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Guten Morgen Herr Dr. Hennesser,
guten Morgen liebe Chat-Teilnehmer,
Ende August wurde meinem Freund die linke Niere entfernt. Nierenzellkrebs. Kurz vorher verspürte er ein Taubheitsgefühl im linken Bein und das Gehen wurde immer unkontrollierter.
Nach der OP wurden dann leider Hirnmetastasen (mehrere und deshalb inoperabel)und 2 Lungenmetastasen gefunden. Knochen sind nicht befallen.
Die Krankheit äußerte sich durch starke Erschöpfung, starkes Nachtschwitzen, dauerndes Husten, und seit Anfang August ständiges Völlegefühl, wobei nur Erbrechen half.
Nach der OP bekam er Cortison 4 x 8mg. Die Beschwerden, wie der Husten und das Völlegefühl gingen zurück. Ebenso konnte er allmählich wieder besser gehen.
Es folgten 10 Bestrahlungen (ganzer Kopf wurde bestrahlt). Die Lungenmetastasen sollen Ende Nov. durch eine Immuntherapie behandelt werden.
Z. Z. ist mein Freund in Reha und dort wird Cortison ausgeschlichen.Er war letzte Woche bei ca. 4 mg täglich. Nun wird das Gehen wieder schlechter, der Husten ist seit Tagen wieder da (Er hustet nur, wenn er sprechen will. Nachts oder in Ruhe kein Husten). Das Völlegefühl mit Erbrechen ist auch wieder da.
Nun meine Fragen, Herr Dr. Hennessen,
Hängt dieses Husten, Völlegefühl, und schlechtes Gehen mit dem Ausschleichen des Cortisons zusammen?
Kann man zur Zeit etwas gegen die große Erschöpfung tun?
Welche Möglichkeit gibt es überhaupt noch, ihm zu helfen?
Strahlentherapie und Immuntherapie, ist das ok?
Wie kann ich diesen Menschen aufbauen? Er setzt sich fast nur mit dem Sterben auseinander.
Für psychische Hilfe ist er nicht sehr empfänglich.
Vielleicht können Sie mir ein paar Tipps geben.
Er nimmt auch noch Medis gegen Krampfanfälle.
Vielen Dank im voraus.
Ich bin auch für negative Aussagen empfänglich, denn dann kann ich daran arbeiten und werde nicht plötzlich überrascht.
Ihre Karla
Beim Nierenzellkarzinom hat, wenn man chemo-oder immuntherapeutisch therapieren möchte, nur die Kombination auf Interferon und Interleukin eine wirklich Aussicht auf Erfolg. Jedoch ist diese Therapie nebenwirkungsreich und anhand Ihrer Schilderung hier eher nicht zu empfehlen. Stellen Sie sicher, daß keine Blutarmut vorliegt (Hb-Wert). Die Cortisondosis würde ich so anpassen, daß so weinig Beschwerden wie möglich bestehen. Die Erschöpfung hängt wie erwähnt sehr oft mit der Blutarmut zusammen und führt über diesen Weg zu einem Fatigue-Syndrom, welchem man z.B. mit subkutanen wöchentlichen Spritzen begegnen kann. Erkundigen Sie sich in Ihrer Umgebung auch nach einer Palliativstation, möglichst mit onkologischer Betreuung. Sollte sich der Zusatnd stabilisieren kann dort jederzeit über die Therapie mit Interferon/Interleukin neu nachgedacht werden.
Karla1 schrieb:
Guten Morgen Herr Dr. Hennesser,
guten Morgen liebe Chat-Teilnehmer,
Ende August wurde meinem Freund die linke Niere entfernt. Nierenzellkrebs. Kurz vorher verspürte er ein Taubheitsgefühl im linken Bein und das Gehen wurde immer unkontrollierter.
Nach der OP wurden dann leider Hirnmetastasen (mehrere und deshalb inoperabel)und 2 Lungenmetastasen gefunden. Knochen sind nicht befallen.
Die Krankheit äußerte sich durch starke Erschöpfung, starkes Nachtschwitzen, dauerndes Husten, und seit Anfang August ständiges Völlegefühl, wobei nur Erbrechen half.
Nach der OP bekam er Cortison 4 x 8mg. Die Beschwerden, wie der Husten und das Völlegefühl gingen zurück. Ebenso konnte er allmählich wieder besser gehen.
Es folgten 10 Bestrahlungen (ganzer Kopf wurde bestrahlt). Die Lungenmetastasen sollen Ende Nov. durch eine Immuntherapie behandelt werden.
Z. Z. ist mein Freund in Reha und dort wird Cortison ausgeschlichen.Er war letzte Woche bei ca. 4 mg täglich. Nun wird das Gehen wieder s....
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 12.10.03 08:47 | Karla1 | |
| 13.10.03 17:04 | Dr.Hennesser | |
| 14.10.03 18:26 | karla1 |
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