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Sehr geehrter Herr. Dr. Glöckner,
auch ich habe eine Frage zum Brustaufbau.
Vier Jahre nach OP bin ich soweit mir ernsthafte Gedanken über einen Brustaufbau zu machen.
Ich hatte post operativ 14 Monate eine offene Brust mit einer Staphylokokken Infektion und Wundheilungstörungen, nachdem eine BET Operation durchgeführt worden ist. Diese endete leider mit Komplikationen, weil der Tumor größer war als angenommen (Ultraschall/ Mammograhie zeigte keinen Befund, erst die Stanze war überraschender Weise positiv, Tumor sollte 1- max. 2 cm. sein, war dann ca. 5 cm ), mit einem optisch schlechten Resultat. Die operierte Brust ist stark reduziert und sehr narbig.
Der plastische Chirurg schlug mir eine korrigierende OP mit einem Latissimusschwenklappen vor . Nun meine Fragen:
1. Welche Komplikationen können sich für die Armfunktion ergeben?
2. Hat die alte Wundheilungsstörung und Infektion irgend welche Nachteile für die OP?
3. Wie lange dauert so eine OP?
4. Welche Erfahrungswerte haben Sie mit der OP?
Frage an alle User:
Wer hat mit dieser OP-Technik Erfahrungen und welches Ergebnis hat diese gebracht, kosmetisch, Komplikationen, Armbeweglichkeit?
Wer kennt einen guten Operator für eine 2. oder 3. Meinung?
Vielen Dank schon jetzt für die Antworten!
Regi
2. Hat die alte Wundheilungsstörung und Infektion irgend welche Nachteile für die OP?
Prinzipiell eigentlich nicht. Allerdings können solche Sachen auch bei dieser Operation auftreten.
3. Wie lange dauert so eine OP?
Das ist ganz unterschiedlich. Zwischen zwei und vier Stunden sind aber durchaus normal.
4. Welche Erfahrungswerte haben Sie mit der OP?
Vor Jahren haben wir sie recht oft gemacht und teilweise sehr gute Ergebnisse gehabt: gutes kosmetisches Ergebnis und minimale Einschränkungen. Es gibt aber auch Negativbeispiele.
Ich sehe das Hauptproblem in der Verlagerung eines Muskels, der zwar nicht so eminent wichtig ist, dessen Fehlen aber auch mal zu Rückenproblemen führen kann. Und oftmals reichte das gewonnene Gewebe nicht aus, um die Brust völlig zu rekonstruieren. Man musste da dann doch noch eine Endothese einlegen.
Das dürfte bei Ihnen nicht das Problem sein, wenn nur ein Teil der Brust damit aufgefüllt werden soll.
Sehr geehrter Herr Dr. Glöckner,
vielen Dank für die schnelle Beantwortung meiner vielen Fragen.
Es scheint dann wohl eine ältere Methode zu sein, alt muss nicht immer schlecht sein. Aber ich habe bis jetzt noch keine Erfahrungsbericht andere Betroffener erhalten, somit gibt es diese OP wohl nicht mehr oft. Das gibt mir doch zu denken. Ich hoffe eine jetzt dritte Meinung erleichert mir meine Entscheidung.
Also vielen Dank
Regi
Hallo,
ich hatte den Brustaufbau über Lattissimus letztes Jahr im Mai, allerdings war die Amputation und der Aufbau in einer OP gemacht worden.
Es schaut super aus und ich hatte lediglich die ersten 2 Monate eine Bewegungseinschränkung. Dank sehr guten Physiotherapeuten wurde ich wieder vollständig bewegungsfrei. Einzige Einschränkung ist, dass man keine überhängenden Klettersteige mehr machen sollte / kann, da der betroffene Arm, im nach oben gestreckten Zustand nicht mehr ganz so weit nach hinten strecken läßt - in meinem Fall komme ich bis zum Ohr.
Mein Operateur heißt Dr. Hamann und hat in München eine Praxis: Tel.: 089/ 169424. Er operiert am Rotkreuz-Krankenhaus - dort ist auch Prof. Eiermann der oberste Boss.
Auch bei meiner Zimmerkollegin wurde diese OP mit großem Erfolg durchgeführt.
Alles Gute
Susanne
Das ist richtig: Alt ist nicht schlecht, wenngleich die OP-Methode so alt auch gar nicht ist. Im Umkehrschluss muss man auch sagen, dass nicht alle neuen OP-Varianten der Weisheit letzter Schluss sind.
Die Entscheidung für einen solchen Eingriff sollte man aber wirklich vor Ort prüfen, um die anatomischen Voraussetzungen auch beurteilen zu können.
Hallo Susanne,
vielen Dank für die Antwort. Ich muss es mir noch mal ganz in Ruhe durch den Kopf gehen lassen, ob ich überhaupt eine Operation mache.
Trotzdem vielen Dank
Regi
Hallo Regi,
wollte mich mal erkundigen, ob Du Dich für den Brustaufbau Latissimus entschieden hast?
viele Grüße aus München
susanne
Hallo Susanne,
vielen Dank der Nachfrage! Das finde ich sehr nett von dir. Habe es bis heute noch nicht machen lassen. Ich hatte sehr viel anderes um die Ohren. Abklärung von Metastasen im LWS Bereich mit allem TAM TAM zum Glück ist es nur die Osteoporose auf Grund der Antihormontherapie. Puh. Habe dann erst einmal von allem anderen Abstand genommen.
Also alles Gute
Regi
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 25.06.09 15:19 | Regi63 | |
| 26.06.09 13:31 | D. Glöckner | |
| 27.06.09 14:54 | Regi63 | |
| 03.07.09 15:23 | D. Glöckner | |
| 01.07.09 11:48 | susanne1 | |
| 06.07.09 13:44 | Regi63 | |
| 11.03.10 17:25 | susanne1 | |
| 13.03.10 17:15 | Regi63 |
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