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Forum: Augenheilkunde

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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(586 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

Unser Augenarzt hat meinem Sohn heute eine Brille verschrieben.Er hat eine Hornhautverkrümmung. Cyl - 1.00, Achse 125 und Cyl. - 0.75, Achse 20. Bei meiner Tochter war im gleichen Alter (fast 2,5 inzwischen 6,5, braucht immer noch keine Brille) auch durch Weitstellung der Pupillen eine Hornhautverkrümmung festgestellt worden (gleicher Arzt). Bei ihr meinte er, sie sieht so gut, da braucht sie keine Brille. Unser Sohn sieht auch sehr gut, meinen wir als Eltern, da er sehr viele Details wahrnimmt und auch aus großer Entfernung Dinge erkennt. Beim Sehtest hatte er aber keine Lust und hat nur Blödsinn erzählt und dabei gelacht, daher der Test mit den Tropfen. Bei ihm ist die Hornhautverkrümmung aber angeblich so hoch, dass er nur 50 % Sehkraft hat und sich zu stark anstrengen muss. die Werte kommen mir gar nicht so hoch vor. Ist das wirklich eine so starke Hornhautverkrümmung, bei der er eine Brille tragen muss? Er ist gerade in einer schwierigen Trotzphase, da stelle ich mir die Gewöhnung sehr schwierig vor.
LG steffi2707

Antworten zu diesem Thema:

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(283 mal gelesen)
Status: Med-Insider SternSternStern

Hallo, eine Hornhautverkrümmung von 1,00 bzw. 0.75 dpt. ist tatsächlich erstmal nicht sehr viel. Das Problem bei Ihrem Sohn liegt jedoch darin, dass die Achse, in der sich diese Hornhautverkrümmung befindet, nicht etwa senkrecht (90°) oder waagerecht (0°) ist, sondern schräg (125° und 20°). Dies hat zur Folge, dass auch bei einem geringeren Ausmaß die Sehschärfe deutlicher reduziert wird. Meines Erachtens ist Ihr Sohn ein Grenzfall. Wäre er in einem schulpflichtigen Alter, wäre es absolut ratsam, die Brille zu tragen. Mit 2 oder 3 Jahren, meine ich jedoch, sollte man die Messung in 3-4 Monaten nochmals überprüfen. Wenn dann ähnliche Werte ermittelt werden, kann man davon ausgehen, dass früher oder später eine Brille notwendig werden wird. Auch ist darauf zu achten, dass keine funktionelle Schwachsichtigkeit entsteht, eine sog. "Amblyopie". Bereits zur Vorbeugung dieser Störung sollte dann eine Korrektur zumindest beim Fernsehen, Lesen etc. getragen werden.

(161 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

Hallo,
Ich habe ein Paar Fragen an Sie, da Sie sich anscheindend gut mit Hornhautverkrümmng auskennen.


Können Sie mir etwas genaueres Zu folgenden Werten sagen?


Rechts: 0,25 Sphäre
Links: 0.00 Sphäre, Zylinder -2.00, Achse 90°


Das sind die Werte meiner 2,5 Jährigen Tochter Nora.
Der Augenarzt sagt,dass Nora definitiv eine Brille brauch. Und Dass das Rechte Auge abgeklebt werden muss.


Wenn sie Jetzt keine Brille tragen würde, würde es dann schlimmer werden?
und wie lange wird das Auge in der Regel abgeklebt?


Ich Danke Ihnen schonmal und würde mich über Antwort freuen.

(184 mal gelesen)
Status: Med-Insider SternSternStern

Hallo, Ihre Tochter benötigt eine Brille, und dies sicherlich dauerhaft. Bei der bestehenden Unterschiedlichkeit ist ebenfalls eine Okklusionsbehandlung angezeigt, die Ihr Augenarzt ja bereits empfohlen hat. Der Rhythmus des Zuklebens hängt von der bestehenden Sehschärfe ab, die Ihre Tochter mit Korrektur auf ihrem schlechteren Auge erreicht. Möglicherweise genügt momentan ein Abkleben für einige Stunden täglich, am besten zum Fernsehen oder bei visuellen Tätigkeiten. Ihr Augenarzt kann dies jedoch am Besten beurteilen, da er die Befunde kennt.


Wenn Ihre Tochter jetzt keine Brille tragen würde und auch keine Okklusionsbehandlung durchgeführt würde, würde sich die Sehschärfe des schlechteren Auges nicht mehr wesentlich weiter entwickeln. Je älter Kinder werden, desto weniger hilft eine später einsetzende Behandlung. Der frühe Behandlungsbeginn ist deshalb ganz entscheidend. Wenn die Kinder in die Pubertät kommen, ist eine Behandlung in der Regel nutzlos. Dies ist besonders dann von entscheidender Bedeutung, sollte dem besseren Auge durch Krankheit oder Unfall etwas zustossen. Eine konsequente Behandlung in Form von Brille und Okklusion ist deshalb unerlässlich.

Liekfeld.
(155 mal gelesen)
Status: Experte

Guten Tag,
das ist sicher ein grenzwertiger Bereich, so dass man auch überlegen könnte, die Werte nach einigen Wochen bis Monaten noch einmal zu überprüfen.
Mit freundlichen Grüßen,
PRiv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.

Liekfeld.
(125 mal gelesen)
Status: Experte

Guten Tag,


diesbezüglich haben Sie ja bereits eine sehr kompetente Antwort erhalten. Auch ich kann nur unbedingt unterstützen, dass das Tragen der Brille und ein "Abkleben" des besseren Auges (in einem bestimmten Rhythmus) nötig sind.


Mit freundlichen Grüßen,
PRiv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.

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