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Hallo,
ich habe eine Frage zu dem Medikament Leukeran? ich soll es im Rahmen einer behandlung desNon-Hodkin Lymphoms erhalten.
Was genau ist dieses Medikament und ist es ein wirkungsvolles? Wie sind die Nebenwirkungen?
Ich habe einfach Angst davor?
Was mich komischer Weise immer interessiert: was passiert, wenn es ein gesunder Mensch ausversehen einnehmen würde?
mfg ?!?
Leukeran ist vergleichsweise milde in seinen Wirkungen und Nebenwirkungen. Als Gesunder würden Sie von einer versehentlichen Einnahme wahrscheinlich nichts bemerken. Es hemmt die Vermehrung von Blutzellen und wurde bspw. früher bei der Behandlung von chronischen Leukämien eingesetzt.
Sehr geehrter Herr Dr. Hennesser,
Ich habe noch eine Frage hinsichtlich der chronisch lymphatischen Leukämie.-Man hört, das erste Mittel der Wahl com grano salis sei Fludara-oral. Dass es andere Optionen gibt, ist bekannt. Ich bitte Sie nun, mir mitzuteilen, wie das Fludarabin in Tablettenform wirkt. Ist es sehr gut verträglich und wenn nicht, was wäre dann bei einer Monotherapie mit Endoxan zu beachten, die Prof. Hallek neben Leukeran
als Primärtherapie vorschlägt.- Nun noch eine Frage: Jeder Arzt darf doch Krebs behandeln, wenn er sich dazu für kompetent weiß oder hält? Gern höre ich
von Ihnen, denn diese Seite verfügt über menschliche
Gestalter!
Fludarabin gehört zur Gruppe der Purinanaloga und es hilft wahrscheinlich nicht weiter, hier jetzt in chemische Details zu verfallen. Es ist jedoch ein meist sehr gut vertragenes Präparat welches je nach Allgemeinzustand des Patienten auch in Kombination gegeben werden kann, bspw. mit Cyclophosfamid. Auch als Monotherapie ist es gut wirksam, sogar etwas besser als Endoxan, weswegen es hier offenbar auch den Vorzug erhält. Grundsätzlich stehen bei der CLL viele gut verträgliche ambulante Therapien zur Verfügung, in der Kölner Uni sind Sie in sehr guten Händen. Chemotherapien dürfen nur von Onkologen oder sog. Onkologisch verantwortlichen Ärzten gegeben werden, in beiden Fällen sind besondere Nachweise der Qualifikation und Erfahrungen sowie ständige Fortbildungen notwendig - zusätzlich zu Studium und mindestens 7-jähriger internistisch/onkologischer Tätigkeit. So wie Sie es vermuten ist es also nicht.
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 14.12.06 20:29 | Ratlosigkeit | |
| 15.12.06 18:27 | Dr.Hennesser | |
| 17.01.07 19:47 | Jacko | |
| 18.01.07 07:56 | Dr.Hennesser |
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