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Forum: Augenheilkunde

Eröffnungsbeitrag des Themas:

Titel
Autor
Datum
Tina S.
(1552 mal gelesen)
Status:

Hallo!


Ich habe bereits im Forum Kinderkrankheiten geschrieben, möchte gerne noch einen Spezialisten hören!
Mein Sohn (6Jahre) macht seit einiger Zeit seine Hausaufgaben nicht, obwohl er diese wirklich gerne macht! Als ich ihn darauf ansprach, sagte er, dass er die Hausaufgaben nicht aufschreiben kann, weil er alles verschwommen sieht! Daraufhin waren wir beim Augenarzt, der aber nichts feststellte (120 % auf dem einen Auge, 116 % Sehkraft auf dem anderen Auge). Ich war sehr verunsichert, deshalb bekam mein Sohn die Tropfen, bei denen das Untersuchungsergebnis ganz genau sein sollte. Auch hierbei fand der Arzt nichts!
Was können wir tun?


Viele Grüße


Tina

Antworten zu diesem Thema:

Titel
Autor
Datum
OrthoptistinWien
(531 mal gelesen)
Status:

Es kann für das Leseproblem Ihres Sohnes mehrere Ursachen geben:
1., schliessen Sie sicher aus, dass kein psychischer Faktor mitspielt. Hat er vielleicht derzeit hohe Anforderungen in der Schule oder Stressbedingungen in der Familie?
2., "Augenbedingt" kann eine Weitsichtigkeit zugrunde liegen, wobei eine gute Sehschärfe diese Weitsichtigkeit aber nicht ausschliesst, denn die Kinder können diese Art der Fehlsichtigkeit oft sehr gut selbst ausgleichen. Trotzdem ermüdet das Auge speziell bei Naharbeit, wenn es ständig eine Fehlsichtigkeit ausgleichen muss -> die Folge ist Unscharfsehen. Gibt er vielleicht zusätzlich brennen, jucken, Kopfweh an? Das sind zusätzliche Zeichen für eine Weitsichtigkeit.
Die Weitsichtigkeit lässt sich aber sehr gut durch diese Eintropfuntersuchung feststellen. Wiederholen Sie vielleicht die Untersuchung bei einem anderen Augenarzt.
2., Es kann auch sein, dass er eine kindliche Störung der Naheinstellung hat. Das heisst, das Auge kann sich nicht an die nahe Distanz beim Lesen anpassen und daher sieht er unscharf. Das ist das Prinzip der Altersweitsichtigkeit bei Erwachsenen.
3., Möglich wäre auch ein verstecktes Schielen, das aber durch eine Orthoptistin/Augenarzt festgestellt werden kann, bzw kann auch die Fähigkeit zur Konvergenz (das gleichzeitige Nachinnendrehen der Augen in der Nähe um einen Punkt zu fixieren) beeinträchtigt sein.
Hoffe geholfen zu haben
lg

Tina S.
(431 mal gelesen)
Status:

Danke für Ihren Beitrag! Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass bei der Tropfenuntersuchung eine minimale Weitsichtigkeit und minimale Hornhautverkrümmung festgestellt wurde, die aber laut Arzt bei fast jedem Kind festgestellt würde! Eine Brille würde nicht benötigt, da es minimal sei! Mein Sohn klagt auch über tränende Augen, wenn er länger liest!


Gruß


Tina

OrthoptistinWien
(304 mal gelesen)
Status:

Naja, alles ist relativ. Natürlich ist eine Weitsichtigkeit bei Kindern normal, und sogar gut. Aber ab wann sie Beschwerden macht ist oft sehr unterschiedlich. Konsultieren Sie vielleicht tatsächlich noch einen zweiten Arzt und achten Sie darauf, dass das Kind mehr als einmal eingetropft wird, damit eine vollständige Cycloplegie erreicht wird. Sprechen Sie den Arzt ruhig drauf an. lg

Datum/Zeit von Autor Thema
08.02.04 19:41 Tina S. Verschwommene Sicht
09.02.04 08:35 OrthoptistinWien RE: Verschwommene Sicht
09.02.04 10:30 Tina S. RE: Verschwommene Sicht
09.02.04 11:31 OrthoptistinWien RE: Verschwommene Sicht
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