Startseite > Foren > Forum Chemotherapie > Gallengänge verklebt!
Guten Abend,
bei meiner Oma ist im Oktober letzten Jahres Bauchspeicheldrüsenkrebs festgestellt worden. Inoperabel. Er sitzt am Kopf und hatte auch schon in die Leber gestreut.
Dank einer Chemo sind die Metastasen vollständig weggegangen, und der Tumor an der Bauchspeicheldrüse ist nicht gewachsen.
Letzte Woche ist meine Oma dann wieder ins Krankenhaus gekommen, da sie "ganz gelb" wurde. Diagnose: Gallengänge (als Nebenwirkung der Chemo?) verklebt. Gestern wurde versucht, einen Stand zu setzten, was allerdings nicht geklappt hat. Jetzt versucht man es mit Medikamenten und meine Oma wurde wieder aus dem Krankenhaus entlassen.
Meine Frage: was kann man außer dieser Medikamentierung noch machen? Kann man den die Gallengänge so wieder frei bekommen? Gibt es noch andere Möglichkeiten? Gibt es Betroffene, die mir bei diesem Thema weiterhelfen können?
Ich bedanke mich jetzt schon für ihre Hilfestellung, wünsche viel Kraft für das neue Jahr!
Die Verklebung der Gallengänge entsteht durch Druck der Bauchspeicheldrüse und von Metastasen auf Gallengänge. Man kann mittels eines Stent (Metallröhrchen) den Abfluß wiederherstellen, jedoch kann der zugang zu den Kanälchen durch den Tumor verlegt sein, was hier offenbar der Fall ist. Man muß schon bewundern, wie gut und vor allem wie lange die Therapie bisher gewirkt hat, dieses Glück tritt nicht immer ein. Je nachdem welche Chemo damals eingesetzt wurde und in welcher Verfassung Ihre Oma ist kann eine erneute Chemo versucht werden.
Ersteinmal: Frohes neues Jahr! Herzlichen Dank für ihre Antwort! Was kann man denn machen, wenn das mit dem Stant nicht geht? Von einem Ausgang über die Bauchdecke hat der behandelnde Arzt abgeraten. Da muss es doch noch etwas anderes geben! sie ist mitmal so schwach und k.o. Das war sie vorher nie in diesem Ausmaß.
Danke!
Ein Ausgang über die Bauchdecke ist prinzipiell möglich, technisch jedoch etwas schwieriger und immer vom Ultraschallbefund (Lage der gestauten Gänge zur Öberfläche, Punktionstiefe,...) abhängig. Wenn Ihr Arzt davon abrät bleibt wie erwähnt immer noch die Chemotherapieoption.
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 30.12.03 22:30 | Maren | |
| 31.12.03 17:27 | Dr.Hennesser | |
| 01.01.04 20:37 | Maren | |
| 02.01.04 11:13 | Dr.Hennesser |
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