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Forum: Alzheimer

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (2028 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

bei meiner Frau (71) wurden Ende 2005 die ersten Auffälligkeiten bemerkt. 2006 folgten im Feb. und Aug. neuropsychologische Tests durch den Hausarzt. 2007 wurde nach MRT, Entnahme von Nervenwasser, Tests und Labor die Diagnose Alzheimer gestellt. Aricept, Reminyl und Exelon wurden wg. schlimmer Nebenwirkunge abgesetzt; es war keine Lebensqualität mehr gegeben. Aufgrund der Studie von Homburg nimmt sie Cuprum arsenicosum D 6. In den letzten 12 - 15 Monaten hat sich die Krankheit nicht verschlechtert. Bemerkbar ist das Kurzzeitgedächtnis und mit der Orientierung hat sie Schwierigkeiten. Kann ich hoffen? Würden Sie zu weiteren Verlaufskontrollen (MRT, Nervenwasser etc.) raten? Danke. Rathol

Antworten zu diesem Thema:

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  • (603 mal gelesen)
  • Status: Senior Moderator

Hallo Rathol,
hier lese ich zum ersten Mal mit Spannung vom Einsatz eines homöopathischen Arzneimittels bei der Alzheimer Erkrankung. Wie sind Sie zu der Medikation gekommen? Haben Sie einen Heilpraktiker oder einen homöopathisch ausgebildeten Arzt aufgesucht? Wenn sich die Krankheit tatsächlich innerhalb der letzten 12-15 Monate nicht verschlechtert hat, sehe ich das einen enormen Erfolg - bemerkenswert! Bitte informieren Sie mich , wie es weitergeht und ob noch andere Homöopathika zum Einsatz kommen.


Zur Verträglichkeit der Antidementiva kann ich sagen, dass mein Vater das Medikament Exelon verhältnismäßig gut verträgt. Es gab ein paar intestinale Beschwerden ganz zu Anfang, seit er die neuen Exelon-Pflaster bekommt, gibt es eigentlich gar sichtbaren Nebenwirkungen mehr. Sollte also Cuprum arsenicosum einmal nicht mehr ausreichen, wären die Pflaster vielleicht noch eine Alternative.


Als Kontrolle würde ich persönlich nicht erneute Nervenwasseruntersuchungen machen, sondern eher Hirnleistungstests. Die sind weniger schmerzhaft und sagen doch eine Menge über die Orientiertheit des Patienten aus.


Weiterhin alles Gute wünscht
Leona

  • (612 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo, Leona, ich danke für Ihre Antwort; nach den schlimmen Nebenwirkungen (auch Exelon-Pflaster) habe ich im Internet und sonst überall nach einer alternativen Lösung gesucht und bin rein zufällig auf einen Artikel in der Ludwigsburger Kreiszeitung gestossen. Hier wurde über eine Studie mit Kupfer an der Uni Homburg berichtet. Es folgten Telefonate und e-mails und ab 16.5.d.J. gebe ich meiner Frau tgl. 3 Cuprum. Über die ganz schlimmen Nebenwirkungen der Azethylcholinesterasehemmer (alle drei) habe ich ein Tagebuch geführt. Die ganze Familie litt unter diesem Zustand. Meine Frau ist nun ruhig und ausgeglichen. Wir unternehmen viel und lachen viel; übrigens ich habe ihr noch nicht gesagt, dass sie Alzheimer hat - das hat noch Zeit. Auffällig sind eben die immer sich wiederholenden gleichen Fragen, Orientierungsschwierigkeiten und Nörgeln. Ich reagiere darauf ruhig uns sensibel; denn sie weiß es ja nicht mehr, dass sie vor ein paar Minuten schon das gleiche gefragt hat. Die Belastbarkeit geht gegen Null. Meine Frau kann noch kochen und Bügeln. Wobei ich darauf achten muss, dass die Geräte dann ausgeschaltet sind . Sie braucht viel, viel Ruhe. Viele Grüße, Lothar

  • (557 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Hallo Lothar,


mich interessieren die Nebenwirkungen der Acetylcholinesterasehemmer, die Sie protokolliert haben (ggf. über PN). Danke vorab! Mein Vater erhält 16 mg Reminyl pro Tag seit Mai/Juni 2007 (eingeschlichen mit 8 mg ab Ende April 2007).


