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Forum: Arzneimittel & Arzneitherapie

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (15601 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo,


ich nehme seit 1 Jahr Trevilor bzw. Venlafaxin 150 mg retard. Vertrage es sehr gut.
Jetzt will ich langsam absetzen, weil meine Depression vorbei es und ich stabil bin.
Überall steht, langsam runterdosieren, aber es gibt gar keine Möglichkeit, kleine Schritte zu machen.


Problem: Es gibt keine Darreichungsform, die ein langsames Absetzen ermöglicht. Teilen ist nicht möglich, weil die Einnahme in den Originalretardkapseln erfolgen muss! Die Apotheke kann das auch nicht teilen, weil dort nur Gelkapseln verwendet werden, die nicht retard wirken.


Trevilor/ Venlafaxin retard gibt es in 150 mg - 75 mg - das wars
Trevilor/ Venlafaxin einfach gibt mit 37,5 mg


Frage:
Muss ich wirklich nur auf 75 mg und dann auf 0? Das ist doch nicht schrittweise.
Oder kann man die Retard Kapseln mit den nicht Retard 37,5 mg zusammen nehmen?
Wer hat damit Erfahrung. Danke für eine Antwort.


adani

Antworten zu diesem Thema:

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  • (4515 mal gelesen)
  • Status: Med-Senior SternSternSternStern

adani schrieb:



> Hallo,
>
> ich nehme seit 1 Jahr Trevilor bzw. Venlafaxin 150
> mg retard. Vertrage es sehr gut.
> Jetzt will ich langsam absetzen, weil meine
> Depression vorbei es und ich stabil bin.
> Überall steht, langsam runterdosieren, aber es
> gibt gar keine Möglichkeit, kleine Schritte zu
> machen.
>
> Problem: Es gibt keine Darreichungsform, die ein
> langsames Absetzen ermöglicht. Teilen ist nicht
> möglich, weil die Einnahme in den
> Originalretardkapseln erfolgen muss! Die Apotheke
> kann das auch nicht teilen, weil dort nur
> Gelkapseln verwendet werden, die nicht retard
> wirken.
>
> Trevilor/ Venlafaxin retard gibt es in 150 mg -
> 75 mg - das wars
> Trevilor/ Venlafaxin einfach gibt mit 37,5 mg
>
> Frage:
> Muss ich wirklich nur auf 75 mg und dann auf 0?
> Das ist doch nicht schrittweise.
> Oder kann man die Retard Kapseln mit den nicht
> Retard 37,5 mg zusammen nehmen?
> Wer hat damit Erfahrung. Danke für eine Antwort.
>
> adani
Hallo sprechen sie mit ihrem Arzt darüber, denn er kann ihnen beim Absetzen sicher besser helfen. MFG

  • (3350 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo Willi,


danke für die Reaktion. Ich spreche immer mit meiner Ärztin, aber an den Darreichungsformen kann auch sie nichts ändern. Ich habe gehofft, jemand hat damit schon Erfahrungen und kann mir dazu etwas berichten.
Schöne Grüße adani

  • (2644 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo adani,


es ist schon 1 Jahr her aber vielleicht hast du ja inzwischen eine gute möglichkeit gefunden Trevilor abzusetzen? Ich nehme seid knapp 2 Jahren 150mg zu mir. Seid heute fange ich an die Dosis etwas runterzusetzen. Mit absprache meines Arztes nehme ich nun 3 Wochen lang täglich Venlafaxin retard 75mg+Venlafaxin einfach 37,5mg zusammen. Ich bin noch relativ jung und habe ziemlich angst vor den nebenwirkungen. Schon vor 2 Jahren als ich anfing die Tabletten zu nehmen hatte ich Nebenwirkungen, diese sind aber nach ein Paar wochen abgeklungen. Ehrlich gesagt will ich das ganze nicht noch einmal durchmachen, geschweige denn in diese schlimmen Depressionen zurückfallen. Ich fühl mich irgendwie hilflos.
Naja, liebe Grüße
Nina

  • (2984 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo Nina!


