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Forum: Chemotherapie

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (1126 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo,
bei meinem Mann (56 Jahre alt) wurde CCC (von den Gallenwegen ausgehendes Karzinom) und ein großer Befall des linken Leberlappens im Dezember 2009 bei einer Routineuntersuchung festgestellt. Er hatte keine Beschwerden! Mittlerweile wurde der linke Leberlappen samt Tumor mittels Chemoembolisation fast komplett zerstört. Es sind auch einige Lymphknoten im Bauchraum auffällig und in der Lunge gibt es winzigste Veränderungen. Dagegen bekommt er z.Zt. eine systemische Chemotherapie mit Cisplatin und Gemcitabin. Leider gibt es immer die Gefahr einer Thrombose in der Nähe vom Port (rechter Arm verfärbt sich und schwillt an). Durch regelmäßige Gabe von Glexane und ASS schwankt der Befund ständig. Nach fünf aufeinanderfolgenden Chemoterminen (Abstand eine Woche), leidet er unter massiver Verstopfung, eingeschränkten Geschmacksempfindungen, ist sehr blass und ist körperlich nicht mehr belastbar. Ansonsten geht es ihm aber relativ gut. Er hat sogar einen Teil des nach der Chemoembolisation verlorenen Gewichts wieder aufgeholt. Geplant sind übrigens insgesamt 6 Zyklen Chemo - nach einer Pause von zwei Wochen geht es mit zwei weiteren Behandlungen Chemo - zwei Wochen Pause -Rhytmus weiter. Was können wir, außer gesunder Ernährung, Spaziergängen noch tun? Wäre eine Hyperthermie an den befallenen Gallenwegen möglich; gibt es neue Erkenntnisse (Cholesterinsenker, außerdem ein bei AIDS eingesetztes Medikament, habe ich gelesen), die wirklich vielversprechend sein könnten? Gibt es an irgendeiner Klinik Studien zu diesem relativ seltenen Krebs? Für eine Antwort wäre ich wirklich dankbar!

Antworten zu diesem Thema:

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  • (227 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Sehr geehrter Herr Dr. Hennesser,
vielen Dank, daß Sie sich die Zeit nehmen, auch noch so abwegige Fragen zu beantworten. Ich bin vielleicht auch etwas empfänglicher für Informationen über diese "alternativen Medikamente", weil ich persönlich mehrfach sehr gute Erfahrungen mit Homöopathie bei den verschiedensten Krankheitsbildern gemacht habe. Viele Schulmediziner betrachten diese Form der Heilung auch als Scharlatanerie. Von Seiten der Homöopathie gibt es auch bei der palliativen Behandlung (denn nur diese kommt noch in Frage, hat man uns mitgeteilt) dieser Krebsart ganz andere Ansätze. Ich weiß, wie zerstritten die "Lager" der Ärzte und ihrer Überzeugungen sind. Das macht es für den Patienten nicht leichter. Wenn jemand einen völlig gegenteiligen Ansatz einer Behandlung vertritt als der andere und jeder sich auf die entsprechenden Erfolge bezieht, kann der "Laie Patient" nur der Verlierer sein. Es liegt letztendlich an ihm(!!!) - um es einmal drastisch zu formulieren - über Leben oder Tod in solchen oder ähnlichen Fällen zu bestimmen und das ohne entsprechendes Hintergrundwissen. Deshalb versuchen Patienten und Angehörige natürlich, so viele Informationen wie möglich zu bekommen und hoffen immer und immer wieder auf die wirklich überzeugende und alles andere in den Schatten stellende Aussage eines Arztes oder evtl. aus lauter Verzweiflung befragten - wie soll ich sagen - ähnlich erfolgversprechenden Ansprechpartnern. Diese Schlachten kann man nicht gewinnen.

  • (86 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Deshalb versuchen Patienten und Angehörige natürlich, so viele Informationen wie möglich zu bekommen und hoffen immer und immer wieder auf die wirklich überzeugende und alles andere in den Schatten stellende Aussage eines Arztes oder evtl. aus lauter Verzweiflung befragten - wie soll ich sagen - ähnlich erfolgversprechenden Ansprechpartnern. Diese Schlachten kann man nicht gewinnen.[/quote]


Sie sprechen aus dem Herzen! Alles trifft zu.

  • (82 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Über welchen Schicksalsschlag isnd Sie zu diesem Forum gekommen?

