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Forum: Brustkrebs

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (1370 mal gelesen)
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Hallo Herr Dr. Glöckner


Meine Mutter, knapp 63-jährig, ist im Januar 05 an BK erkrankt. Mikroverkalkungen auf der Mammo und die Biopsie für genauere Abklärungen gaben Anlass für eine OP. Danach folgte der chirurgische Eingriff. Ein Tumor mit 2,6 cm kam zum Vorschein! 4x AC-Chemo und 30 Bestrahlungen folgten weiter. 1 Jahr Studie mit Methotrexat und Endoxan-Tabletten.


Invasiv duktales Mammakarzinom links (12 Uhr), pT2 pN1 mic (1/24) G3 M0, ED 27.1.05. ER und PR neg. HER-2-Überexpression negativ.


2006 alles okay.


Jetzt, Mitte Januar erfolgte erneut eine Kontroll-Mammo und US. Leider wieder Kalkablagerungen in der kranken Brust. Meine Mutter wurde nun für eine offene Biopsie im Krankenhaus aufgeboten.


Sie möchte dies aber eigentlich gar nicht mehr machen und tendiert auf eine vollständige Brustabnahme. Die offene Biopsie ist ja auch wieder mit einem Spitaleintritt und -aufenthalt von 2 - 4 Tagen verbunden inkl. Vollnarkose. Danach 5 Tage Wartefrist betreffend Ergebnis. Wenn das Resultat schlecht ist, was ja leider mit ziemlicher Sicherheit wieder erwartet werden kann, wie vor 2 Jahren (!), folgt nachher innert Kürze trotzdem eine OP.


Zudem bleibt die Angst weiterhin für nächste Mammos, eine zurückbleibende innere Narbe, welche wieder Schwierigkeiten auf den nächsten Mammos geben kann.


Hat meine Mutter einen Nachteil, wenn sie sich zum jetzigen Zeitpunkt für eine einseitige Brustabnahme entscheidet? Dann müsste im Voraus keine offene Biopsie erfolgen, oder? Sie möchte im Anschluss eine Brustprothese. Sie hat etwas grösseren Umfang mit C 95, könnte das Rücken-/Schulterprobleme geben? Wie sind ihre Erfahrungen?


Herr Dr. Glöckner, wir sind sehr dankbar für Ihre offene und objektive Meinung. Meine Mutter wird nächste Woche zum Thema noch ein Gespräch führen mit ihrer Onkologin und auch ihrem persönlichen Frauenarzt. Sie hat das Aufgebot zur offnen Biopsie erst telefonisch erhalten. Trotzdem ist uns ihre Antwort schon mal ganz wichtig.


Meine Mutter fühlt sich zurzeit in sehr guter körperlicher Verfassung und hat auch total gut wieder in den normalen Alltag zurückgefunden, nur leider ist jetzt wieder diese Tiefschlag erfolgt.....


Würden Sie meiner Mutter auch gleich wieder ein Knochenszynti empfehlen oder Sonstiges? Wir sind Ihnen sehr dankbar für Ihre geschätzte Antwort.


Merci und Gruss, Helena

Antworten zu diesem Thema:

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  • (503 mal gelesen)
  • Status: Experte

Ich würde auf jeden Fall doch erst zur offenen Biopsie raten.
Die Entfernung der Brust ist doch ein deutlich größerer Eingriff und kann bei größeren Brüsten durchaus Rückenprobleme verursachen, selbst wenn die Prothese regelmäßig getragen wird.


Die psychische Belastung durch die Kontrollen und weitere Abklärung unklarer Befunde ist ganz klar.
Leider bietet aber auch die Entfernung der Brust keine 100%ige Sicherheit.
Tast- und Ultraschalluntersuchungen sowie Mammografien auf der Gegenseite blieben auch hier nötig.

  • (369 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo Herr Dr. Glöckner


Vielen herzlichen Dank für Ihre sehr geschätzte Antwort.


Wie ist denn die körperliche Belastung bei 2 Vollnarkosen (offene Biopsie und evtl. dann Folge-Operation), welche relativ wenige Tage hintereinander ertragen werden müssen?


Kann denn unter Umständen bei Mum's Vorgeschichte ein kleiner Hoffnungsschimmer bestehen, dass sich diese Kalkablagerungen noch nicht verändert haben sprich sich die Angelegenheit bereits mit dieser offenen Biopsie erledigt? Oder folgt nach Ihren Erfahrungen auf jeden Fall noch ein weiterer Eingriff?


Sie ist jetzt wirklich völlig im Clinch, welches der richtige Weg ist, aber diese Krankheit ist einfach heimtückisch. Meine Mutter möchte auf jeden Fall rechtzeitig eingreifen und vor allem auch noch so, dass evtl. keine Chemo, etc. wieder erfolgen muss. Zum Glück ist sie ansonsten sehr fit und vor allem ein positiv denkender Mensch.


Wieviele Male könnte man denn die "kranke" Brust überhaupt operieren bis es dann wirklich zu einer Ablatio kommt?


Herr Dr. Glöckner, vielen Dank im Voraus für Ihre sehr geschätzten Erklärungen.


Beste Grüsse, Helena

  • (370 mal gelesen)
  • Status: Experte

Man kann das durchaus öfter operieren.
Die Narkosen machen da nichts.

Datum/Zeit von Autor Thema
23.01.07 21:15 Helena2. Mal BK ..... wie weiter?
24.01.07 16:18 D. GlöcknerRe: 2. Mal BK ..... wie weiter?
28.01.07 12:14 HelenaRe: 2. Mal BK ..... wie weiter?
31.01.07 15:16 D. GlöcknerRe: 2. Mal BK ..... wie weiter?
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