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Forum: Alzheimer

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (472 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

An alle Mitglieder,


meine Mutter (72J) ist in einem fortgeschrittenen Stadium der Demenz. Heute musste Sie zur Blutabnahme und es war wohl fürchterlich. Sie war total panisch und wurde aggressiv.
Zu Dritt musste sie festgehalten werden, damit die Blutabnahme möglich war. meine Mutter sagt mehrmals täglich das sie angst hat. Mittlerweile macht sich dieses Verhalten auch beim an-und ausziehen bemerkbar. Hat jemand einen Rat?
Meine Mutter lebt noch zu Hause mit ihrem Lebensgefährten und geht tagsüber in die Tagespflege. Abends und am Wochenende wechseln meine Schwester und ich uns mit der Pflege und Betreuung ab.
Derzeitige Medikamente: Reminyl 16mg, Antidepressivum 30mg,
Blutdrucksenkende Mittel und Schilddrüsentabletten.
3 x täglich und bei Bedarf Neurexan



Viele grüße Leonore

Antworten zu diesem Thema:

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  • (134 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Liebe Leonore,


den Grund nennt Ihre Mutter ja: SIE HAT ANGST.


Alles ist für sie sicher neu, fremd, ungewiss. Wenn sie dann noch von drei Personen zur Blutabnahme festgehalten wird, dann ist das ein zusätzlicher Horror für sie, der alles noch verschlimmert - ein Alptraum. Ich weiß ja nicht, ob Sie Zeit, Kraft und Geduld haben, solche Situationen durch liebevolle Zuwendung abzufedern. Jedes "Muss" ist meist für einen Demenzkranken eine totale angstmachende Überforderung und es bedarf großer Mühen und viel Zeit, damit die notwendigen Dinge dann doch gelingen. Aber es lohnt sich.


Haben Sie vielleicht die Möglichkeit mit etwas Humorvollem die Stimmung jeweils aufzuhellen? Könnte der Arzt die nächste Blutabnahme als Hausbesuch machen?


Wünsche Ihnen viel Kraft und gute Ideen.
LG, Eva Franziska



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Mein Steckbrief (Stand September 2010): Mutter, 86, betreut von mir (Tochter), 52, selbstständig. Keine weiteren Verwandten; Wohnen im selben Haus; Schweregrad: Anfang mittleres Stadium; Verstärkte Auffälligkeiten seit zirka 2006 nach Narkose wegen Arm-OP. Therapie nach Diagnose seit August 2009: Citalopram 20mg, Aricept 5mg, 2x/Woche Krankengymnastik wegen Gang-Ataxie; 1x/Woche tiergestützte Ergotherapie mit Hirnleistungstraining; 1x/Woche Begeitung bei kurzen Spaziergängen mit Gesprächaustausch (diese Dame begeleitet meine Mutter auch zur Physiotherapie und singt oft danach noch mit ihr). Ich versuche hauptsächlich mit Hilfe integrativer Validation (Nicole Richard) die Grundstimmung zu stabilisieren.

  • (103 mal gelesen)
  • Status: Med-Beginner Stern

Hallo Eva Franziska,


Diese Woche war meine Mutter zur Kontrolle beim Neurologen, dort ging es wohl besser, obwohl sie zu Anfang nicht ins Behandlungszimmer wollte. Dort schilderte meine Schwester die Ängste unserer Mutter. Der Neurologe hat die Dosis von Reminyl erhöht. Er meint dies könnte auch gut gegen die ängste und Verhaltensauffällikeiten sein. Sie soll ab sofort 24mg nehmen.Wenn es keine Wirkung zeigt will er das Antidepressivum ändern.
Die Blutabnahme durch einen Hausbesuch zu machen ,wäre auch ein Versuch.Vielen Dank für die Antwort


Gruß Leonore

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