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Sehr geehrter Hr. Dr. Spruth,
meine Oma ist 82 Jahre alt, bis vor kurzem ist sie noch Fahrrad gefahren und geschwommen. Doch dann kam eine Magendarmspiegelung mit verherenden Folgen. Sie nahm immer mehr ab geistig wie auch körperlich, es war schrecklich. Beinahe wäre sie gestorben, alles ging so schnell, man konnte sie wieder aufpeppeln. Aber so wie vorher ist sie nicht. Sie lebt in unserem Haushalt, zumindest versuchen wir das, doch sie ist unerträglich. Unsere Familie zerbricht an ihr. Sie beschuldigt uns wir würden sie bestehlen,ihr etwas schlechtes wollen, wir hätten nicht den "Blick" und sowieso eine andere Sprache. Meine Tanten glauben uns nicht, fahren mit ihr zum Anwalt, kaufen ihr abschließbare Schränke, sind aber sonst nie da, kennen sie nicht. Oma reagiert oft agressiv, laut oder bricht in Tränen aus. Kann soetwas Alzheimer oder Demenz sein? Was kann ich machen um Oma und meiner Familie zu helfen? Ich bin Ratlos. Es entfachen immer wieder Streitigkeiten, Grundlos.
Hallo Nad,
ich habe hier vor einigen Wochen eine ähnlich gelagerte Diskussion gehabt. Schau mal unter
nach. Vielleicht ist in den Antworten auch etwas, was Dir verdeutlicht, dass Du mit dem geschilderten Problem nicht allein bist. Und Tanten wie Deine LIEBE ich! Im Alltag die Betreuer allein lassen, aber immer ein fachmännisches Urteil zur Hand! Klasse!
Alles Gute und starke Nerven wünscht von Herzen
Anke
Liebe Nad(ja?),
es mag sein, das bei ihrer Oma über einen Eingriff und den Folgen etwas losgebrochen ist.
Vermutlich sind Sie ein besonders guter Beobachter. Die Tanten, die ihre Schwester Zeit Lebens ernst genommen haben, denken: Was soll denn plötzlich anders sein ? Sie wird schon recht haben, für den Menschen, den Sie kennen...der vermutlich immer geradeaus war....Recht hat...
Vielleicht sieht die Enkelin es aus der Distanz besser.Ein Erwachsener benimmt sich komisch, anders, merkwürdig.
Um der Sache auf den Grund zu gehen, wäre es wichtig, Omas Verhalten medizinisch nachgehen zu lassen...ein Kontrolltermin oder Anzufangen über einen Tablettentermin beim Hausarzt, der aber vorher informiert wurde, sich Omas Verhalten näher anzusehen.
Lassen Sie es abklären, wenn möglich, mit persönlicher Intervention (Erzählen was anders ist, im vorab) beim Arzt, wer weiss, was ist.
Aber etwas ist...das habe ich aus der Mail gelesen.
Lieben Gruss
Auguste
Sehr geehrte(r) Nad,
ein akut einsetzender Beginn einer Demenz mit rascher Verschlechterung ist eher untypisch für eine Alzheimer-Demenz. Sie sollten, auch um damit eine bessere Krankheitseinsicht bei den Tanten zu erreichen, einen Neurologen, (Geronto-)Psychiater oder eine spezialisierte Sprechstunde (Adressen unter www.alzheimerforum.de) zur weiteren Abklärung aufsuchen. Ich bin mir sicher, daß Ihrer Oma, und damit auch Ihnen, zumindest z.T. geholfen werden kann.
Mit freundlichen Grüssen,
Spruth
Hallo!
Das was sie geschrieben haben ist intressant. Ihre Oma hat Demenz wenn nicht sogar schon Alzheimer. Es ist bei dieser Krankheit nicht selten das sie der meinung ist sie wird bestohlen und motzt rum da müssen sie drüber weg sehen und wenn es geht einfach ignorieren. Es gibt viele möglichkeiten ihrer Oma zu helfen. Bleiben sie ruhig wenn sie böse mit ihr umgehen wird die Krankheit schlimmer um so ruhiger sie sind mit ihr so verbessert sich ihr zustand
Viele Grüße Johannsen
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 07.06.04 11:12 | Nad | |
| 07.06.04 11:24 | _AnkeF_ | |
| 07.06.04 23:25 | Auguste D. | |
| 10.06.04 10:41 | Spruth, Charité | |
| 23.07.04 22:02 | Johannsen |
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