Startseite > Foren > Forum Chemotherapie > Folfirinox auch bei CCC?
Sehr geehrter Herr Dr. Henneser!
Meine Mama 69 hat Lebermetastasen und es ist der Verdacht auf ein CCC. Verdacht auf Grund der Histologie CK 20 positiv und CK 7 positiv. Andere Dinge wurden in der Histologie ausgeschlossen. Der Primärtumor wurde nicht gefunden. Des Weiteren hat sie noch verdächtige Lymphknoten im Bauchraum welche aber im PET nicht geleuchtet haben. Inoperabel heißt es und dazu ebenso Verdacht auf Bauchfellkarzinom. Sie hat eine palliative Chemo mit Cisplatin und Gemzar bekommen. Diese hat nach den neuesten Ergebnissen des CT nicht angeschlagen. Wobei sie diese aber sehr gut vertragen hat. Es kam kaum zu Übelkeit und ihr Blut hat sich regelmäßig gut erholt. Laut Aussage des Onkologen waren ihre Nierenwerte (Kreatin?) besser als bei Gleichaltrigen welche gesund sind.
Nun aber soll die Chemo da sie nicht genutzt hat abgesetzt werden. Austherapiert! Je mehr ich forsche und lese komme ich zu der Überzeugung, dass eventl. Folfirinox meiner Mama helfen könne. Eventl. wenigstens die wenige Lebenserwartung verlängern.
Anmerkung muss ich noch, dass meine Mama vor 5 Jahren einen Herzinfarkt hatte. Ich hoffe dies ist kein Ausschlusskriterium für Folfirinox.
Ich bitte Sie dringend um Rat. Vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen
Folfinrinox ist sinnvoll bei Ersttherapie eines Pankreaskarzinom bei Patienten in sehr gutem Zustand. Es macht beim CCC weniger Sinn, insbesondere nach platinhaltiger Vortherapie wie bei Ihrer Mutter. In dieser Situation setzen wir Capecitabine (Xeloda) ein.
Sehr geehrter Herr Dr. Henneseer!
Vielen Dank für Ihre prompte Antwort.
Macht Folfirinox denn auch als Zweitlinientherapie bei Pankreas Sinn? Pankreas wurde bei meiner Mama nicht ausgeschlossen. Der Primär wurde nicht gefunden. Ich habe gelesen, dass bei diesen Markern (CK20+/CK7+) es genauso auch Pankreas sein könnte. Verzeihen Sie mir, dass ich hier nochmal nachhake.
Vielen Dank!
Es gibt keine Erprobungen dieser Therapie als zweite Linie, was am ehesten daran liegen dürfte das 1.diese Therapieform erst seit einem Jahr etabliert ist und 2.viele Patienten nicht in einem ausreichend gutem Zustand sind nachdem die Erstlinie nicht mehr ausreichend wirkt. Es spricht prinzipiell nichts gegen eine Zweitlinie, wenngleich die m.E. auch hier wegen der bereits platinhaltigen Vortherapie wenig Sinn macht (Oxaliplatin als Teil des Folfirinox ist ebenfalls Platin und für die meisten Nebenwirkungen verantwortlich). Läßt man Oxaliplatin weg käme man auf Xeliri (Xeloda plus Irinotecan).
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 05.07.11 19:25 | Youla | |
| 06.07.11 07:56 | Dr.Hennesser | |
| 06.07.11 10:49 | Youla | |
| 11.07.11 07:56 | Dr.Hennesser |
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