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Forum: Brustkrebs

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (2558 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo Herr Dr. Glöckner,


ich bin im Mai 2008 an Brustkrebs erkrankt und im Juni 2008 wurde mir die linke Brust amputiert. Es wurden mir 2 Wächter-LK (Sentinel Node) entnommen, welche bereits beide von Krebszellen befallen waren und bei der OP selbst wurden mir noch 12 weitere LK entnommen, welche aber zum Glück "sauber" waren. Mein Tumor war sowohl hormon- wie auch HER-2-neu-positiv.


Tumorklassifikation:


mpT1c, L1, V0, pN1a (sn), lokal R0
Malignitätsgrad G3
Östrogen: 12 (100% / 90%)
Progesteron: 4 (50% / 20%)
HER-2-Expression: Score 3


Bisherige Behandlung:


Chemo im 14tägigen Rhythmus (je 3 Zyklen Epirubicin / Paclitaxel / Cyclophosphamid)
Tamoxifen (voraussichtlich für 5 Jahre)
Trenantone (voraussichtlich für 2 Jahre)


Am Donnerstag startet meine Antikörper-Therapie (Herceptin) - Infusion alle 3 Wochen für ein Jahr.


Soweit meine Vorgeschichte.


Mein behandelnder FA hat mir nun vorgeschlagen, daß ich mir, um meine Prognose weiter zu verbesseren, prophylaktisch Bisphosphonate geben lassen sollte, da einige Studien darauf hinweisen würden, daß auch bei noch nicht metastesierten Brustkrebs ein Nutzen zu erkennen sei. Allerdings müßte ich die Behandlung selbst bezahlen, da bei mir noch keine Metastasen vorhanden sind und somit keine Grundlage für eine Kostenübernahme der Krankenkasse gegeben sei. Allerdings würde ich die Kosten nicht scheuen, wenn es auch wirklich einen Nutzen bringen würde...


Nun meine Fragen:


1. Würden Sie mir auch zu einer prophylaktischen Bisphosphonate-Einnahme raten?
2. Falls ja, welchen Wirkstoff würden Sie mir raten?
3. Ist die Tabletten- oder die Infusionsform besser?
4. Wie lange sollte die prophylaktische Bisphosphonate-Einnahme dauern?
5. Mit welchen Nebenwirkungen müßte ich rechnen?


Verzeihen Sie, daß ich so viele Fragen habe, aber ich wäre Ihnen für eine baldige und vor allem ehrliche Antwort sehr dankbar!


Mit freundlichen Grüßen,


Claudia B.

Antworten zu diesem Thema:

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  • (1118 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Liebe Brigitte,


ich habe seit 12 Jahren Brustkrebs, seit 4 1/2 Jahren Knochenmetastasen. Seit eben diesen 4 1/2 Jahren nehme ich Bonefos 1600 mg täglich oral. Seit einem halben Jahr bin ich wegen Nebenwirkungen beim Zahnarzt und ab Januar 2009 auch beim Kieferchirurgen. Mir sagt jeder Arzt, dass Bonefos das zur Zeit beste und nebenwirkungsärmste Biphosphonat ist, das auf dem Markt ist. Eine Anwendung per Infusion ist bei mir auch nicht möglich, da ich noch keinen Port habe und meine Venen für Infusionen zu schwach sind. Mein Zahnarzt hat außer mir noch drei Patientinnen, die Bonefos bekommen, allerdings bekommen es alle drei prophylaktisch und in wesentlich geringerer Dosierung.


Falls du weitere Fragen hast, melde dich. Ich würde mich freuen, wieder von dir zu hören.


Viele liebe Grüße
Hirsch

  • (1061 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Liebe Claudia.
Ich habe deinen Bericht auch im Brustkrebsforum mit der Antwort von Prof. Jakisch gelesen.
Dazu mein Beitrag. Ich habe seit April 2007 Brustkrebs mit schon 2 betroffenen Lymphknoten. Die Chemo hat bei mir nicht angeschlagen, sondern mein Tumormarker war direkt danach auf 40,9 (statt 15 bei OP) gestiegen. Also habe ich mich im Internet umgehört und die Empfehlung von Prof Diel im CGG Mannheim gefunden, der die prophylaktische Behanlung gegen Knochenmetastasen ausdrücklich empfielt und auch in Studien nachgewiesen hat.
Daraufhin ging ich in mein Brustzentrum und bat um ein Rezept für das Bisphosphonat Bondronat, welches in Tablettenform verabreicht werden kann. Die Oberärztin warnte mich zwar, dass meine Kasse das teure Mittel (84 Tabletten kosten 1155 Euro) evtl. nicht zahlen würde, schrieb mir dann aber eine Bescheinigung, nach der ein völliger Ausschluss von Knochenmetastasen nicht gegeben werden kann (das ist nicht gelogen!). Damit reichte ich das Rezept bei der Krankenkasse ein und, welch Wunder, sie zahlt. Jetzt nehme ich schon über 1 Jahr Bondronat und hoffe, es nützt etwas. Es ist gut verträglich.
Ich wünsche dir viel Glück.
Marion

  • (1086 mal gelesen)
  • Status: Experte

Das ist eine Möglichkeit...
;-)


Ansonsten deuten die Daten darauf hin, dass es sinnvoll sein könnte.
Ein Beweis steht letztlich noch aus.

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