Gruß
Egon

  • (565 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo, Egon, gerne geben ich Ihnen die gewünschte Info - ein Auszug aus meinen Aufzeichnungen, die z.T.recht persönliche Bemerkungen enthalten:
Aricept, 5 mg (30.4. - 18.6.07 und 10 mg,vom 19.6.- 10.12.07
Magenprobleme, Schlafstörungen, Brennen i.d. Augen
depress.Verstimmungen
Exelonpflaster, 4,6mg 14.12.07-22.1.08
a.d. Klebestellen stark juckender Hautausschlag,als
Folge Schlafstörungen, Depressionen, weint viel
Exelon Hartkapsel 1,5 mg, 24.1. - 26.1.08 und
Reminyl 8 mg, 24.2. - 17.4.08
Magenprobleme, Durchfall, müde, traurig,
Atmungsschwierigkeiten
Nach Rücksprache mit Neurologen und Einverständnis mit der Familie habe ich alles weggelassen; es war wirklich keine Lebensqualität.
Internistisch ist alles abgeklärt; o.B.
Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung, Gruß, Lothar

  • (568 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo, Egon, ich habe Schwierigkeiten, mich bei Herrn Dr.Spruth einzuloggen; ich hoffe, dass er diese Antwort ließt, bzgl.der von mir erwähnten Ablagerungen. Der Neuroradiologe schreibt: deutliche globale Liquorraumerweiterung im Sinne einer die Altersnorm wohl schon etwas übersteigende Gehirnatrophie. Dabei auch mäßige Atrophiezeichen der tempomoresialen Strukturen. Insgesamt nur geringe cerebrale Mikroangiopathie mit kleinfleckigen Marklager- und Stammangliengliosen. Sonst unauffälliges Signalverhalten des Hirnparenchymes. In der Diffusionswichtung kein Nachweis frischer Ischämiezeichen. Regelrechte Anlage der Mittellinienstrukturen. Unauffällige Darstellungdes cranio-cervicalen Übergangs sowie der Hirnstammstrukturen. Regelrechtes Flusssignal in den Hirnbasisarterien und venösenBlutleitern. Keine Aufffälligkeiten im Bereich der Orbitae, des miterfassten NNH-Systems und der Felsenbeine. Das Vorliegen einer neurodegenativen Demenz ist wahrscheinlich.
Sehr geehrter Herr Dr.Spruth, wenn Sie das gelesen haben, wäre ich für eine Antwort dankbar; meine Frau hat immer noch Atmungsschwierigkeiten. Viele Grüße , Lothar

  • (488 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

ja, ich habe aber auch gefragt (auch bei Herr Dr.Spruth), ob das im Bericht des Radioneurologen beschriebene Untersuchungsergebnis zu Beeinträchtigungen im Atmungszentrum im Gehirn führen kann. Ich habe Ihnen und Herrn Dr.Spruth den Bericht im Wortlaut geschickt. Ich benötige Ihre Ansicht, ich brauche Ihre Hilfe. Ich danke Ihnen, Rathol

  • (402 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Hallo Lothar,


ich muss unbedingt voranstellen, dass ich KEIN Mediziner bin sondern nur ein etwas belesener Sohn eines demenzkranken Vaters. Daher kann und darf alles, was ich in medizinischer Hinsicht schreibe, nicht mit dem fachlichen Rat eines Arztes verwechselt werden. Allein die fachkundliche persönliche Untersuchung des Kranken durch einen Arzt kann zu richtigen therapeutischen Maßnahmen führen. Darauf weist selbst unser Experte, Herr Dr. Spruth immer wieder hin, wenn er wiederholt betont, über das Internet keine Diagnosen stellen zu dürfen. Gleichwohl versuchen sowohl der Experte als auch wir Laien natürlich, zu helfen, soweit das in diesem technisch-virtuellem Rahmen möglich ist. Ich möchte an dieser Stelle beispielhaft für alle Laien v.a. Leona nennen und danken, die derzeit selber in schwerem Stress steht und der wir alles nur erdenklich Gute wünschen.


Aus der Rezeptur ersehe ich einen mehrfachen Wechsel von Antidementiva. Reminyl wurde bis 17.04.08 in relativ niedriger Dosierung gegeben (Aufdosierung von Reminyl ist unter medizinisch angezeigten Umständen bis 24 mg/die möglich, also die dreifache Dosis). Wg. Magen-Darmprobleme, etc. abgesetzt. Solche sind auch im Nebenwirkungsprofil von Reminyl genannt. Dabei ergibt sich die Frage, ob man nicht mit ergänzenden Magen-Darm-Medikamenten Reminyl erneut geben könnte. Die Atemprobleme könnten dabei aber noch ein durchaus ernsteres Problem darstellen, so dass auch hier ergänzend behandelt werden müsste. Sofern Demenz als gesicherte Diagnose gestellt wurde, halte ich – jedenfalls als Laie auf den ersten Blick - den völligen Verzicht auf ein Antidementivum für problematisch. Auffällig ist hier m.E. die bei allen Antidementiva auftretende Depression. Sie scheint mir derart häufig zu sein, dass man hier evtl. mit der Behandlung ansetzen sollte. Als Laie – wohlgemerkt – würde ich raten, mit dem behandelnden Arzt den Einsatz sog. selektiver Serotonin Reuptakehemmer (SSRI) zu diskutieren. Diese scheinen mir allgemein verträglicher zu sein als die klassischen Tri- und Tetrazyklika. Vielleicht kann auch vorübergehend ein leichtes Benzodiazepam helfen. Wichtig ist bei alledem natürlich das Augenmerk auf die Atmung zu richten. Viele Medikamente – auch Benzodiazepine und – diazepame – können u.U. Atemprobleme mit sich bringen (übrigens auch starke Hustenstiller, die codeinhaltig sind).


