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Hallo Dr. Glöckner!
Ich mal wieder, mir brennt da wieder etwas auf der Seele....
Ich habe letzlich irgendwo gehört, dass auf der letzten Tumor Konferenz (wo sind die nochmal?! Zürich?! Basel?! Oder doch Frankfurt?! Ich habe es leider schon wieder vergessen......) eine Änderung bei der AHT beschlossen (?!) wurde. Lt. diverser Forschungsergebnisse soll der Switch von Tamoxifen auf einen Aromatasehemmer nach 2 Jahren wesenstlich effektiver sein, als Tamoxifen die kompletten 5 Jahre durch zunehmen. Auch bei Frauen, die noch vor ihrer Menopause stehen.
Ist dem tatsächlich so, oder was sagen/meinen Sie dazu?!
Besten Dank für Ihre Antwort &
viele Grüße
Aewwe
Sie meinen wahrscheinlich das Konsensus-Meeting in St. Gallen.
Es gibt bislang die folgenden Varianten:
1.) 5 Jahre Tamoxifen
2.) 5 Jahre Anastrozol oder Letrozol
3.) 2 oder 3 Jahre Tamoxifen, dann Anastrozol oder Exemestan für insgesamt 5 Jahre
4.) Tamoxifen für 5 Jahre und dann Letrozol für 5 Jahre
Dabei scheinen Variante 2 und 3 effektiver zu sein als 1.
Diese gelten aber alle nur für Frauen jenseits der Menopause!
Zur Situation in der Prämenopause laufen Studien. Es gibt aber bislang keine Empfehlung, diese einzusetzen.
Sinnvoll kann es aber nur sein, wenn entweder GnRH-Analoga (Zoladex etc.) gegeben werden oder die Eierstöcke entfernt werden, also quasi die Wechseljahre verordnet werden.


genau, St. Gallen war es......
Aber wesentlich schlauer bin ich jetzt irgendwie immer noch nicht....
Also, momentan nehme ich Tamoxifen und bekomme Zoladex gespritzt. Würde das dann bedeuten, dass man nach 2 Jahren auf Anastrozol oder Exemestan umstellt, aber Zoladex dann noch weiter gibt?! Bei Tamoxifen hört man nach 2 Jahren doch damit auf, oder?! (wobei ich den Sinn davon auch noch nicht so ganz verstanden habe.....)
Ich habe grad mal etwas gegoogelt, und wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist Anastrozol (Arimidex) sowieso das Mittel der Wahl, weil bessere Ergebnisse und besser verträglich. Zumindest bei Frauen nach der Menopause.. Aber was ist denn mit uns "Jungspunden"?!... Gibt es da auch irgendwelche Studien, die etwas darüber aussagen?! Ist es denn dann nicht trotzdem besser, Menopause hin oder her, nach 2 Jahren umzustellen?! Weil eben wesentlich weniger Nebenwirkungen und bessere Ergebnisse?!
Ich bin mir grad nicht sicher, hatten wir hier nicht vor einiger Zeit die gleichen Fragen?!.. Wenn ja, dann bitte ich um Entschuldigung, aber dürfte ich Sie dann trotzdem nochmal um eine Antwort bitten?!
Schon mal Danke &
viele Grüße
Aewwe
Ob jüngere Frauen von Aromatasehemmern auch profitieren könnten, wird gerde in Studien überprüft.
Bis es da erste Ergebnisse gibt, wird es noch etwas dauern. Dann kann man auch erst in Ungefähr sagen, was man wie kombiniert und wie lange man es geben könnte.
Bislang ist das aber bei Frauen vor der Menopause völlig offen und keines der Präparate ist zur Behandlung vor der Menopause zugelassen.


Vielen Dank für die Info, wobei ich dann nicht verstehe, wieso mich besagte Onkologin darauf hingewiesen hat, dass die Umstellung der beste Weg sei... Nun gut, ich hoffe, es ergibt sich eine Möglichkeit, sie nochmal danach zu fragen...
Aber eines muss ich ja doch noch mal fragen, wieso gibt man Zoladex denn nur 2 Jahre?! Das habe ich immer noch nicht wirklich verstanden. Denn das Problem, welches das Medi bekämpfen soll, ist nach 2 Jahren ja nicht aus der Welt geschafft. Soll heissen, was passiert nach 2 Jahren, wenn meine Eierstöcke wieder "ihren Dienst aufnehmen"?!... Ist denn so die Gefahr einer Rezidivbildung nicht wesentlich höher, als wenn man beides (Tam + Zol) die kompletten 5 Jahre gibt?!.......


Nun gut, dann will ich mich für's erste damit zufrieden geben. Wobei mir immer noch nicht klar ist ('tschuldigung für meine lange Leitung, die Chemo ist schuld!!!!), warum es NICHT gefährlich sein soll, wenn die Ovarien ihre Arbeit wieder aufnehmen. Dann wird doch wieder (im Normalfall) wunderbar Östrogen produziert (gut für die Knochen, schlecht für evtl. verbliebene Tumorzellen) und damit wären wir doch fast wieder an der Ausgansposition der Erkrankung (bis auf "klitzekleine" Ausnahmen....)
Könnten Sie mir über besagte Studien etwas mehr sagen?! Wieviele Frauen wurden über welchen Zeitraum begleitet?! Und mit welchen Ergebnissen?! Diese Aussage "Studien belegen das" ist mir irgendwie zu abstrakt. Ganz ehrlich, ich will gar nicht nerven. Aber ich bin grad total verunsichert. Gibt es ein Portal, wo man das nachlesen kann (wenn man den Studiennamen weiss?!...)
Dankeschön &
einen streßfreien Umzug &
viele Grüße von der Aewwe

Der Umzug ist geschafft, leider die DSL-Leitung noch nicht wieder intakt...
Die einzelnen Studien kann ich Ihnen im Moment leider nicht nennen, da für unsereinen in der klinischen Praxis die Therapieleitlinien interessanter sind, die die Ergebnisse und Empfehlungen mit Evidenzlevel zusammenfassen.
mamazone (.de) bietet als Portal eine ganze Reihe von Informationen für Patientinnen.
brustkrebs-studien (.de) ist eher für Ärzte gedacht.


jaja, die gute DSL Leitung, nie funktioniert sie so, wie sie soll.......
Danke für Ihre Infos. Ich schau einfach mal ein wenig im Internet nach. Irgendwo wird sich bestimmt schon etwas finden. Außerdem habe ich übernächste Woche wieder einen Termin bei meiner Gyn. Vielleicht hat sie ja auch noch eine Idee dazu.
Auf der Seite Brustkrebs-Studien war ich auch schon mal, als ich mich über die Gain Studie informieren wollte. Das fühlt sich "so lange her" an, dass ich das total vergessen habe....
Besten Dank nochmal &
fast hätte ich es vergessen: auch Ihnen ein gesundes & glückliches neues Jahr (ohne Brände und Umzüge....)
Viele Grüße,
Aewwe
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 30.11.07 23:23 | Aewwe | |
| 01.12.07 17:28 | D. Glöckner | |
| 01.12.07 20:48 | Aewwe | |
| 02.12.07 11:33 | D. Glöckner | |
| 04.12.07 19:56 | Aewwe | |
| 04.12.07 21:31 | D. Glöckner | |
| 06.12.07 14:10 | Aewwe | |
| 04.01.08 09:22 | D. Glöckner | |
| 04.01.08 20:26 | Aewwe |
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