Startseite > Foren > Forum Arzneimittel & Arzneitherapie > Atropin 2 %
Hallo - ich erhalte für meine bestehende chronische Uveitis Atropin 2 % - gedacht zur Vermeidung einer Pupillenverklebung und Regulierung des Augeninnendruckes (ist immer viel zu niedrig 0-4). Das Krankenhaus hat mir die ersten paar Rezepte ausgestellt, seither der Hausarzt bzw. alle in Abwechslung.
Meine Apothekerin, die prinzipiell als nicht sehr freundlich einzustufen ist, fragt mich seither immer "2% - warum soviel?". Auf meine Frage, was denn normal sei, habe ich bisher keine klärende Äußerung erhalten.
Was ist denn normal? Atropin ist mit anderen Augentropfen eine Dauertherapie - muss ich mir über dieses hochprozentige Atropin Sorgen machen?
Vielen Dank!
mfG
Nairobi
Hallo Nairobi!
Schiess Deine Apothekerin auf den Mond! Deine Ärzte werden bestimmt wissen, was sie machen. So hoffe ich mal... Du bist ja bestimmt auch auf die Toxizität aufmerksam gemacht worden, welche in zu hoher Dosierung entstehen kann.
Interessant zu wissen wäre auch die Ursache Deiner Erkrankung. Stehen doch oft Infektiöse Geschehen hinter einer chronischen Uveitis, wie zum Beispiel Herpes, Lyme-Borreliose und weitere oder auch Autoimmunprozesse.
Eine mit der Uveitis verbundene systematische Erkrankung tritt oft erst viele Jahre später auf oder ist wie die Lyme-Borreliose schwierig zu diagnostizieren.
Falls mal eine Ursache bekannt ist, entfiele die Anwendung von Atropin und Du könntest Deine Apothekerin wieder vom Mond herab holen.
Mit freundlichen Grüssen; Nuggischbuggr.
Hallo Nuggischbuggr - ja - du hast Recht, vielleicht ist es am Mond wirklich nett.
Meine chronische Uveitis geht einher mit einer chronischen Polyarthritis - und das alles schon jahrelange, wenn nicht schon Jahrzehnte. In der Uveitis-Ambulanz fühle ich mich bestens aufgehoben und hab keinerlei Zweifel an der Behandlung und an der Vorschreibung von Atropin.
Nur - diese Apothekerin nervt und die würd ich gerne mal belehren .... :o)
Danke für deine Nachricht.
mfG Nairobi
Hallo,
Atropin wird in der Konzentration von 0,5 bis 2 % angewendet (Quelle: Praktische Arzneitherapie, Frölich/Kirch). Damit sind die 2% nicht außergewöhnlich.
Vielleicht ist die Frage der Apothekerin so gemeint, ob eine niedrigere Dosierung vielleicht ausreichen könnte und weniger mögliche Nebenwirkungen verursachen würde. (?)
Aber, da die 2% im üblichen Bereich liegen und Sie eine Verordnung von einem Facharzt haben, wäre die Bemerkung dazu eher nicht notwendig.
Wiederholte Unfreundlichkeit wäre für mich ein Grund, das Rezept in einer anderen Apotheke einzulösen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Heike Pipping
Liebe Frau Pipping - danke für die Antwort - jetzt ist mit schon wohler. Diese Apothekerin hat es doch tatsächlich geschafft mich zu verunsichern.
Ja - Apotheke wechseln wäre gut, meine cP schränkt aber meinen Bewegungsumkreis sehr stark ein - und daher ist mir die Nähe zu dieser Stelle am wichtigsten.
Vielen Dank - Nairobi
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 21.10.04 15:18 | Nairobi | |
| 22.10.04 10:16 | Nuggischbuggr | |
| 22.10.04 11:05 | Nairobi | |
| 22.10.04 11:37 | Dr. Pipping | |
| 22.10.04 12:09 | Nairobi |
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