Dr. Spruth wird sich sicher bald fachlich versierter dazu äußern. Man muss da immer etwas warten, weil Mediziner (besonders in Klinken) vielbeschäftigte Menschen sind.


Meine höchstpersönliche Meinung: Es gibt sehr viele sog. Psychopharmaka (manche halte ich für "dirty drugs") und ich denke, dass es aber auch welche gibt, welche die Lebensqualität (und damit meine ich das Recht auf Glück) verbessern. Dabei muss man vielleicht entscheiden, was man an Nebenwirkungen oder sogar Lebensverkürzung lang- oder mittelfristig in Kauf nimmt. Es wäre anmaßend von mir, dazu einen Rat zu geben. Für mich selber würde ich einige Jahre guter Lebensqualität einem längeren, aber durchweg sehr leidvollem Leben, vorziehen. Aber das muss jeder für sich selber nach eingehender Überlegung entscheiden. Ein „Dr. Feelgood“ ist mir persönlich lieber als einer, der „zu Tode kuriert“ bis man nur noch bewusstlos an einer Maschine hängt.


LG
Egon

  • (483 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Sehr geehrter Rathol,
auch ich bin nur Laie, und möchte ggf. nur mithelfen dass Sie eine Antwort erhalten, mit der Sie auch etwas anfangen können, am besten durch Herrn Dr. Spruth. Dazu glaube ich aber wäre es gut, wenn Sie noch genauer angeben könnten, welche Art von Atmungsschwierigkeiten Ihre Frau hat.


Allgemein ist mein Wissensstand, dass solch überlebenswichtige Funktionen durch Regionen im Gehirn gesteuert werden, die wirklich so geschützt liegen, dass sie bei einer Atrophie als wirklich letztes in Mitleidenschaft gezogen werden. D.h. in dem Zustand in dem sich Ihre Frau zu befinden scheint, ist das wohl nicht anzunehmen. Ganz ehrlich, mein Augenmerk geht da schon eher in die Richtung "Allergische Reaktion". SIe schrieben zwar internistisch abgeklärt, d.h. wohl auch dass die Lunge unersucht wurde auf z.B. Wassereinlagerungen, aber evtl. ist Ihre Frau stark allergisch auf irgendwas in der Wohnung, vielleicht sogar auch auf mehrere Dinge gleichzeitig. Seit wann hat sie Atembeschwerden, und hat sich in der Umgebung etwas geändert? Betten, Möbel, Textilien, Fliesenkleber, Teppich, Tiere etc etc., bzw. beim Essen?
So wie Sie schildern gehe ich jetzt mal nicht von Panikattacken aus?!
Alles Gute
Flieder

  • (434 mal gelesen)
  • Status: Med-Senior SternSternSternStern

Sehr geehrter Lothar,


die geschilderten Veränderungen erklären eine Atemstörung m.E. nicht.


Mit freundlichen Grüßen,


Spruth

Datum/Zeit von Autor Thema
29.09.08 16:11 RatholZeitgewinn
01.10.08 00:59 leonaRe: Zeitgewinn
01.10.08 12:03 RatholRe: Zeitgewinn
01.10.08 12:28 EgonMartinRe: Zeitgewinn
01.10.08 16:34 RatholRe: Zeitgewinn
15.10.08 16:33 RatholRe: Zeitgewinn
15.10.08 18:21 EgonMartinRe: Zeitgewinn
15.10.08 18:43 FliederRe: Zeitgewinn
01.10.08 17:13 RatholRe: Zeitgewinn
31.10.08 10:25 Spruth, CharitéRe: Zeitgewinn
04.11.08 14:42 samtundseideRe: Zeitgewinn
05.11.08 01:35 leonaRe: Zeitgewinn
05.11.08 15:45 samtundseideRe: Zeitgewinn
05.11.08 20:54 EgonMartinRe: Zeitgewinn
19.01.09 15:44 RatholRe: Zeitgewinn
19.01.09 17:38 EgonMartinRe: Zeitgewinn
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