  • (90 mal gelesen)
  • Status: Experte

Ein Tip um seriöse Informationen zu bekommen: Prof. Beuth vom Institut für Naturheilkunde der Universität Köln kann Ihnen sehr gute Informationen darüber geben, ob und welche "komplementären" Maßnahmen sinnvoll sind. Ihre Argumentation "alles versuchen zu wollen" ist mir sehr gut nachvollziehbar, dennoch muß dieses Forum auch dazu dienen, vor sinnlosen Investitionen von Geld und Hoffnung zu warnen.

  • (86 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Vielen Dank für die Info. Leider hat man als Patient oder Angehöriger kaum eine Möglichkeit an seriöse Informationen über Verfahren, die nicht ausschließlich Bestandteil der Schulmedizinsind, zu kommen. An wen soll man sich wenden? Da gibt es die totalen Gegner der Chemotherapie unter den "Fachleuten". Allerdings ist es doch irritierend zu erfahren, daß lt einer Umfrage unter Medizinern mehr als 70% davon sich keiner Chemotherapie unterziehen würden, wenn sie selbst an Krebs erkranken würden... Artikel, wie der unter folgendem Link zu findende, tragen auch nicht gerade zur Vertrauensbildung in Sachen Chemo bei: [www.spiegel.de]. Und ich habe zu viele Ärzte erlebt, die aus Ignoranz und falsch verstandener (Nicht)Kompetenz lieber sinnlose und z.T. schädigende Behandlungen an Patienten vornehmen, nur um keinem Kollegen - oder noch schlimmer Patienten - gegenüber das Ende seines Tellerrandes zugeben zu müssen! Sie begreifen nicht, daß es um die Gesundheit des PATIENTEN geht und nicht vorwiegend um die eigene Selbstdarstellung. Das mag ja vielleicht frustriert und böse klingen. Leider hätte ich und auch eines meiner Kinder ohne meinen gesunden Menschenverstand und die konsequente Haltung GEGEN die Meinung von Ärzten keine Überlebenschance gehabt. Ich glaube nicht, daß man Sie in diese "Schublade" stecken kann. Schon deshalb nicht, weil Sie m.E. nach versuchen, hier individuelle Antworten auf die Fragen von Patienten und Betroffenen zu finden - auch wenn man Sie hin und wieder dazu herausfordern muß... (Ich hoffe, Sie sind nicht nachtragend...)
Nochmals vielen Dank. Ich werde Kontakt zu Prof. Beuth aufnehmen.


Mit freundlichen Grüßen


lmzk58

  • (86 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo!
Unsere Leidensgeschichte können Sie in meinem 1.Beitrag lesen unter meinem nickname "wanja"
Ich habe mich auch versucht zu informieren über altern., habe den behand. Onkologen, unseren Hausarzt gefragt aber die raten gar nichts zur Chemo nur ausgewogenes Essen und frische Luft. Jetzt haben wir uns endlich für die Misteltherapie entschieden. Morgen ist der 1. termin. Ich bin sehr gespannt, mein Mann sieht da keinen großen Sinn. Also, ich bin richtig erstaunt mit welcher Energie und Beharrlichkeit Sie an die Sache ran gehen. Alle Achtung. Ich wünsche Ihnen und Ihrem Mann alles Gute!
wanja

Datum/Zeit von Autor Thema
08.03.10 14:36 lmzk58CCC und Leberkrebs
09.03.10 07:43 Dr.HennesserRe: CCC und Leberkrebs
09.03.10 10:05 lmzk58Re: CCC und Leberkrebs
10.03.10 07:48 Dr.HennesserRe: CCC und Leberkrebs
10.03.10 08:44 lmzk58Re: CCC und Leberkrebs
11.03.10 08:43 Dr.HennesserRe: CCC und Leberkrebs
10.03.10 17:17 lmzk58Re: CCC und Leberkrebs
11.03.10 08:44 Dr.HennesserRe: CCC und Leberkrebs
11.03.10 12:01 lmzk58Re: CCC und Leberkrebs
12.03.10 07:54 Dr.HennesserRe: CCC und Leberkrebs
12.03.10 08:54 lmzk58Re: CCC und Leberkrebs
14.03.10 20:28 wanjaRe: CCC und Leberkrebs
15.03.10 13:59 lmzk58Re: CCC und Leberkrebs
16.03.10 07:51 Dr.HennesserRe: CCC und Leberkrebs
16.03.10 10:14 lmzk58Re: CCC und Leberkrebs
16.03.10 19:46 wanjaRe: CCC und Leberkrebs
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