Hallo Nicole!
persönlich würde ich mich zu einer Angio-MRT entschließen. Auch bei 300 km Entfernung. Allerdings leide ich nicht unter Platzangst und daher würde mir die Entscheidung dazu natürlich leichter fallen. Ich habe gelesen dass bei dieser Methode z.B. auch die kleinste Veränderung von Blutgefäßen (Verengung o. Erweiterung) dargestellt wird die ein "normales" MRT nicht erfassen kann.
Bei mir wurde ein herkömmliches MRT und eine Dünnschicht-MRT durchgeführt. Kein Angio-MRT. Aber gut dass Du dieses erwähnt hast! Den Vorschlag werde ich bei meinem nächsten Neurologen-Termin ansprechen.
Genau wie Dir wurde auch mir nicht mitgeteilt wozu die Dünnschicht-MRT nötig ist. Selbst das Ergebnis (nämlich dass außer der Feststellung des Ödems und Schwellung des Sehnervens nichts bei raus kam) habe ich erst aus den Entlassungspapieren entnommen. Zur Begründung kann ich Dir daher leider nichts sagen. Außer dass die Dünnschicht-MRT der Orbita noch etwas länger gedauert hat als die herkömmliche (ca. 1 Std.). Allein vom Wortlaut meines Berichtes her würde ich vermuten dass auch hierbei gezielter nach kleinsten Veränderungen am Sehnerv und dem umliegenden Gewebe (z.B. Fettgewebe) gesucht werden kann. Man versteht diese Medizin-Sprache ja kaum ohne Internet
Man vermutete bei mir eine Sehnervenentzündung die mehrfach versucht wurde mit Kortison-Stoßtherapien zu behandeln. Die erste Behandlung brachte eine Besserung der Beschwerden. Aber nach ein paar Tagen kam die Symptomatik wieder. Die weiteren brachten keinen Erfolg (die Sehstörungen hatten sich sogar verschlimmert) und das VEP zeigte immer eine normale Leitfähigkeit des Sehnervens. Jetzt ist diese Theorie mitlerweile wiederlegt und man teilte mir mit dass eine Ratlosigkeit bestehen bleibt und ich durfte wieder gehen.
Mein Augenarzt hingegen vermutet wegen des grenzwertig erhöhten Eröffnungsdruckes bei der Lumbalpunktion eher "Pseudotumor cerebri". Auch wenn die STP ungewöhnlicherweise bei mir nur einseitig vorliegt. Der Neurologe teilt aber diese Vermutung nicht.
Desweiteren wurden bei mir noch eine Sonographie der Nieren und Halsschlagadern durchgeführt, eine 24-Std.-Blutdruckmessung, mehrere VEP´s, SEP, Borrelientest, Lupustest und Untersuchung der Schilddrüsen- und Glucosewerte, etc.
Evtl. ist etwas dabei dass bei Dir noch nicht untersucht wurde...
Man hat mir gesagt dass manchmal die Ursachenforschung sehr kompliziert werden kann. Leider habe ich das Gefühl dass nicht immer alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Warum auch immer...
Und da ich mich mit der jetzigen Situation nicht zufrieden geben möchte, habe ich Anfang September einen Termin bei einem anderen Neurologen zwecks Zweitmeinung. Auch meinen Augenarzt werde ich bei meinem nächsten Kontrolltermin in knapp 10 Tagen noch einmal Löcher in den Bauch fragen
Ich kann dir gerne berichten was bei den Terminen rausgekommen ist...
Was mich brennend interessieren würde ist welchem Eröffnungsdruck bei Dir die Lumbalpunktion zeigte (sofern man diese gemessen hat). Wir hoch war Dein Wert?
Bei mir waren es insgesamt drei Messungen (25 - 15 - 24).
Welche Beschwerden/Sehstörungen hast Du denn gehabt bzw. wie haben sich diese geäußert?
Sind bei Dir noch andere Untersuchungen gemacht worden?
Darf ich noch fragen in welcher Stadt Dein Neurologe praktiziert der sich auf Augenkrankheiten spezialisiert hat?
(Ich wußte gar nicht dass es dies bezüglich Spezialisten gibt...)
Aber sei froh dass Deine Beschwerden nach so kurzer Zeit wieder rückläufig sind! Je schneller eine STP verschwindet umso besser...
Solltest Du Dich für ein weiteres MRT entscheiden könnte man vllt. mit dem behandelnden Arzt besprechen ob du wegen deiner Platzangst vorher nicht etwas zur Beruhigung bekommen könntest. Ich habe gehört dass bei kleinen Kindern so etwas gemacht wird. Ansonsten würde ich an Deiner Stelle den Augenarzt zur Absicherung noch einmal fragen ob er ein weiteres MRT auch für sinnvoll hällt.
Ich drück dir die Daumen und würd mich auch über eine Rückantwort freuen!
Liebe Grüße
anomi