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Forum: Alzheimer

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (462 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo liebe Angehörige und Experten,


meine Mutter (84) bekommt seit etlichen Jahren Arizept, was ihr auch ganz gut zu helfen scheint/schien. Nun fragen wir uns bei fortschreitender Krankheit, ob es Sinn macht, zu Memantine zu wechseln bzw. ob es möglich/empfehlenswert ist, Arizept und Memantine parallel zu nehmen.


Wie würde ein eventueller Wechsel zu Memantine aussehen? Aricept von einem Tag auf den anderen abrupt absetzen und mit Memantine beginnen oder beides zeitweise anfangs parallel nehmen und dann Aricept weglassen?


Leider bekomme ich meine Mutter unter keinen Umständen zu einem Neurologen, der diese Fragen natürlich beantworten könnte. Schon das Wort "Alzheimer" löst bei ihr absolute Panikattacken aus, die belastender sind als die Erkrankung selbst und wir wollen ihr das ersparen. Sie merkt nicht, was mit ihr los ist und wir lassen sie in dem Glauben, dass sie nur "ab und zu ein bisschen vergesslich" ist. Die Diagnose wurde aber von einer Memoryklinik gestellt, nachdem wir sie gegen ihren Widerstand dort haben untersuchen lassen.


Meine Mutter lebt aber in einem Seniorenheim mit "eigenem" Arzt, der ihr Memantine verschreiben könnte, sich aber vielleicht mit der Frage eines Wechsels von Aricept auf Memantine nicht so auskennt wie Experten und erfahrene Angehörige im Forum.


Deshalb wäre ich dankbar für alle Tipps!


münchenstift

Antworten zu diesem Thema:

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  • (147 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Liebe(r) münchenstift!
Wie wäre es, wenn Sie in der Memoryklinik nachfragen, denn da wurde ja schließlich auch die Diagnose gestellt oder in einem Gerontopsychiatrischen Zentrum? Die bieten teilweise Hausbesuche an. Wenn der Heimarzt mit einbezogen würde, wäre das sicher auch hilfreich.
LG, Eva Franziska







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Mein Steckbrief (Stand September 2010): Mutter, 86, betreut von mir (Tochter), 52, selbstständig. Keine weiteren Verwandten; Wohnen im selben Haus; Schweregrad: Anfang mittleres Stadium; Verstärkte Auffälligkeiten seit zirka 2006 nach Narkose wegen Arm-OP. Therapie nach Diagnose seit August 2009: Citalopram 20mg, Aricept 5mg, 2x/Woche Krankengymnastik wegen Gang-Ataxie; 1x/Woche tiergestützte Ergotherapie mit Hirnleistungstraining; 1x/Woche Begeitung bei kurzen Spaziergängen mit Gesprächaustausch (diese Dame begeleitet meine Mutter auch zur Physiotherapie und singt oft danach noch mit ihr). Ich versuche hauptsächlich mit Hilfe integrativer Validation (Nicole Richard) die Grundstimmung zu stabilisieren.

  • (102 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Liebe Eva Franziska,


Ihre Antwort ist natürlich sinnvoll; vielen Dank! Ich versuche lediglich, auf Fragen in diesem Forum eine Antwort zu bekommen, weil ich außer meinen alten Eltern auch noch meinen Beruf (Lehrerin) und einen kranken 84-jährigen Lebensgefährten habe. Da zählt jede Zeitersparnis.


LG
münchenstift

  • (106 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Hoffe, Sie haben mich nicht missverstanden. War wirklich nicht vorwurfsvoll gemeint. Es schien mir zunächst der effektivste Ansatz, denn nur gute Fachbetreuung kann ja erkennen, ob diese Medikamente sinnvoll sind. Es sollte auch regelmäßig das Blut kontrolliert werden. Vielleicht lässt sich bei Gelegenheit ein externer Neurologe miteinbeziehen.


Grundsätzlich denke ich, dass man Medikamente meistens aus- und einschleichen sollte - fast egal, was das ist - außer bei akuten Notfällen. Habe gelesen, Cholinesterasehemmer wie Aricept sind in allen Krankheitsstadien wirksam; im mittleren und schweren Stadium kann Kombination mit Memantine empfohlen werden. Aber solche Dinge können wir Laien hier im Forum nicht beurteilen, ist ja auch ganz unterschiedlich, wie die einzelnen Medikamente vom Körper verwertet werden. Aber vielleicht wird noch jemand von seinen Erfahrungen berichten.
Man sollte aber bei allem nicht vergessen, dass diese Medikamente besonders den alten Körper auch belasten können.


Ja, es ist eine Gradwanderung - Kranker Mensch - Beruf - altersbedingt viel Hilfebedarf auch im Freundeskreis und bei den Verwandten - eignes Leben und eigene Gesundheit.
Ich hoffe, Sie finden einen Ansatz, helfen zu können, der Ihre Zeit möglichst schont.


LG, Eva Franziska

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