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Forum: Alzheimer

Eröffnungsbeitrag des Themas:

Titel
Autor
Datum
Silvana H
  • (462 mal gelesen)
  • Status:

Sehr geehrter Herr Dr. Spruth


in einem schweizer Forum wies man mich auf Ihr Forum hin und ich möchte die Gelegenheit nutzen mir "mein Leid von der Seele zu reden".
Folgendes: Vor zwei Jahren starb unerwartet für alle der langjährige Lebenspartner meiner Mutter. Nachdem sie die Trauer überwunden hatte ging es ihr eine zeitlang auch besser um nicht zu sagen richtig gut. Sie wird jetzt übrigens im August 62. Seit gut einem Jahr fällt mir vermehrt ihre "Schussligkeit" auf. Sie erzählt manche Dinge binnen 2 minuten gleich zwei mal, stellt die gleiche Frage auch innerhalb weniger Minuten mehrfach. Auch verlegt sie viele Dinge, wo sind die Schlüssel, die Brille etc. Dinge die mehrer Tage zurückliegen, wie zum ´Beispiel ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei der Volkssolidarität nimmt sie sehr ernst und ich meine dort auch noch keine Schussligleit festgestellt zu haben. Ebenso arbeitet sie einmal wöchentlich bei Ihrer Schwägerin als Sprechstundenhilfe in einer Landarztpraxis. Ich meine meinter Tante als Ärztin hätte doch bei diesem regelmässigen Kontakt auch schon was aufgefallen sein müssen. Ich mache mir wirklich grosse Sorgen dass diese Symptome der Beginn einer Alzheimererkrankung sein könnten, nur leider fehlt mir der Mut oder was auch immer meine Mutter darauf anzusprechen. Sie ist in der Woche zwar viel allein, hat aber ihre Freundinnen zu denen sie zum Kaffeeklatsch geht, am Wochenende kümmern mein Bruder und ich uns um haus und Grundstück so oft es geht. Ebenso besteht auch regelmässiger telefonischer Kontakt. ich habe wirklich grosse Angst. können Sie mir vielleicht raten. herzlichen Dank vorab und ein erholsames Wochenende. Silvana H.

Antworten zu diesem Thema:

Titel
Autor
Datum
Spruth, Charité
  • (333 mal gelesen)
  • Status:

Sehr geehrte Silvana,


Schweigen und banges Warten, was die nächsten Jahre bringen ist in meinen AUgen der falsche Weg mit Ihrer Situation umzugehen. In jeder Verfehlung Ihrer Mutter werden Sie ein weiteres Indiz für Ihre Verdachtsdiagnose eines beginnenden dementiellen Syndroms (falls ich Ihre Ausführungen richtig interpretiere) sehen und dies wird Sie weiter ängstigen auch wenn es sich möglicherweise "nur" um den Ausdruck einer gutartigen Altersvergesslichkeit handelt. Sprechen Sie Ihre Mutter daher auf Ihre Besorgnis an, versuchen Sie einen Termin bei einem Neurologen oder in einer spezialisierten Gedächtnissprechstunde zu vereinbaren (Adressen, auch in der Schweiz, finden Sie unter www.alzheimerforum.de).


Mit freundlichen Grüssen,


Spruth

Susi0812
  • (276 mal gelesen)
  • Status:

Hallo Silvana,
Es ist halt leider so, dass den nächsten Angehörigen solche kleinen Schussligkeiten immer zuerst auffallen. Die rasche Abklärung ist deshalb auch wichtig, weil sie dann möglichst früh von einem der verlängernden Medikamente nocht profitieren könnte, je früher desto besser die Verzögerung (Herr Spruth, korrigieren Sie mich, falls nötig). Meine Mutter hat quasi probatorisch die Acetylcholinesterasehemmer auf mein Drängen hin vom Arzt verschrieben bekommen, nachdem natürlich andere organische Ursachen (Vitaminmangel, heimlicher überbordender Alkoholkonsum z.B. etc etc ) ausgeschlossen worden waren. Leider hat sie die Alzheimermedikamente nicht genommen, da die Krankheitseinsicht fehlte....
Abklärung ist dringend nötig.
Herzliche Grüsse Susi

Johannsen
  • (212 mal gelesen)
  • Status:

Hallo!
So fing es bei meiner Oma auch an, das sie vieles vergas, dass heißt aber nicht das sie Alzheimer oder Demenz krank ist. Sie können sich bei ihrem Landarzt erkundigen, es gibt viele Teste die man mit ihrer Mutter durchführen kann, die sie nicht einmal merkt. Aufjedenfall probieren sie es bevor sie an der Krankheit wenn sie sie hat nichts mehr ändern können. Es gibt viele Menschen die daran sehr gelitten haben und jämmerlich gestorben sind. Ich finde die Menschen denen man noch helfen kann, sollte man es auch tun. Auch die Sache mit der Fregerei, auch wenn es nach einer weile nervt ihr auf die Frage zwei oder dreimal zu antworten, bleiben sie ruhig um so ruhiger sie mit ihr sind um so besser wird es. Wenn sie Böse mit ihr sind verschlechtert sich der zustand.
Ich wünsche ihnen und vorallem ihrer Mutter sehr viel Glück.
Gruss Johannsen

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