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Forum: Brustkrebs

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (1514 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo,


hier geht es tatsächlich um einen Mann, der an Brustkrebs erkrankt ist.
Im Mai diesen Jahres wurde bei meinem Schwiegervater ein Tumor hinter dem Auge diagnostiziert und behandelt. Es handelte sich um einen gewachsenen weißen Tumor, der noch zu klein war, um zu streuen.
Da er in diesem Zeitraum auch Rückenschmerzen hatte, auf die Schmerzmittel aber nicht ansprach, wurde im Hinblick auf den Augentumor weiter untersucht und festgestellt, dass die gesamte Lendenwirbelsäule mit Metastasen befallen ist, der Augentumor als Ursache jedoch ausschied. Dies erfuhr er im August. Bei weiteren Untersuchungen wurden je ein Tumor in der Brust festgestellt und diese als die Verursacher der Metastasen ausgemacht. Ein weiterer Befall wurde zu diesem Zeitpunkt nicht festgestellt und man war der Meinung, dass die Metastasen die Knochen noch nicht angegriffen hätten.


Vor drei Wochen wurde mit der Chemo begonnen. Am 24.09.08 wurde nun festgestellt, dass das Skelett bereits angegriffen ist, ein Pleuraerguss vorliegt und Metastasen auch in Lunge, Nieren, Leber und subkutan vorhanden sind.


Mein Schwiegervater kann fast nichts mehr alleine machen und ist total abgemagert. Er bat mich bezüglich seiner Aussichten und der Lebenserwartung im Internet zu recherchieren, da er seine Frau und seine Söhne nicht damit belasten will. .Eine vorgesehene Bestrahlung wurde aufgrund der Diagnose vom 24. abgesagt und nunmehr soll die Chemo mit erhöhter Dosis fortgesetzt werden.


Kann mir jemand weiterhelfen, mit der Frage, wie seine Aussichten überhaupt sind?


Danke,
Strella

Antworten zu diesem Thema:

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  • (627 mal gelesen)
  • Status: Experte

Brustkrebs bei Männern ist selten, kommt aber vor.
Die Aussichten entsprechen denen von Frauen in der Situation...


Ein metastasierter Brustkrebs ist leider nicht heilbar, egal wie aggressiv die Chemotherapie ist.
Wie aggressiv man herangeht, muss man im Einzelfall entscheiden.
Dabei muss man aber Nutzen und Risiken im Auge behalten.
Eine Chemotherapie senkt die Lebensqualität.
Sie verlängert, statistisch gesehen, die Überlebenszeit.
Dabei kann man aber auch das Gegenteil erreichen, wenn es den Allgemeinzustand des Patienten überfordert.
Man muss sich also immer wieder fragen, ob man nützt oder eher schadet, indem man vielleicht ohne echten Nutzen die Lebensqualität massiv herabsetzt.
Erreichen kann man letztlich höchstens eine Verlangsamung des Tumorwachstums.
Im allergünstigsten Fall können sich die Tumore auch mal zurückbilden.
Aber eine Heilung ist auch dann leider nicht zu erwarten.


Dies sollte man mit dem Betroffenen ärztlicherseits besprechen, damit er selbst entscheiden kann, was er machen möchte.

  • (457 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Sehr geehrter Dr.Glukner
Habe noch aussichten auf eine Schanze,oder Behandlung,ausser Beten
danke

  • (421 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo Strella,


mein Mann (39 Jahre) lebt seit 6 Jahren mit dem Brustkrebs.


Nach gut 1 Jahr wurde auch Methasthasen diagnostiziert.


Er bekommt seit 5 Jahren fast ununetrbrochen Chemo. Er geht ganz normal Arbeiten und wir sind fast in nichts eingeschränkt.


Hier mal ein paar Beiträge von uns:


2003:
[http://www.onmeda.de/foren/forum-brustkrebs/670505/read.html]


2004:
[http://www.onmeda.de/foren/forum-brustkrebs/671071/read.html#msg-671071]


Seit 2004 bekommt er verschiedenste Chemos. Immer wenn sie nicht mehr wirkten, gab es was neues.
Die aktuelle wirkt außerordentlich gut und schon 6 Monate.


Bis auf Nervenschmerzen in den Füßen gibt es kaum Probleme.


Kopf hoch und Kämpfen!
Im übrigen ist der Krankheitsverlauf und die Therapie wie bei einer Frau.



Liebe Grüße
Marion

  • (342 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo Marion,


vielen Dank für Deinen netten Beitrag. Mein Schwiegervater ist leider am 08.12.08 verstorben. Da bei der Diagnose Brustkrebs der Krebs bereits in den meisten Organen metastasiert hatte, war nicht mehr viel zu machen. Es ist einfach zu schnell passiert.


Viele Grüße
Jessica

  • (334 mal gelesen)
  • Status: Experte

Das tut mir leid.


Es ging ja doch recht schell, was aber bei ausgedehnter Metastasierung leider nicht so selten ist.

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