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Hallo liebe Experten,
nach letzter Untersuchung beim Augenarzt (neue Brille) wurde zu meinem Schrecken
festgestellt, dass sich gegenüber der letzten Untersuchung vor ca.3 Jahren eine starke
Reduzierung der Sehkraft durch Schäden an der Endothelschicht der Hornhaut (beide Augen) ergeben hat. Nach Meinung des Arztes müsse ich mich damit abfinden, dass in
Kürze nur noch eine Hornhauttransplantation helfen könne.Es gäbe auch keine sinnvollen
Gegen-Maßnahmen medikamentöser oder anderer Art ,um eine Verbesserung bzw. Konservierung des Zustandes zu erreichen . Nach Durchsicht entsprechender Literatur fällt
mir auf, dass die üblichen Beschreibungen dieses Defektes bei mir nicht zutreffen :
erhöhtes Blendungsgefühl, eingetrübtes Sehen, unterschiedliches Sehen am Morgen gegenüber am Abend (Wasser einschluss). Generell habe ich diese Verschlechterung in
keiner Weise bemerkt(trotz aktiver Lebensweise). Deshalb habe ich folgende Fragen:
- gibt es anstelle einer Endotheldystrophie auch andere Ursachen ?
- falls die Dystrophie zutrifft, gibt es ausser Transplatation auch andere Therapien ?
Hallo,
habe selbst Endotheldystrophie. War in Greifswald, Rostock, Hamburg, Rendsburg und Berlin in den entsprechenden UNI-Augenkliniken. Bin 10 Jahre damit rumgerannt. Per Zufall, weil ich dort gearbeitet habe, bin ich dann noch mal in Kiel von Dr. Nölle(0431 597 24 20) untersucht und später auch operiert worden. Dort wird nicht die ganze Hornhaut transplantiert sondern nur ein Teil (wenn möglich). Die OP ist viel schonender als eine komplette Transplantation. Hier wird das Transplantat auch nur verwendet, wenn zu es zu deinem Typ passt. Andere Kliniken machen das nicht. Es ist ein sehr junges Verfahren. Es gibt kaum Erfahrungen damit. Aber das Auge muss nicht komplett eröffnet werden und wenn es schief geht bleibt immer noch die komplette Transplantation.
Dr. Nölle ist der richtige Mann für den Job. Wenn man von ihm behandelt wird spürt man das.
Die einzige Behandlung dieser Erkrankung ist eine Transplantation.
Guten Tag,
ich gehe davon aus, dass die Diagnose korrekt ist. Eine andere Diagnose kann nur durch Untersuchung Ihrer AUgen ausgeschlossen oder festgestellt werden, eine Ferndiagnose ist nicht möglich.
Grundsätzlich sollte versucht werden, den Augendruck möglichst niedrig zu halten (z.B. mit Augentropfen), um die Endothelzellen möglichst zu entlasten und dadurch den Zustand lange hinauszuzögern. WEnn eine deutliche Sehverschlechterung eintritt, ist die Therapie-Option tatsächlich nur eine Hornhautverpflanzung, wobei auch lediglich die innerste Schicht transplantiert werden kann, was den Heilungsverlauf und die SEhprognose verbessert.
Mit freundlichen Grüßen,
Priv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.
Guten TAg,
herzlichen DAnk für den Hinweis. Es handelt sich dabei vermutlich um die Methode der DMEK. Inzwischen gibt es durchaus auch andere Augen-Operateure außerhalb Kiels, die diese Methode gut beherrschen. Es ist jedoch wichtig - so, wie Sie es beschreiben -, dass man sich beim behandelnden Arzt in den richtigen Händen fühlt.
Mit freundlichen Grüßen,
Priv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 30.04.09 17:13 | hafarm | |
| 02.01.12 10:14 | JensKarlBartelt | |
| 07.01.12 16:56 | Liekfeld. | |
| 07.01.12 16:53 | Liekfeld. |
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