Startseite > Foren > Forum Alzheimer > Meine Oma: Verleugnung
Hallo...
:-(
Bei meiner Oma wurde Alzheimer im Anfangsstadium diagnostiziert, aber sie weigert sich anscheinend standhaft es zu akzeptieren.
Ich weiß es auch nur von meiner Mutter, die es wiederum vom Arzt erfahren hat.
Meine Oma hat von sich aus noch nie etwas darüber gesagt und jubelt nach jedem Arztbesuch darüber, wie begeistert er von ihren Werten ist (sie hat auch Diabetes, ist ziemlich dünn und ernährt sich nicht richtig) und dass alles völlig in Ordnung sei.
Sie geht nicht zum Neurologen wie der Arzt ihr dringend empfohlen hat.
Wie sollen wir uns da als Familie verhalten?
Ich selbst bin übrigens 18, meine Oma ist 67.
Würde mich sehr über Vorschläge freuen!
So ganz alltägliche Tipps...
Danke.
Hallo besorgte Enkelin,
erlauben Sie mir die Nachfrage:
Kann es sein, dass der Hausarzt Demenz Typ Alz vermutet und deswegen die Oma zum Neurologen soll.
Eine Diagnose kann nur dann gestellt werden, wenn div. Untersuchungen gemacht wurden und die veranlasst i.d.R. ein Neurologe und der verschreibt dann auch die Medikamente, die helfen, eine Verschlechterung zu verlangsamen, manchmal den Zustand sogar für bestimmte Zeit zu verbessern.
Nicht nur dies wäre wichtig. Für denjenigen, der sich um Oma kümmern wird (ihre Mutter ?), wäre es gut, sich Informationen einzuholen, Kontakt zu anderen Betroffenen über eine Selbsthilfegruppe zu suchen. Es geht um das Wohl der Oma, aber auch um das Wohl dessen, der der Pilot, die zunehmende Führung für die Oma sein wird.
Die fehlende Krankheitseinsicht...etwas stimmt nicht mit mir...das versuchen viele Menschen zu ignorieren.
Auch gesunde Angehörige wollen zum Teil nicht wahrhaben, das da nebendran was passiert.
Kann ihre Mutter nicht Oma begleiten, einen Termin ausmachen, so dass sie nicht alleine den Weg beschreiten muss ?
So weit für heute.
Lieben Gruss
Auguste D.
Sehr geehrte Besorgte Enkelin,
Sie sollten ein Gespräch mit Ihrer Mutter und diese ggfs. mit dem Hausarzt führen, in dem geklärt wird, wie man Ihre Oma zur weiteren Diagnostik veranlassen kann. Eine solche ist dringend erforderlich, denn bei der Alzheimer-Krankheit handelt es sich um eine Ausschlussdiagnose, das heißt: es müssen zunächst einmal alle anderen Ursachen, und hier insbesondere die ursächlich behandelbaren, ausgeschlossen werden, bevor man die Diagnose stellen kann.
Mit freundlichen Grüssen,
Spruth
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 14.12.04 17:24 | Besorgte Enkelin | |
| 15.12.04 18:05 | Auguste D. | |
| 20.12.04 09:05 | Spruth, Charité |
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