Startseite > Foren > Forum Alzheimer > Was tun bei Unruhe, Ängsten und Weinen?
Hallo Forumsmitglieder,
habe schon einige male über den Zustand meiner Mutter in diesem Forum berichtet. In der letzten Zeit hat sich der Zustand weiter verschlechtert bzw. es treten andere Symtome auf. Meine Mutter weint ständig, sagt sie habe Angst und ist Tagsüber sehr nervös, was sich durch umherlaufen in der Wohnung äußert. Alle möglichen Veruche sie abzulenken schlagen nicht an. Meine Mutter geht 3 Tage die Woche in eine Tagespflege,dort scheint es ganz gut zu klappen,wirkt schon mal etwas nervös, hat aber dort nach Aussagen des Pflegepersonals keine Panikattaken. Hat jemand ähnliche Erfahrung gemacht? Kann uns jemand einen Ratschlag geben? Sind zur Zeit ziemlich ratlos.Sind dankbar für alle Tipps.
Gruß Leonore


Liebe Leonore,
haben sie schon einmal einen Versuch mit einem Tier gemacht? Es gibt auch tiergestützte Ergotherapie. Sicher löst das nicht das grundsätzliche Problem, aber es ist ganz erstaunlich und erfreulich, dass dabei sogar manchmal Menschen z.B. wieder zusammenhängende Sätze sprechen, die vorher lange gar nichts mehr sagten. Das Tier berührt wohl auf einer ganz tiefen Gefühlsebene den Kranken und tut ihm sehr gut!
LG, Eva Franziska

Liebe Marge,welche Medikamente bekommt ihre Mutter gegen die Ängste? LG Kondor
Die Tipps zum Thema Unruhe waren klasse, super! Ich mache beruflich ähnliche Erfahrungen bezüglich Lauftendenzen, Unruhe, Ängste, nicht stillsitzen können und habe sehr gute Erfahrungen mit Musik gemacht. Musik erreicht jeden, das erstaunt mich immer wieder, selbst die die nicht mehr sprechen oder essen fangen plötzlich an zu singen und entspannen. Es reicht aber nicht, das Radio anzustellen, sinnvoller wäre, gemeinsam ausgewählter Musik zu lauschen - vielleicht mitzusingen und "Händchen zu halten".Ausreichende Bewegung ist ebenfalls wichtig - in Anbetracht seines vergangenen evtl. sehr aktiven Lebens kann man einen Menschen nicht 10 Stunden am Tag zum Stillsitzen bewegen! Ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft - sofern zeitlich möglich, tut immer gut - zwecks Tapetenwechsel, Kontakt zur Außenwelt usw.
Wichtig ist auch die Tagesstruktur, der immer gleiche Ablauf und deutliche Signale die Tag und Nacht vermitteln, z.B. durch Beleuchtung, Ruhe u.ä. Dies hilft auch, dem gestörten Tag-Nacht-Rhythmus möglichst lange entgegenzuwirken.
mein Mittel der Wahl bei Unruhe und Ängsten ist übrigens immer Körperkontakt - Wärme schenken, das Gefühl, dazusein, ganz da zu sein - auch wenn es mal schwerfällt.
ich wünsche allen Betroffenen viel Geduld und Kraft!
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 03.01.10 11:55 | Leonore | |
| 03.01.10 15:01 | EgonMartin | |
| 03.01.10 21:08 | leona | |
| 05.01.10 20:32 | Leonore | |
| 06.01.10 16:04 | Leonore | |
| 06.01.10 16:39 | leona | |
| 06.01.10 18:12 | EgonMartin | |
| 13.01.10 21:17 | Simone1970 | |
| 19.01.10 09:30 | marge09 | |
| 19.01.10 13:54 | Eva Franziska | |
| 19.01.10 15:46 | kondor | |
| 19.01.10 14:13 | Eva Franziska | |
| 04.02.10 13:24 | giraffe1202 |
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