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Sg. Frau Dr. Pipping!
Ich nehme jetzt seit 5 Wochen Endoxan mit einer täglichen Dosierung von 200 mg. Mich plagt aber wie zuvor in der Stoßtherapie unheimliche Übelkeit. Die in den letzten Tage wieder stark zunimmt. Mit dem Medikament Zofran das ich einmal am Tag nehme kommt es wenigsten nicht mehr zum Erbrechen. Allerdings kann ich kaum essen , vorallem wenn das Essen riecht . Nun zu meiner Frage : Gibt es ein Medikament das länger wirkt als Zofran oder kann man das ev. auch 2 mal am Tag nehmen. Mein behandelnder Arzt is zur Zeit (noch 14 Tage) auf Urlaub. Meine Diagnose : Morbus Wegener
Herzlichen Dank für Ihr Bemühen
Liebe Grüße
Alexander
Hallo Alex!
Bis Dein behandelnder Arzt zurück ist, empfehle ich Dir, in das nächste Lebensmittelgeschäft zu gehen um Dir Ingwer gegen Erbrechen zu besorgen. Entweder in Form von Pulver oder noch besser frisch als Wurzel. Du kannst an der Wurzelknolle lutschen (Achtung: sehr scharf!) oder Dir das Pulver einfach in den Mund Schütten. Weitere Anwendungsmöglichkeiten: Siehe unten!
Hier die Hintergründe zu dessen Wirksamkeit:
Serotonine sind körpereigene Botenstoffe. Bei der Entstehung von Übelkeit und Erbrechen spielen sie eine entscheidende Rolle, indem sie im Gehirn das Brechzentrum aktivieren, welches dann das Brechgefühl auslöst. Ein lebenswichtiger Mechanismus, der beispielsweise bei einer Magen-Darm-Verstimmung dazu führt, dass der Körper schädliche Bakerien oder Stoffe schnell wieder ausscheiden kann.
Das Antiemetikum ist in der Lage, das s.g. Serotonin, ein Hormon, das u.a. im Darm vorkommt, zu neutralisieren. Dadurch wird das Brechzentrum im Gehirn nicht mehr unnötig aktiviert.
Ingwer wird gegen Übelkeit empfohlen, er besitzt eine antiemetische Wirkung. Die gelbe Knolle, die Du unter diesem Namen vielleicht schon gesehen hast, ist der Wurzelstock der tropischen Pflanze Zingiber officinalis. Ingwer enthält viele verschiedene ätherische Öle, so auch Gingerole. Sie wirken antiemetisch, da sie im Darm als Gegenspieler zu Serotonin fungieren. Ingwer gibt es in vielen Formen, so z.B. frisch für die Zubereitung von Tees oder in Form von Kapseln zum Einnehmen.
Mit freundlichen Grüssen; Nuggischbuggr.
Hallo Alex!
Ich nochmals. Noch eine Ergänzung:
Von der Chemotherapie werden ja die Zellen der Darm-Schleimhaut geschädigt. Bei deren Zerfall kommt es zur Ausschüttung von Serotonin, welches ja wie oben beschrieben durch Aktivierung des Brechzentrums die Übelkeit auslöst. Diese dient jedoch nicht zum Schutz des Körpers, sondern stellt eine unerwünschte Nebenwirkung dar. Dies im Gegensatz zur Magen-Darm-Infektion, wo die Übelkeit und das Erbrechen lebenswichtig sein können.
Alles Gute und viel Kraft!
MfG; Nuggischbuggr.
Hallo Alexander,
Zofran kann nur in Ausnahmen zwei Mal am Tag eingenommen werden und nur unter bestimmten Voraussetzungen, die nur der Arzt feststellen kann. Wenn Sie innerhalb der Zeit der Abwesenheit Ihres Arztes dringend Hilfe brauchen, dann bitten Sie einen anderen Arzt, der Ihre Krankengeschichte kennt, um eine Entscheidung bezüglich der Dosierung.
Es gibt inzwischen auch die Alternative Dronabinol gegen das Erbrechen. Sie könnten Ihren Arzt fragen, wenn er wieder zurück ist, ob die Behandlung mit Dronabinol für Sie in Frage käme.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Heike Pipping
Herzlichen Dank für ihre Antwort. Ich werde mich bei meinem Arzt erkundigen. Leider kennt sich die Vertretung meines Arztes nicht mit meiner Erkrankung aus. Ich werde aber versuchen die Zeit zu überbrücken. Werde das mit Ingwer versuchen.
Liebe Grüße
Alexander
Herzlichen Dank ich werde es ausprobieren!
Liebe Grüße Alexander
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 21.10.04 01:35 | Alex82 | |
| 22.10.04 07:50 | Nuggischbuggr | |
| 22.10.04 08:06 | Nuggischbuggr | |
| 23.10.04 01:58 | Alex82 | |
| 22.10.04 22:44 | Dr. Pipping | |
| 23.10.04 01:57 | Alex82 |
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