Startseite > Foren > Forum Brustkrebs > @Doc: Bitte Stellungnahme! Danke!

Hallo,
ich hatte vor einigen Wochen schon einen Beitrag bzgl. der Wundheilungsstörung bei meiner Großmutter hier eröffnet. Leider hab ich bis heute noch keine Stellungnahme vom Doc dazu!
Heute haben wir nun neue Befunde bekommen und die Ärztin hat sich nicht weiter dazu geäußert. Kurze Anamnese:
1975 - Mamma-Amputation rechts wegen Ca.
1976 - Bestrahlung
1976-1998 - keinerlei Probleme
Mitte 1998 - Austritt von Flüssigkeit aus einer ehemaligen Bestrahlungswunde, lt. Arzt nur Lymphe, Verbandswechsel - nach 4 Wochen alles wieder ok.
2000 - große Hautlappenplastik im Brustbereich, da sich Teile des Sternums aufgelöst haben, ca. 8 Wochen nach OP sind alle Wunden problemlos verheilt, keine Beschwerden
2002-2010 - immer mal wieder Austritt von Lymphflüssigkeit aus kleinen Öffnungen der alten Bestrahlungswunden. Diese verheilen bei regelmäßigen VW mit Betaisodona innerhalb weniger Wochen wieder
Ende 2011 - stationärer Aufenthalt wegen starkem Sekretaustritt aus einer ca. 1-Cent-großen Öffnung in einem alten Bestrahlungsfeld, Erreger: Staphylokokken, Streptokokken, Antibiose über 10 Tage, CT und Knochenszintigraphie ohne großen pathologischen Befund, CT Abdomen zeigt einen Abszessherd im Bereich der rechten Brustseite, lt. Arzt verteilt sich Abszess-Masse zwischen Organe. Aufgrund des Alters (87) wird von einer operativen Maßnahme abgesehen. Ein kleiner Pleuraerguss wird punktiert. Entlassung nach 15 Tagen! Keine weitere Therapie erforderlich, außer tägliche Verbandwechsel.
Anfang 2012 - teilweise übelriechender Austritt von Sekret aus der noch offenen Wunde, sehr oft sind dort auch feste Bestandteile enthalten. Auf Drängen unserer Familie wird von diesen festen Bestandteilen eine Probe ins Labor geschickt. Ergebnis:
Kalizifizierende Fettgewebsnekrosen....lt. Ärztin keine Therapie erforderlich, nur weiter regelmäßige Verbandwechsel.
@Doc: Bgzl. den kalzifizierenden Fettgewebsnekrosen habe ich im Web nicht viel gefunden. Können Sie mir dies bitte etwas näher erklären und ggf. auch erläutern, ob hier eine weiterführende Behandlung erforderlich ist?
Danke im Voraus.
Rhustox
Die Probenentnahme war richtig und sinnvoll.
Eine kalzifizierende Fettgewebsnekrose ist Fettgewebe, welches nicht ausreichend versorgt wird und kaputtgeht. Dabei kommt es auch zu Verkalkungen.
Zu überlegen ist, ob es evtl. durch spezielle Wundpflege zu einer besseren Heilung kommen könnte, wie Vacuumverbände o.ä. Die sind nicht unumstritten, aber vielleicht doch einen Versuch wert.

Danke für die Antwort.
Ich werde nach den "närrischen Tagen" wohl nochmals einen Gesprächstermin bei der Ärztin machen müssen und hoffe, dass ich dieses Mal mehr Erfolg habe. Bisher hatten wir immer den Verbandwechsel mit unsterilen Kompressen gemacht und mit Fixomull stretch fixiert. Nun haben wir von Coloplast sog. "Biatain"-Wundauflagen, die höchstens 2 Tage halten und dann wieder gewechselt werden. Von der Ärztin hört man nur "ich schreib ihnen die Wundauflagen gerne auf, auch wenn sie tierisch teuer sind. Aber es muss ja sein".
Ich werde Ihren Vorschlag des Vakuumverbandes vorbringen und bin gespannt, wie sie darauf reagiert.
Vielen Dank für die Antwort!
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 09.02.12 15:41 | Rhustox77 | |
| 17.02.12 14:06 | D. Glöckner | |
| 17.02.12 15:02 | Rhustox77 |
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