Startseite > Foren > Forum Chemotherapie > Chemo - Diabetes, Schlaganfall und Brustkrebs
Hallo,
meine Mutter ist schon seit vielen Jahren Diabetikerin. Nun hatte sie im Herbst 2010 einen Schlaganfall. Dann Aufenthalt im Krankenhaus, Umstellung auf Insulin, Reha usw. Vor ein paar Wochen wurde nun Brustkrebs bei ihr festgestellt. Nun folgt Chemo - acht Mal im Abstand von drei Wochen. Die erste Chemo (Infusion, Medikamente gegen Übelkeit..) hatte sie diese Woche Dienstag. Ihr Zucker ist der/die Tag/e danach auf bis zu 360 gestiegen. Jetzt nimmt sie kein Cortison mehr und der Zucker ist wieder normal. Allerdings hat meine Mutter seit Donnerstag Lähmungserscheinungen, die die rechte Körperseite betreffen. Bei dem letzten Schlaganfall war auch die rechte Seite betroffen. Sie kann nicht mehr richtig laufen und zieht ihren Fuß nach.
Seit Freitag sind die Symptome noch schlimmer geworden.
Telefonische Abklärung im Krankenhaus, welches die Chemo durchführt, brachte keine neuen Erkenntnisse. Die Nebenwirkungen, welche wir schilderten seien bei einer Chemotherapie nicht bekannt. Unser Verdacht auf einen Schlaganfall erhärtet sich nun.
Zudem erinnern die Symptome uns an den letzten Schlaganfall im Herbst.
Am Montag werden wir einen entsprechenden Arzt aufsuchen und abklären, ob es sich wirklich um einen Schlaganfall handelt.
Leider waren wir von den Ärzten im Krankenhaus nach dem letzten Schlaganfall etwas enttäuscht.
Kann die Chemotherapie einen Schlaganfall auslösen?
An Medikamenten musste sie Emend und Dexamethason nehmen.
Als Nebenwirkungen stand dabei, dass das eine Medikament den Zucker erhöht und das andere die zuckerregulierenden Medikamente hemmt.
Gibt es noch andere Möglichkeiten den Krebs zu bekämpfen - Bestrahlung...??
Natürlich befürchten wir nun, dass meine Mutter nach der nächsten Chemotherapie wieder einen "Schlaganfall" hat.
Vielen Dank im voraus.
Danke Silvern
Cortison läßt sich meist reduzieren ohne daß die Nebenwirkungen der Chemo zunehmen, den Diabetes bekommt man damit in den Griff. Die Therapie selber führt nicht zum Schlaganfall, manchmal sind es aber Begleiterscheinungen wie Flüssigkeitsmangel welche in diesem Rahmen ein erhöhtes Schlaganfallrisiko bewirken. In jedem Falle empfehle ich Ihnen die sofortige Vorstellung im Krankenhaus zur Klärung des Schlaganfalles und zur raschen Therapieeinleitung. Ob die Chemotherapie zwingend notwendig ist hängt ab vom Tumorstadium, in manchen Situationen ist eine Homrontherapie effektiver als eine Chemotherapie und in einer solchen Situation sinnvoller.
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 09.04.11 13:50 | silvern | |
| 12.04.11 07:48 | Dr.Hennesser |
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