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Forum: Brustkrebs

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (374 mal gelesen)
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vielleicht kann mir hier jemand helfen...
ich hätte eine Frage bezüglich Erhaltungstherapie bei einem Östrogenrezeptor-positiven Mamma-Ca vor und nach der Menopause.
- Wie sieht die Erhaltungstherapie aus? Welche Medikamente werden verwendet?
- wie unterscheiden sich die Prä- und Postmenopausale Erhaltungstherapie?


Mein Vorschlag:
Prämenopausal: GnRH-Analoga wie Buseralin oder Goseralin
Postmenopausal: Tamoxifen für 5 Jahre


stimmt mein Vorschlag oder hab ich einen "Denkfehler".
Vielleicht kann mir jemand helfen.


danke im voraus
sebastian

Antworten zu diesem Thema:

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  • (151 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

noch etwas, das ich vorher vergessen habe:
- warum wird prämenopausal nicht tamoxifen verwendet? bzw postmenopausal ein GnRH-Analoga
- bei beiden wird auch eine Chemotherapie nach dem CMF-Schema durchgeführt, ODER?

  • (134 mal gelesen)
  • Status: Experte

Zur Beurteilung der hormonellen Behandlung muss man, wie auch hinsichtlich der Chemotherapie, die Risikofaktoren kennen.


Prämenopausal wird durchaus Tamoxifen verwendet, nach Empfehlungen der AGO-Orgamnkommission Mamma unter 40 mit GnRH-Analogon, über 40 ggf. nur Tamoxifen.


Postmenopausal machen die GnRH-Analoga keinen Sinn, da die Funktion der Eierstöcke noch noch minimal ist. Dafür kann man Aromatasehemmer geben, beispielsweise für 5 Jahre. Auch Tamoxifen für 5 Jahre ist möglich. Allerdings sind die Aromatasehemmer offenbar etwas wirksamer. Was dabei besser ist, Aromatasehemmer von Anfang an, oder nach ein paar Jahren Tamoxifen, kann zur Zeit nicht gesagt werden.


CMF als Chemotherapie war früher sehr häufig, heute eher nicht. Da sind andere Schemata überlegen: FEC, TAC, ...
Daher empfiehlt man heute in jedem Fall Anthrazykline statt CMF. Bei positiven Lymphknoten empfiehlt die AGO Taxane. Bei nicht befallenen Lymphknoten und anderen Risikofaktoren für ein Rezidiv können die Taxane auch nützlich sein.
Eines ist aber auch klar: CMF ist immer noch besser als gar keine Therapie, wenn diese an sich zu empfehlen ist. Dabei ist der Menopausenstatus eher von untergeordneter Bedeutung.

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