Startseite > Foren > Forum Augenheilkunde > R Makulaödem bei Zn Zentralvenenverschluß
Hallo,
mein Arzt hat obige Diagnose gestellt.
Mit meinem rechten Augen kann ich nur noch bedingt scharf sehen, d.h. bei einem Wort kann ich z. B die ersten beiden Buchstaben scharf sehen, die nächsten drei Buchstaben unscharf etc. sehen. Mein Arzt führte eine Angiographie mit Fluoreszein als Kontrastmittel durch. Dabei stellte er fest, daß die Vene angeschwollen ist. Weiterhin sind kleine helle wolkenartige Flächen- er bezeichnete sie als Ödeme - und kleine dunkle Flächen - er bezeichnete sie als Blutreste - zu sehen. Das Sehvermögen beträgt 50%. Ich habe bis jetzt keine Schmerzen. Erste Anzeichen der Sehstörungen begannen Anfang Dezember 2008.
Als Behandlung schlägt der Arzt eine intravitreale Therapie mit Bevacizumab (Avastin) vor. Ein Antrag auf Kostenübernahme durch die Krankenkasse wurde gestellt. Antwort liegt bis jetzt nicht vor.
1. Kann mir jemand seine Erfahrungen mit der Therapie mitteilen?
2. Kennt jemand andere Behandlungsverfahren?
Ich freue mich auf Eure Antworten.
Jagan
Guten Tag an alle interessierten Leserinnen und Leser,
ich habe heute von der GKV Nachricht erhalten, daß das Medikament "Ozurdex" in ca. 14 Tagen die Krankenkassenzulassung für die Behandlung von Venenastthrombosen erhalten soll.
Viele Grüße
Irmgard
Hallo Markus, ich habe deine Nachrichten alle bekommen. Und ich habe geantwortet. Hoffe, es ist angekommen!
Gruß
Agnes
Guten Tag, Irmgard,
herzlichen Dank für die Information.
Ergänzend sollte man vielleicht mitteilen, dass es sich um ein Kortison-Präparat handelt, das in den Glaskörper operativ eingesetzt wird.
Mit freundlichen Grüßen,
Priv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.
Sehr geehrte Frau Dr. Liekfeld,
vielen Dank für Ihre Antwort.
Könnten Sie mir bitte noch mitteilen, mit welchem Gefahrenpotential bei diesem Eingriff zu rechnen ist und wie die Erfolgsaussichten zu bewerten sind?
Über eine diesbezügliche Aufklärung würde ich mich sehr freuen, bevor ich mich wieder in den "Klinikmarathon" begebe. Ich kann ja nicht abschätzen, ob die Ozurdex-Gabe als Alternative zu Avastin bei mir indiziert ist.
Guten Abend,
zunächst einmal zur INfo, dass das Präparat wohl eher Ende des Jahres zugelassen wird - also etwas Geduld ist noch nötig.
Generell besteht bei Kortison-Präparaten die Gefahr einer Druckerhöhung im Auge (auch langfristiger), außerdem besteht bei jeder Spritze ins Auge die potentielle Gefahr einer Infektion im Auge, die wiederum für das Sehen sehr bedrohlich sein kann.
Individuell beraten (hinsichtlich spezieller Risiken und der Erfolgsaussichten) kann man Sie nur, wenn man Ihren Befund selber kennt. Wunder sind allerdings durch das Präparat nicht zu erwarten, eine 100%ige Sehschärfe ist meistens nicht zu erreichen, aber häufig eine Verbesserung.
Mit freundlichen Grüßen,
PRiv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.
Sehr geehrte Frau Dr. Liekfeld,
vielen Dank für Ihre Antwort.
Mit freundlichem Gruß
Irmgard Hilmer
Guten Tag,
inzwischen gibt es ein neues Medikament (ein Cortison-Präparat), das genau für diese Diagonose zugelassen ist. Es wird in das Auge gespritzt und wirkt dort ca. 1/2 Jahr. Es heißt Ozurdex und sollte von den Krankenkassen bezahlt werden.
Mit freundlichen Grüßen,
Priv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.
Hallo,
bei meinem Vater wurde ein Zentralvenenverschluss im rechten Auge festgestellt. Wir haben sofort reagiert und ihn innerhalb von 24 Stunden zum Arzt gebracht. Mein Vater sagt, dass sein Sichtfeld im rechten Auge ca. 50 % beträgt. Die anderen 50% sind wie ein Schleier.
Am Dienstag hatte er seine Augenoperation. Dort wurde ihm das Mittel Ozurdex "injiziert". Nach der OP hatte er enorme Schmerzen, die nun, einen Tag später, wieder nachgelassen haben. Er sieht nun einen rotierenden Balken im rechten Auge, im Bereich der "sichtbaren" 50%.
Welche Erfolgsaussichten gibt es ? Kann man sich Hoffnungen machen, dass er im rechten Auge wieder einigermaßen sehen wird ?
Wäre sehr nett, wenn mir jemand dazu antworten könnte.
Vielen Dank
Guten Tag, Helga,
inzwischen gibt es eine für dieses Krankheitsbild zugelassenes Medikament (Ozurdex - ein Kortison), das ins Auge gespritzt wird. Diese Kosten werden von den Kassen übernommen.
Mit freundlichen Grüßen,
PRiv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.
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