden sollen. Alternativ abwartende Haltung."
Im Bauchraum hat der Radiologe was "Unruhiges" festgestellt (Lympfknoten größer als 1cm).
Noch einmal vielen Dank Herr Dr. Hennesser.
Katharina

  • (246 mal gelesen)
  • Status: Experte

Was ja einem angemessenen Vorgehen entspricht. Wenn die Therapie sehr gut vertragen wurde kann man auch erwägen, nur 5-FU zu geben, sozusagen als eine Art Erhaltungstherapie und die stärkeren Substanzen (Platin und Docetaxel) erst bei Wachstum wieder zu starten. Es gibt Fürs und Widers, da setzt man sich am besten zusammen und klärt das individuelle Vorgehen, was auch mit den Wünschen Ihres Mannes (Wunsch nach Zeit ganz ohne Therapie bspw. für Urlaub) vereinbar sein muß.

  • (200 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Vielen Dank Ihnen Herr Dr. Hennesser.
Katharina

  • (168 mal gelesen)
  • Status: Experte

Alles Gute

  • (182 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Sehr geehrter Herr Dr. Hennesser,
auf meinen Bericht schrieben Sie: "Der Verlauf ist doch bemerkenswert." Wieso?
In der PET-CT vom 21.10.10 hat sich herausgestellt: "kein Nachweis einer hepatischer oder sonstiger Metastasierung. Postinterventionelle Defekte nach Thermooblation..."
Jetzt hat mein Mann noch 2x Chemo nach FLOT schema bekommen. 2x sind noch vorgesehen. Bringt diese starke Chemotherapie noch was, oder auch nicht mehr als die mit nur 5-FU oder Xeloda?
Wie sicher sind die PET-CT-Ergebnisse?
Kann man denn jetzt fest davon ausgehen, dass mein Mann tatsächlich Metastasenfrei ist?
Für Ihre Antwort vielen Dank im Voraus.
K.Bauder

  • (189 mal gelesen)
  • Status: Experte

Mit "bemerkenswert" meine ich den erfreulichen Verlauf, denn nicht bei allen Patienten ist mit einer so guten Wirkung der Therapie zu rechnen. Entscheidend sind die Leberherde, davon hängt in aller Regel die weitere Prognose ab. Ein PET-CT ohne Metastasennachweis ist höchst erfreulich, umgekehrt beweist ein Tumorherd im PET noch keineswegs, daß auch wirklich ein Tumor vorliegt. Aber in dieser Konstellation ist der Zeitpunkt doch optimal, auch mal eine Therapiepause einzulegen. Bei allem Positiven muß man bedenken, daß es sich um eine Momentaufnahme handelt und sich einzelne Herde irgendwann bemerkbar machen - ob mit oder ohne Dauertherapie.

  • (175 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Vielen Dank Herr Dr. Hennesser für Ihre Antwort.
Ich bewundere Sie sehr. Es ist gar nicht selbsverständlich, dass ein Arzt sich die Zeit nimmt um Fragen der teilweise verzweifelten Patienten oder dessen Angehörigen kompetent zu beantworten.
Mein Mann hat die Reduzierung der Chemotherapie angesprochen, am 22.11. bekommen wir die Antwort von dem Onkologe .
Nochmals vielen Dank.
Katharina

  • (148 mal gelesen)
  • Status: Experte

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