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Forum: Augenheilkunde

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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nerd smiley
Ich bin 70 Jahre und trage seit meinem 10. Geburtstag eine Brille für die Ferne. Mein Augenarzt würde mir eine Kunstlinse empfehlen, damit ich in der Ferne (bis etwa 2 m) gut sehen kann. Ich habe bedenken, da ich gewohnt bin, dass ich in der Nähe (5 bis 30 cm) ohne Brille gut sehe und von nun an ohne Augengläser unscharf sehen würde.
Ich kann mich mit dem Gedanken nur sehr schwer anfreunden, dass ich ohne Augengläser in der Nähe schlecht sehen werde.
Wenn ich mich für eine Kunstlinse für die Nähe entscheide, in welchem Bereich sehe ich nach der OP gut? Wie groß ist ohne Akkommodation der Bereich des guten Sehens?

Antworten zu diesem Thema:

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  • (62 mal gelesen)
  • Status: Med-Senior SternSternSternStern

Du wirst auch nach der OP eine Brille benoetigen, fuer den von der Linse nicht scharf abgebildeten Entfernungsbereich. Wenn du lieber in der Naehe gut sehen willst, laesst du dir eine entsprechende Linse einsetzen und traegst weiterhin eine Brille fuer die Ferne.
Ich verstehe nicht, warum dir der Augenarzt eine Linse fuer die Ferne einsetzen will.

  • (36 mal gelesen)
  • Status: Experte

Guten Tag,
ich bin grundsätzlich eher ein Freund davon, bisher kurzsichtige Patienten auch nach der Linsenoperation wieder leicht kurzsichtig werden zu lassen - genau aus dem Grunde, den Sie schildern: Sie sind es gewöhnt, in der Nähe ohne Brille scharf sehen zu können (der Abstand für das schärfste Sehens hängt von der Linsenberechnung ab). Wenn Sie eine Linse wählen, mit der Sie eher in der Ferne scharf sehen, können Sie vermutlich ohne Brille auch noch in 1-2 Meter Abstand scharf sehen (auch das je nach genauer Berechnung der Linse).
Eine Akkommodation ist mit einer Kunstlinse grundsätzlich nich möglich, da die Linse ihre Form nicht verändert. Allerdings entsteht eine "Pseudoakkommodation" durch die Pupillenverengung, eine mögliche leichte Kurzsichtigkeit, eine mögliche leichte Stabsichtigkeit und andere Faktoren.
Alternativ sind sogenannte Multifokallinsen möglich, durch die man eine Brillenunabhängigkeit erlangen kann. Die machen jedoch nur Sinn, wenn die Brillenunabhängigkeit treibender Wunsch beim Patienten ist, da sie einen optischen Kompromiss bedeuten.
Mit freundlichen Grüßen,
Priv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.

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