Ich bin auch gerade dabei das Medikament abszusetzen und möchte kurz meine Erfahrungen schildern. Als ich die Dosis von 150mg auf 75mg runtergesetzt habe, merkte ich überhaupt keine Absetzerscheinungen. Daher habe ich einen Monat später die Dosis von 75mg gleich auf 0 gesetzt aber dann doch gemerkt, daß es doch nicht ganz so einfach ist. Ich hatte die bekannten stromähnlichen Erscheinungen an Kopf, Nacken und Wirbelsäule.
Das hört sich aber schlimmer an als es ist, denn es ist eignetlich nicht schmerzhaft sondern nur unangenehm. Was mir allerdings zu schaffen machte, waren die Kopfschmerzen und das Schwindelgefühl. Daher habe ich mir Leerkapseln geholt und aus den Retardkapseln 35mg Dosierungen gemacht. So sind die Nebenwirkungen gleich verschwunden. Nach einer Woche habe ich wieder halbiert auf 17,5 und dann auf 9mg. Bei 9mg wurde es wieder etwas schwieriger und ich mußte an manchen Tagen zwei davon nehmen. Im Moment nehme ich die nur noch wenn Kopfschmerzen/Schwindel kommen.
An psychischen Erscheinungen ist mir Folgendes aufgefallen: Es kamen gerade anfangs ungewöhnliche "rührseelige" Gefühle hoch, die jedoch bald verschwanden. Was bei mir sehr ausgeprägt war, waren die Aggresionen, was mir gerade am Arbeisplatz auffiel, wo ich mich wegen Kleinigkeiten doch reinsteigerte und aggresiv verhielt, das läßt aber mitlerweile auch nach.
Ich möchte jedem Mut machen, es ist nicht so schlimm wie man aus manchen Beiträgen denkt. Was mir denke ich auch sehr geholfen hat ist der achtsame und gleichmüte Umgang mit dem ganzen. Man sollte es eher als Herausfordeung oder Experiment betrachten und sich seinen Emotionen gegenüber noch toleranter und achtsamer sein als gewöhnlich. Ich kann jedem ein Achtsamkeitstraining empfehlen, wie es in verschiedenen Meditationszentren z.B. angeboten wird.


Viel Glück
Gonzo

  • (1536 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo Gonzo,


nach fast einem Jahr kannst Du mir sicher sagen, wann die Absetznebenwirkungen aufhören. Bei mir dauern sie schon 2 Wochen. Am schlimmsten finde ich den andauernden Schwindel. fühle mich, als wäre nur noch mein halbes Hirn vorhanden. Muss aber weiter arbeiten, volle Leistung bringen usw.


Wie lange dauerts noch?


Schon mal Danke und Grüße,


Vivienne

  • (1736 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo Vivienne,


der Schwindel ist in der Tat sehr lästig. Ich hatte beim Absetzen das Gefühl, ich bin so ganz gleichmäßig unter Reizstrom, mein Hirn ist wie Watte und mir war sehr schwindlig und übel.
Auch, wenn nicht jeder das als HIlfe empfindet...
Das Einzige, was mir half, war Ablenkung. Ich habe meinen Keller aufgeräumt, Sachen sortiert, gesungen, alles, aber nicht still gesessen. Und dann bin ich zeitig ins Bett.
Dummerweise hatte ich diese ganzen Nebenwirkungen, als ich meinen neuen Job antrat. Aber ich habe es geschafft. So nach 3 Wochen normalisierte sich alles und wurde mit jedem Tag leichter.
Halte durch und versuche, nicht alles so wahrzunehmen.
Vertraue dir und deiner Kraft.
Ich wünsche dir ganz viel Durchaltevermögen, gute Menschen an deiner Seite, die dich unterstützen und vergiss nicht, dich immer wieder angemessen zu belohnen. Wer tapfer ist, soll es auch gut haben. :-)
Ich sende dir ganz viel positive Energie.
Alles Gute
adani

  • (371 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Zitat:
adani
Hallo,nun ich nehme auch die trevilor nun ich habe 2 mal am tag 150 mg eingenomen nun ich nehme das aber schon 3 jahre ich habe jedtzt abgesetzt auf die 37.mg und ich muß sagen ich fühle mich besser denn ich habe troz trevilor ängste gehabt . und ich nehme jedtzt baldrian wenn ich wider ängste habe das schlimste sind die herzrassen bei einer angst ärtake ....
was macht ihr da gegen wer es hatt gruss


ich nehme seit 1 Jahr Trevilor bzw. Venlafaxin 150 mg retard. Vertrage es sehr gut.
Jetzt will ich langsam absetzen, weil meine Depression vorbei es und ich stabil bin.
Überall steht, langsam runterdosieren, aber es gibt gar keine Möglichkeit, kleine Schritte zu machen.


Problem: Es gibt keine Darreichungsform, die ein langsames Absetzen ermöglicht. Teilen ist nicht möglich, weil die Einnahme in den Originalretardkapseln erfolgen muss! Die Apotheke kann das auch nicht teilen, weil dort nur Gelkapseln verwendet werden, die nicht retard wirken.


Trevilor/ Venlafaxin retard gibt es in 150 mg - 75 mg - das wars
Trevilor/ Venlafaxin einfach gibt mit 37,5 mg


Frage:
Muss ich wirklich nur auf 75 mg und dann auf 0? Das ist doch nicht schrittweise.
Oder kann man die Retard Kapseln mit den nicht Retard 37,5 mg zusammen nehmen?
Wer hat damit Erfahrung. Danke für eine Antwort.


adani

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