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Forum: Augenheilkunde

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (204 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

ei unserer 5 jährigen Enkelin wurde eine extreme Sehschwäche von +8,25 Dioptrien und eine Hornhautverkrümmung beim Augenarzt festgestellt. Seltsamerweise hatten wir bis zur letzten U- Untersuchung keinerlei Verdacht auf eine Sehschwäche, ganz im Gegenteil, sie ist sehr geschickt für Ihr Alter, malt und bastelt sehr gerne, auch die kleinsten Dinge, ist sehr sportlich und motorisch sehr gut entwickelt. Nach unserem Bemessen kann sie sehr gut sehen. Wie ist soetwas möglich ?
Wir sind sehr verunsichert und hätten gerne eine 2. Meinung. Wir sind sehr verzweifelt. Vielen Dank

Antworten zu diesem Thema:

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  • (115 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo,
erstmal zu Ihrer Beruhigung: Weitsichtigkeit (auch eine hohe) ist keine Krankheit oder Sehschwäche, sondern ein Brechungssfehler des Auges. Dieser kann und sollte mit einer Brille korrigiert werden. Dasselbe gilt für die Hornhautverkrümmung.
Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung führen jedoch zu unscharfem Sehen.
Bei kleinen Kindern kommt aber eine Besonderheit dazu, nämlich die Fähigkeit zur Akkomodation. Grob gesagt, das Scharfstellen der Augen. Diese Fähigkeit nimmt jedoch mit zunehmenden Lebensalter ab.
Sie ist jetzt allerdings der Grund, warum Sie nie den Eindruck hatten, dass Ihre Enkelin schlecht sieht. Kinder sind wahre Meister der Akkomodation. Allerdings ist das auf Dauer anstrengend.
Sie sollten sich daher keinerlei Vorwürfe machen. Auch damit, dass Ihre Enkelin bei den U-Untersuchungen nie auffällig war, stehen Sie sicherlich nicht allein.
Wichtig ist jetzt die richtige Brillenkorrektur, damit sich die Augen entspannen können.
Alles Gute

  • (77 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo pukkie.
Vielen lieben Dank für Ihre schnelle Antwort. Es kann ja jetzt eigentlich nur noch besser werden. Eine schicke Brille, die beginnende Sehschule. Zuerst der Schock aber jetzt heißt es optimistisch in die Zukunft blicken. Gruß Omi2011

  • (74 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo,
in der Sehschule wird sicherlich alles nochmals geprüft.
Eine Sehschwäche liegt erst dann vor, wenn trotz Brillenkorrektur kein altersgemässer Visus (Sehschärfe) erreicht wird. Dies wird mittels Sehtests überprüft.
Für die meisten Eltern/Grosseltern ist es wahrscheinlich erstmal ein Schock, besonders dann, wenn es keine oder wenige Brillenträger in der Familie gibt (oder erst ab "fortgeschrittenen" Lebensalters). Falls Geschwister vorhanden, würde ich diese vorsichtshalber auch einem Augenarzt vorgestellen.
Ansonsten ran an die schicken Brillen...
Auch für die Zukunft Ihrer Enkelin ist es im Hinblick auf die Einschulung besser, dass die Fehlsichtigkeit jetzt entdeckt wurde. Oft wird diese erst bei der Einschulung festgestellt und ein neuer Lebensabschnitt eines Kindes überlagert sich mit dem "Tragenmüssen" einer Brille. So können auch von vorneherein Startschwierigkeiten durch schlechtes Sehen beim Lesen und Schreiben vermieden werden, was einem Kind die Lust am Schulbesuch versalzen kann.
Und Dank Harry Potter sind Brillen auch nicht mehr uncool...
Alles Gute und viel Erfolg in der Sehschule
Ach ja, wenn Sie Zweifel haben, eine 2. Meinung schadet dann meiner Meinung nach nie.

  • (80 mal gelesen)
  • Status: Experte

Guten Tag,
grundsätzlich ist eine Weitsichtigkeit kein Grund zur Verzweiflung. Kinder können das häufig gut kompensieren, allerdings ist diese Stärke relativ groß. Das sollte ggf. mit einer Brille zur Unterstützung vor allem beim Lesen versorgt werden. Wenn allerdings die Sehschärfe Ihrer Enkelin gut ist und sie keine Beschwerden hat, muss man nichts überstürzen.
Mit freundlichen Grüßen,
Priv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.

  • (61 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Hallo Omi2011,


ich kann Ihren Schock nachvollziehen, denn bei meiner Tochter wurden mit 4 Jahren bei der regulären U8 Auffälligkeiten festgestellt, die uns einen Augenarztbesuch machen ließen. Auch wir haben nichts bemerkt, wirklich GAR nichts. Ok, sie malte nicht gern, aber das haben wir nicht überbewertet, weil sie anderweitig fit war und gern mit anderen Dingen spielte..


Die Werte schockten mich und ließen mich eine zweite Meinung einholen, die genauso ausfiel.. die dritte Meinung der Augenklinik und der dort befindlichen Sehschule gab es uns schwarz auf weiß. Hoffe ich verwechsle links und rechts nicht... Li: +12,25 dpt und Re. +11 dpt.


Für mich war es wichtig, dass sie ihre Brille selbst aussuchen kann, und das darf sie immer wieder, weil sie diese tragen muss. Und das tut sie seitdem. Mittlerweile sind seitdem 2 Jahre vergangen. Ein Jahr oder anderthalb haben wir abkleben müssen, damit das schlechtere Auge aufholt. Das lief gut, sodass wir nun Klebepause haben.
Die Werte wurden besser. Mittlerweile ist sie bei Li. +9,5 und Re. +9,0 angekommen. Für mich ein Fest! Sie liebt ihre Brille. Sie ist das erste, was sie morgens in die Hand nimmt und abends setzt sie diese erst im Liegen ab.


Es gibt tolle Brillen und in diesem Alter erreicht man noch sehr sehr viel durch eine Korrektur mithilfe einer Brille. Wir müssen alle 3 Monate in die Augenklinik. Halbjährlich wird getropft und entsprechend die neuen Werte bestimmt.


Alles Gute, es wird sicher besser werden!!!


LG Bäumchen

  • (29 mal gelesen)
  • Status: Experte

Guten Tag,
kleine Kinder können auch eine recht starke Weitsichtigkeit noch häufig kompensieren, so dass ein schlechtes Sehen nicht auffällt. Dennoch wird vermutlich eine Brille sinnvoll sein. Dies ist allerdings kein Grund zum Verzweifeln. Eine Weitsichtigkeit bildet sich meistens beim Heranwachsen noch zurück.
Mit freundlichen Grüßen,
Priv.-Doz. Dr. A. Liekfeld.

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