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Hallo Frau Dr. Pipping,
hallo liebe Leser,
ich habe vor einem halben Jahr schon mal geschrieben. Ich bin 36 Jahre alt und leide an einer schizo-affektiven Psychose. Ich bin mit Medikamenten – ich nehme 10 mg Abilify morgens und 600 mg Seroquel zur Nacht- seit 2 Jahren stabil.
Ich bin 99 das erste Mal erkrankt und habe 2 Jahre lang Zyprexa genommen. Dann habe ich es mit Zustimmung der Ärztin abgesetzt. Nach 1 Jahr hatte ich dann einen Rückfall. Seitdem nehme ich durchgängig Neuroleptika. Ich hatte aber unter Seroquel als Monotherapie zweimal einen Rückfall aufgrund starken Stresses (Psychoterror durch meinen Exmann, den ich mir nicht krankheitsbedingt nur eingebildet habe!)
Seit ich zusätzlich zu Seroquel Abilify einnehme, bin ich stabil.
Seit einiger Zeit hege ich nun einen starken Kinderwunsch.
Bis vor kurzem hat meine Ärztin noch gesagt, wenn ich schwanger werden wolle, solle ich die Medikamente die ersten drei Monate absetzen und für die Zeit in eine Klinik gehen. Jetzt meint sie jedoch, da ich trotz Medikamente Rückfälle hatte, könnte ich die Medikamente nicht absetzen. Und mit Medikamenten sei das Risiko einer Fehlbildung zu groß.
Ich hatte mich bereits damit abgefunden, dass ich keine Kinder bekommen kann.
Jetzt hatte ich kürzlich einen Termin bei einem Arzt, der mich im Krankenhaus vor 2 Jahren behandelt hat. Der hatte zu dem Thema eine ganz andere Meinung.
Der Kinderwunsch wäre ein wichtiger Punkt im Leben einer Frau , den ich mir durch die Krankheit nicht zerstören lassen sollte.
Er war auch der Ansicht, dass ich die Medikamente weiternehmen sollte, weil ein Rückfall schädlicher wäre als wenn ich trotz Schwangerschaft die Medikamente weiternehmen würde.
Ich sollte die Schwangerschaft aber planen und schon vorbeugend 5 mg Folsäure pro Woche einnehmen. Das würde die Wahrscheinlichkeit einer Fehlbildung reduzieren.
Das Risiko einer Fehlbildung wäre außerdem immer gegeben und durch die Medikamente würde das Risiko nicht so viel höher, wie man vielleicht meinen würde.
Außerdem könnte man durch eine Fruchtwasseruntersuchung Fehlbildungen feststellen. Er an meiner Stelle würde sich auf eine Schwangerschaft einlassen.
Jetzt bin ich ziemlich verunsichert und weiß nicht, wie ich mich verhalten soll.
Hat jemand Erfahrung in Bezug auf Neuroleptika und Schwangerschaft?`
Fragen an Frau Dr. Pipping:
Gibt es Erfahrungen über Schwangerschaften unter der Gabe von Neuroleptika vielleicht sogar unter Seroquel oder Abilify?
Inwieweit ist ein Rückfall schädlicher als die Medikamente in der Schwangerschaft weiter zu nehmen? Oder ist es vielleicht doch besser, die Medikamente zumindest 3 Monate lang abzusetzen?
Wie hoch ist das Risiko einer Fehlbildung und kann man es durch die Einnahme von Folsäure wirklich deutlich senken?
Was für Arten von Fehlbildungen können durch Seroquel und Abilify hervorgerufen werden und kann man sie durch Fruchtwasseruntersuchungen oder ähnliches feststellen?
Kommt es eher zu Fehlbildungen oder vielleicht doch eher zur Frühestfehlgeburt bzw. kommt erst gar keine Schwangerschaft zustande?
Vielen Dank,
tessa112
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 30.05.07 15:11 | tessa112 |
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