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Guten Tag Herr Dr. Hennesser,
ist ein distales Gallengangskarzinom auch im Frühstadium zu erkennen? wie sind da die Aussichten auf ein Langzeitüberleben?bzw. wenn man ein Blutbild gemacht hätte mit Leberwerten und allem drum und dran, hätte man daran sehen können ,d as etwas nicht in Ordnung ist und evtl mit einer ERCP Untersuchung den Tumor finden können?
Fakt ist, mein Mann ist zu seinem Hausarzt gegangen, da er sich über 2 Monate sehr abgeschlagen gefühlt hat und er komplett untersucht werden wollte. Dieser hat aber nur ein Blutbild mit einigen wenigen Positionen gemacht.. 4 monate später hat man den Tumor festgestellt.
MfG-
Mittels Blutuntersuchung kann man diesen Tumor meist erst im Spätstadium erkennen, wenn es zu einem Verschluß des Gallenganges kommt. Eine ERCP hätte die Diagnose vermutlich früher stellen können, dieser Eingriff stellt aber keine Routineuntersuchung dar, es handelt sich dabei um einen therapeutischen Eingriff (Stenteinlage, Gewebeprobe). Wichtig ist, daß man diesen Tumor bei Entdeckung noch operieren kann. Auch wenn es keine zugelassene Maßnahme ist so führen wir im Anschluß an eine solche OP eine 6-monatige Tabletten-Chemotherapie zur Vorsorge gegen ein Wiederauftreten durch. Damit verhindert man zwar kein Rezidiv, man kann es aber verzögern bzw. die Wahrscheinlichkeit senken.
Danke für Ihre Antwort, Dr. Hennesser.
Es wäre doch evtl.-wenn man die komplette Blutuntersuchung veranlasst hätte mit Leberwerten und Entzündungswerten -aufgefallen, das etwas nicht in ordnung ist..zumal die Leukozyten im Februar schon erhöht waren. Denn die KRebsangst -Sorge war zu dem Zeitpunkt da und wir hätten dann ja weitersuchen können.
Man sagt doch auch , das Abgeschlagenheit und starke Müdigkeit ein allegemeines Symptom bei krebs sein können??
Kurz gefragt: Wenn der Arzt im Januar das Blutbild mit Leberwerten und Entzündungswerten gemacht hätte, hätte man da sehen können, das etwas nicht stimmt. Zumindest hätte man ja weitergesucht wenn die werte nicht in ordnung gewesen wären. So ein Tumor macht sich doch vorher auch mit unspezifischen symptomen bemerkbar.??
Mein Vater ist 86 (!) Jahre alt und bekam jetzt die Diagnose: Bauchspeicheldrüsenkrebs mit Metastasen auf Leber und Lunge. Natürlich (Alter) nicht oparabel, und man hat uns nahegelegt, auch keine Chemo zu machen. Lebenserwartung weitere 2-4 Monate, und eben die Chemo würde das kaum verlängern, und die vorherigen Nebenwirkungen würden das Leben verschlechtern. Wie sehen Sie das? Brächte eine "milde" Chemo (Gemcitabin?) vielleicht doch etwas - und sei es nur Hoffnung?
Gerhard
Antwort s.o.
Vermutlich waren die Leberwerte damals normal da es sich um einen Tumor der Gallengänge, nicht jedoch der Leber handelt. Grundsätzlich haben Sie Recht daß Gewichtsabnhame, Fieberschübe als B-Symptome Tumorzeichen sein können. Abgeschlagenheit und Müdigkeit sind im Rückblick sicherlich auch mit dem Tumor in Verbindung zu setzen, sie sind jedoch kein wegweisendes Symptom um eine ERCP durchzuführen.
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 08.06.11 15:54 | sonja1973 | |
| 10.06.11 07:56 | Dr.Hennesser | |
| 10.06.11 13:05 | sonja1973 | |
| 10.06.11 14:58 | sonja1973 | |
| 14.06.11 09:31 | Dr.Hennesser | |
| 10.06.11 20:38 | gerhard denndorf | |
| 14.06.11 09:28 | Dr.Hennesser |
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