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Forum: Chemotherapie

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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bettybarkley
  • (2525 mal gelesen)
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Hallo,
mein Freund hat ein Papillenkarzinom im zwölffingerdarm im Bereich eines Gallenausganges. Die Chirurgen haben daraufhin großzügig alles weggeschnitten (Wipplesche OP). Beim Befund war dann noch in einem Lymphknoten nahe bei dem betroffenen Polypen Metastasen entdeckt worden. Der Polyp war wohl schon älter und recht groß, hatte aber wohl nur ganz drinnen ein paar Krebszellen. Es sind 8 Lymphknoten mit entfernt worden von dem nur der eine mit Metastasen betroffen war. Zuerst haben die Ärzte überlegt ob eine Chemotherapie gemacht werden soll und haben sich jetzt dagegen entschieden mit den Worten das sie davon ausgehen das alles weggeschnitten worden sei. Jetzt wissen wir nicht so richtig ist das gut oder schlecht. Nach welchen Kriterien wird sowas entschieden - Kosten-Nutzenfaktor?- Sollte man sich selber dafür entscheiden, kann mein Freund das überhaupt, ich meine damit kann er sagen "ich möchte eine Chemo" und das Krankenhaus macht das dann auf Krankenkassenkosten. Ich wäre Ihnen sehr dankbar wenn sie mir antworten würden.
Gruß
Beate

Antworten zu diesem Thema:

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  • (936 mal gelesen)
  • Status: Experte

Bei einem Papillenkarzinom kann man sehr froh sein, wenn chirurgisch alles zu entfernen war. Denn eine andere Art der Therapie. also bspw. Chemo oder Bestrahlung ist kaum wirksam. Auch bei nicht operablen Tumoren kann man bei dieser Diagnose mittels Chemotherapie allenfalls ein paar Monate gewinnen. Insofern ist es sicherlich keine Kosten-Nutzen-Rechnung, daß man Ihnen jetzt von einer Therapie abrät. Vielmehr kann man mit den derzeit zur Verfügung stehenden auch neuartigen Therapien bisher nicht nachweisen, daß sich eine Chemotherapie im Anschluß an eine OP auf die - leider bestehende - Gefahr einer späteren Metastasierung auswirkt.

  • (76 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Zitat:
bettybarkley
Hallo,
mein Freund hat ein Papillenkarzinom im zwölffingerdarm im Bereich eines Gallenausganges. Die Chirurgen haben daraufhin großzügig alles weggeschnitten (Wipplesche OP). Beim Befund war dann noch in einem Lymphknoten nahe bei dem betroffenen Polypen Metastasen entdeckt worden. Der Polyp war wohl schon älter und recht groß, hatte aber wohl nur ganz drinnen ein paar Krebszellen. Es sind 8 Lymphknoten mit entfernt worden von dem nur der eine mit Metastasen betroffen war. Zuerst haben die Ärzte überlegt ob eine Chemotherapie gemacht werden soll und haben sich jetzt dagegen entschieden mit den Worten das sie davon ausgehen das alles weggeschnitten worden sei. Jetzt wissen wir nicht so richtig ist das gut oder schlecht. Nach welchen Kriterien wird sowas entschieden - Kosten-Nutzenfaktor?- Sollte man sich selber dafür entscheiden, kann mein Freund das überhaupt, ich meine damit kann er sagen "ich möchte eine Chemo" und das Krankenhaus macht das dann auf Krankenkassenkosten. Ich wäre Ihnen sehr dankbar wenn sie mir antworten würden.
Gruß
Beate
Meine Frau hatte im Dez 2009 ein kleineres PK, entdeckt durch einen fiesen Juckreiz (Bilirubin).
Mit einer OP wurde dies im Gesunden entfernt.
Leider keine Chemo, denn im Dez 2010 wurde ein Rezidiv diagnostiziert (Erbrechen). Jetzt Whipple-OP in Jan 2011 mit anschließender Chemo mit Gemzitabin. Nach 6 Wochen Kontrolle - keine Besserung bei den Lebermetastasen.
Umstellung auf 5 FU mit
begleitender örtlicher Hyperthermie (Leber). Nahrungsergänzung über Nacht täglich durch den Port. Vermeidung von einfachen Kohlehydraten (Zucker etc). nach 5 Wochen Stillstand in der Leber.
Etwas später rasantes Wachstum eines unklaren Tumors im Unterbauch mit Druck auf die Blase (Inkontinenz).
Oper. Entfernung des T. Lt. Pathologie kein Ovarkarzinom aber
Metast. Wegen der Chemopause Verschlechterung in der Leber am Gallengang. Zunehmende Schächung des Allgemeinbefindens,
Müdigkeit (Fatigue).
Exitus im Dezember 2011 !

Datum/Zeit von Autor Thema
15.11.06 13:33 bettybarkleyPapillenkarzinom und Chemo
16.11.06 07:56 Dr.HennesserRE: Papillenkarzinom und Chemo
19.01.12 17:16 SchwerteRe: Papillenkarzinom und Chemo
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