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Meine Tochter erkrankte im Februar 2007 an Brustkrebs. Erst Chemo, dann OP brusterhaltend, Bestrahlung .... im Mai 2008 erneut Knoten .... alle Biopsie bösartig ...knochenszintigramm unauffällig, Röntgen Lunge unauffällig .... MRT auffällig.... CT eine Woche später katastrophal .... 21 Metastasen in der Lunge, Metastasen Sternum und großflächig Weichteil .... heute Port gelegt ... welche Chemo ... haben mehrere Meinungen eingeholt und sind total verunsichert und verzweifelt .... jeder meint was anderes probieren zu müssen ... ist Misteltherapie prinzipiell parallel anzuraten? Danke für die Antworten!
Welche Chemotherapie man macht, hängt von mehreren Faktoren ab.
Leider ist eines allen eigen: Eine Heilung im eigentlichen Sinne ist hier nicht zu erwarten.
Daher gehen die Empfehlungen auch weit auseinander, von ultraaggressiv bis zu besser weniger Nebenwirkungen.
Die Mistel kann maximal die Lebensqualität etwas verbessern. Eine Wirkung am Tumor ließ sich nicht nachweisen.
danke für die rasche antwort .... was halten Sie in diesem Fall von Hyperthermie? Woher bekomme ich Adressen von Spezialisten in Baden Württemberg?
Das Forum hier finde ich übrigens gut ... ich kann mal gezielt Fragen stellen - da man kurzfristig sehr viele Informationen im Internet sichten muss und total hilflos ist - bei der Fülle.
"Es gibt in Deutschland eine Reihe von naturheilkundlich ausgerichteten Kliniken und Praxen, die Überwärmungstherapien anbieten. Leider sind viele dieser Verfahren völlig wirkungslos, weil sie die Zieltemperatur im Tumor schon aus rein technischen Gründen gar nicht erreichen können. Dadurch hat die Hyperthermie bei vielen seriös arbeitenden Ärzten ein zweifelhaftes Image. "
(Zitat - Prof. Dr. Michael Bamberg, Uni-Strahlenklinik Tübingen - [www.hyperthermie.org])
Beim Brustkrebs ist die Hyperthermie meines Wissens eigentlich bislang nur im Bereich der Brustwandmetastasen etabliert.
Dazu kann aber sicherlich Prof. Wust im Krebsforum etwas Genaueres sagen.
Ansonsten könnten Sie sich dazu auch direkt an die Uniklinik Tübingen wenden.
Gerade bei so jungen Patientinnen wie Ihrer Tochter greift man ja nach jedem Strohhalm, was völlig verständlich ist.
Daher ist sicherlich eine Kombination aus konventioneller Behandlung mit der Hyperthermie denkbar.
Für mich immer wieder faszinierende Ansätze in der Behandlung mancher Dinge hat auch Prof. Grönemeyer in Bochum (http://www.gimt-online.de).
Problem ist meist, dass neuartige Therapiestrategien nicht immer ausreichend durch Studien ihre Wirksamkeit bewiesen haben bzw. das beweisen konnten.
Solange dies aber nicht passiert ist, müssen die Krankenkassen die Kosten dafür nicht tragen. Das sind dann immer Einzelfallentscheidungen.
Und eines darf man leider von keinem Verfahren erwarten: Wunder.
Aber man kann versuchen die Lebenszeit zu verlängern und die Lebensqualität möglichst lang zu erhalten.
Guten Tag, Herr Dr. Glöckner,
leider bin ich bei Thema Mistektherapie ziemlich hilflos.
Zum einen habe ich gelesen, dass die Mistel die doch sehr heftigen Nebenwirkungen der Chemo lindern kann, zum anderen streiten sich die Geister, Mistel während Chemo ja/nein.
Mich würde sehr ihre Meinung dazu interessieren.
Danke und viele Grüße aus Stuttgart
Die Mistel ein ein deutsches Phänomen. Im Ausland wird diesbezüglich praktisch gar nichts gemacht.
Es gibt eine Studie, welche ein Hersteller durchgeführt hat, die gezeigt hat, dass Mistel die Lebensqualität unter und nach der Chemotherapie verbessern kann.
Eine Wirkung am Tumor lies sich nicht nachweisen.
Guten Tag, Herr Dr. Glöckner,
herzlichen Dank für die (wie immer) sehr schnelle Antwort! Und ein großes Sorry, für die vielen Schreibfehler in meiner letzten Anfrage .... ist sonst so gar nicht meine Art ;-o ....
Viele Grüße aus Stuttgart
ocsida
Guten Tag, Herr Dr. Glöckner,
meine Tochter hat jetzt den dritten Zyklus der Chemo begonnen.
Der erste Zyklus war Cisplatin/Gemzar, ab dem zweiten Zyklus wird Carboplatin/Gemzar gegeben. Worin besteht der Unterschied zwischen Cis- und Carboplatin?
Wie sollte bei 85 kg dosiert werden?
Viele Grüße aus Stuttgart

Hallo ocsida, Dr. Glöckner hat sich in den wohlverdienten Urlaub abgemeldet.
Eine Antwort wird wohl dauern.
Ich wünsche deiner Tochter und Dir alles Liebe.
LG
gilian
Der Unterschied ist nicht so groß.
Meist ist das Carboplatin etwas besser verträglich.
Die Dosierung wird für jede Patientin extra errechnet. Das würde aber etwas zu weit führen.
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