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Forum: Chemotherapie

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (1140 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo Herr Dr. Hennesser,


warum gibt es eigentlich keine standardisierten Aufklärungsbögen für die Chemotherapie ?
Vor meiner Chemotherapie (EC) bekam ich lediglich einen Zettel mit Ernährungshinweisen bei Übelkeit, den ich unterschreiben mußte.
Bei jedem noch so kleinen chirurgischen Eingriff und Anästhesien erfolgt eine ausführliche Aufklärung, ebenso bei EK und Vollblut Gaben.
Warum nicht auch vor einer Chemotherapie ? Wenn ich vorher über die möglichen Folgen aufgeklärt worden wäre, hätte ich es mir bestimmt überlegt.
Alle entsprechenden Informationen habe ich mir hinterher angelesen. Wäre es nicht wünschenswert, wenn auch hier eine weitgehende Aufklärung der Betroffenen erfolgen würde ?


Freundliche Grüße
Eosina

Antworten zu diesem Thema:

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Autor
Datum
  • (472 mal gelesen)
  • Status: Experte

Diese Bögen gibt es doch.

  • (371 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo Herr Dr. Hennesser,


erst mal herzlichen Dank für Ihre Antwort.


Solch einen Bogen habe ich aber leider nicht zu Gesicht bekommen, sondern nur das erwähnte Formular. Es erfolgte auch keine Aufklärung hinsichtlich der Risiken und etwaiiger Spätfolgen. Heute bin ich zwar schlauer, aber wenn man mit der Chemotherapie förmlich überrumpelt wird, fehlen einem derart die Worte, daß man keine Fragen stellt. Deshalb wäre es doch ganz angebracht, die Betroffenen nach der OP über das weitere Procedere zu informieren und vor allen Dingen über eine Chemotherapie aufzuklären.
Für mich war war es so, doch ein ganz schönes Trauma und mir wird selbst nach fünf Jahren noch übel, wenn ich rote Säfte sehe.
Kann es vielleicht auch sein, daß es zu dieser Zeit noch keine Aufklärungsbögen gab und eine mündliche Aufklärung noch nicht die Regel war ?


Freundliche Grüße
Eosina

  • (379 mal gelesen)
  • Status: Experte

Die Aufklärung gehört heutzutage zur Chemotherapie dazu, dies beinhaltet Risiken, Vor-und Nachteile der Therapie. Erfahrungsgemäß kann jedoch kein Schriftstück das persönliche Gespräch ersetzen.

  • (320 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo Herr Dr. Hennesser,


genauso habe ich mir die Aufklärrung eigentlich auch vorgestellt. Aber dann ist es bei mir und einer anderen Patientin wohl "dumm" gelaufen. Obwohl es ein sogenanntes "Brustkrebszentrum" ist.


Freundliche Grüße
und herzlichen Dank
Eosina

  • (367 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

das ist ja interessant. Ich habe auch keinen Bogen zur Chemo erhalten. Meine Chemo war letztes Jahr. Allerdings ein Gespräch und wer solch ein Gespräch selbst erlebt mit der Diagnose vorweg weiß dass vieles geht einfach zu schnell und man überhört oder vergißt sicher auch einiges. Mir ist klar das dies für die Ärzte alltäglich ist. Es sieht immer anders aus wenn man plötzlich selbt betroffen ist. Als ich nachfragte (weil meine Fingernägel sich aus dem Nagelbett wölbten) ob ich diese verlieren würde und was ich tun könnte. Erhielt ich nach hartnäckigem Nachfragen nur von einer Schwester die Antwort : Ja, dies hat sie schon gesehen. Alle anderen angesprochenen kannten das Problem nicht oder zuckten die Schultern.

  • (327 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo Cornelia....... !


Das ist ja mein Problem, daß ich keinerlei Aufklärung erhalten habe. Eine Woche nach der Entlassung war ich noch mal zum Abschlußgespräch in der Klinik und als ich mich verabschiedete, wurde mir gesagt: " Ach ja, lassen sie sich gleich einen Termin für die Chemotherapie geben". Es war vorher nie die Rede von einer Chemotherapie. Da ich so geschockt war, habe ich auch keine Fragen mehr stellen können. Als ich mich beruhigt hatte, dachte ich, okay vor der ersten Chemo wird "man" mich sicher aufklären und mit mir reden. Aber nichts, mir wurde eine Kanüle und die Infusion angelegt und ehe ich den Mund aufmachen konnte war ich auch schon wieder allein. Hätte ich gewußt, welche Spätfolgen eintreten können, wie u.a. Herzmuskelschädigung, ich glaube ich hätte die Therapie abgelehnt. Für mich war diese Art und weise, wie mit den Betroffenen umgegangen wird, ein erhebliches Trauma. Einer Mitpatientin ist es nicht anders ergangen.


Schöne grüße
Eosina

  • (354 mal gelesen)
  • Status: Experte

Dennoch Alles Gute.

  • (274 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Danke !

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