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Forum: Blasenschwäche & Harninkontinenz

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (1196 mal gelesen)
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Hallo wink smiley


und zwar habe ich mal eine Frage,es geht um mein Vater,der 65 Jahre alt ist und ein erhöhten harndrang hat.


Ständig muss er überall,zu Hause geht er des öfteren,wenn wir unterwegs sind,da muss er in "fast" jeden laden (er weiss schon in welchem Laden die Toiletten sind sozusagen)


Nun ist das Problem,er geht einfach nicht zum Arzt!!!!!
Scham,Peinlichkeit oder Angst,ich kann es nicht begreifen disappointed smiley


Was kann ich nur tun?
Er hat mal etwas eingenommen,was man in Drogerien bekommt,das er nicht mehr so oft muss,laut Präperat,aber da bekam er Schmerzen beim Wasserlassen und setzte es natürlich ab.


Wie kann ich ihm nur helfen?

Antworten zu diesem Thema:

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  • (406 mal gelesen)
  • Status: Med-Senior SternSternSternStern

Hallo Nicky,


Ihr Vater wird schon wissen, was auf ihn zukommt, wenn er zum Arzt geht (Prostata-Op). Daß dies kein Zuckerschlecken wäre, hält ihn wohl davon ab, der Sache nachzugehen, zumindenstens solange er noch in gewohnter Weise zurecht kommt, was verständlich ist.


Man sollte allerdings wissen, daß es verschiedene Op- Methoden gibt, die mehr oder weniger schwerwiegend sind.
Angefangen von einer relativ harmlosen Behandlung mit Wärme bezw. Hitze über Greenlight-Laser, bei der kaum Blut fließt bis zum sogenannten Goldstandard der Ausschälung kann man sich immerhin dem individuell angemessenen Eingriff geistig und seelisch zu nähern versuchen.


Frdl. Gruß
Kurt Schmidt

  • (289 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Hallo Nicky,


Ihr Vater hat wahrscheinlich eine Prostatahyperplasie (gutartige Vergrößerung der Prostata). Deshalb hat er Schwierigkeiten beim Harnlassen und es bleibt ständig ein Restharn in der Blase, der bewirkt, dass neuer Harn aus den Nieren immer wieder signalisiert: Die Blase sollte geleert werden.


Die Vergrößerung ist eine typische Veränderung bei Männern im fortgeschrittenen Alter.


Nicht in jedem Falle ist eine OP zwangsläufig.


Wenn die Vergrößerung gutartig ist, kann auch zunächst einmal mit einem Alpha-1-Rezeptorenblocker versucht werden, das Wasserlassen zu erleichtern und damit die Restharnbildung zu vermindern. Dazu muss Ihr Vater aber zu einem Arzt gehen, der untersuchen muss, ob es sich wirklich um eine gutartige Prostatavergrößerung handelt.


Ein Medikament dieser Art kann natürlich nur verschrieben werden, wenn Ihr Vater durch die Wirkung des Medikamentes nicht anderweitig beeinträchtigt wird. Das kann natürlich nur der behandelnde Hausarzt beurteilen. Im Zweifel wird er Ihren Vater dann auch zum Urologen überweisen.


Diese Alternative sollte Ihren Vater ermutigen, sich mit dem Hausarzt zu besprechen. Der kann die Vergrößerung der Prostata und die Menge des Restharns mit Ultraschall messen. Mit einer Blutuntersuchung lässt sich auch feststellen, ob die Vergrößerung gutartig ist.


Machen Sie Ihrem Vater Mut. Wenn die Voraussetzungen gegeben sind, kann er wieder unbeschwert leben.


Großvater

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