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Forum: Alzheimer

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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  • (464 mal gelesen)
  • Status: Med-Junior SternStern

Hallo,


meine im fortgeschrittenem Stadium an Demenz erkrankte Mutter mus aller Voraussicht nach wegen einer OP ins Krankenhaus.


Ich meine schon vor längerer Zeit mal gelesen zu haben, dass es in NRW en Krankenhaus gibt, dass speziell auf Demenzkranke eingerichtet ist, kann mich aber nicht mehr genau erinnern und finde auch im Internet nichts.


Weiß hier jemand Rat?


Liebe Grüße


Adelheid

Antworten zu diesem Thema:

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  • (119 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Hallo Adelheid,


ich war im Knappschaftskrankenhaus Bo-Langendreer, das angeblich auf "gehandicapte" Patienten eingestellt ist. Wir waren "nur" wegen der Zähne dort und mussten 7 x warten, sitzen, in Schlange stehen und das mit einer Patientin mit Lauftendenz. Nie wieder !
Unter Klinikführer-Rheinland.de versuchen, aber Stichwort Demenz kann man da auch nicht eingeben. Falls Sie Erfolg haben, lassen Sie es uns bitte sofort wissen. Es sollte wenigstens eine neurologische und/oder gerontologische Fachabteilung geben. Aber auch das war bei meiner Suche schon ein Problem.


Hoffentlich werden Sie fündig.
Besten Gruß - Marge

  • (112 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Hallo Adelheid,
rufen Sie doch einmal hier an:
Alzheimer-Selbsthilfe e.V.
Gabriela Zander-Schneider und Wolfgang J. Schneider
Tel.: 0 22 34 / 97 90 12


oder bei einem der Experten:
[www.alzheimer-selbsthilfe.de]


Das Hildegardis in Köln hat z.B. ein Zentrum für Altersmedizin, vielleicht ist das ein Ansatzpunkt.
"Unsere Schwerpunkte sind die Diagnostik und Therapie von Demenzkrankheiten, Schlaganfällen, Bewegungsstörungen, aber auch von Erkrankungen bzw. Verletzungen des Bewegungsapparates und der Knochen in Zusammenarbeit mit der Chirurgischen Klinik unseres Hauses (Alterstraumatologie) und der Neurogeriatrie über unsere neurologischen Konsilärzten."
Ansprechpartner ist Dr. med. Jochen Gerd Hoffmann


Ob die gute Darstellung nach außen sich mit der Realität deckt, kann man ja leider nicht sagen. Deshalb würde ich an Ihrer Stelle versuchen, Meinungen aus den Selbsthilfegruppen zu erfragen.


Viel Erfolg,
LG, Eva Franziska

  • (80 mal gelesen)
  • Status: Med-Junior SternStern

Hallo Eva Franziska,


vielen Dank für den Hinweis.


Sobald die Untersuchungsergebnisse voliegen (Verdacht auf Karzinom in der Brust), werde ich überlegen was ich mache. Ich meine, vom Hildegardis in Bezug auf Altersmedizin auch schon mal was gehört zu haben.


Liebe Grüße


Adelheid

  • (89 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Hallo Adelheid,
aufgrund Ihrer Frage habe ich mal ein wenig mehr gelesen zum Thema: Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus


Hier ist eine Ausarbeitung aus Sicht des Krankenhauses, ich denke, es enthält auch Anregungen, wie wir unsere Angehörigen etwas unterstützen können.
[pflegetag.maps-marburg.de]


Auf jeden Fall ist es hilfreich, wenn man in der Zeit der Behandlung möglichst lückenlos den Patienten begleitet. Falls das nicht immer vom Angehörigen selbst möglich ist, wäre es gut, rechtzeitig jemand zu suchen, der dafür geeignet ist. Auch die Ehrenamtlichen, die es oft in diesen Häusern gibt, könnte man schon vor der Einweisung kontaktieren und um Begleitung bitten.


Ein übersichtliches Handbuch, das die wichtigsten Punkte im Umgang mit der Mutter enthält, könnte nützlich sein. Auch würde ich mich nicht darauf verlassen, dass die Medikamente vorschriftsmäßig gegeben werden und mich selbst darum kümmern.


Falls der Eingriff notwendig wird, berichten Sie uns doch bitte, wie Sie es angegangen sind.
Wäre natürlich schön, wenn man es vermeiden könnte.
Alles Gute für Sie und die Mutter.
LG, Eva Franziska





.............................................................................................................................................................................................................................................
Mein Steckbrief (Stand September 2010): Mutter, 86, betreut von mir (Tochter), 52, selbstständig. Keine weiteren Verwandten; Wohnen im selben Haus; Schweregrad: Anfang mittleres Stadium; Verstärkte Auffälligkeiten seit zirka 2006 nach Narkose wegen Arm-OP. Therapie nach Diagnose seit August 2009: Citalopram 20mg, Aricept 5mg, 2x/Woche Krankengymnastik wegen Gang-Ataxie; 1x/Woche tiergestützte Ergotherapie mit Hirnleistungstraining; 1x/Woche Begeitung bei kurzen Spaziergängen mit Gesprächaustausch (diese Dame begeleitet meine Mutter auch zur Physiotherapie und singt oft danach noch mit ihr). Ich versuche hauptsächlich mit Hilfe integrativer Validation (Nicole Richard) die Grundstimmung zu stabilisieren.

  • (44 mal gelesen)
  • Status: Med-Junior SternStern

Hallo Eva Franziska,


vielen Dank für Ihre Mühe.


Ich habe mich jetzt entschieden, den Eingriff (großer Tumor in der Brust - muss entfernt werden, damit er nicht durch die Haut bricht) möglichst wohnortnah durchführen zu lassen. Dann kann ich auch häufig dort sein, um Essen anzureichen usw. Am 11.1. haben wir den Termin. Mama wird etwa eine Woche im Kkh bleiben müssen.


Ich habe schon Angst, dass sie das nicht gut übersteht, da sie wirklich in keiner guten Verfassung ist, aber nach Aussage mehrerer Ärzte muss der Tumor raus, da das sonst anfangen würde zu faulen und nässen und übel zu riechen, was dann auch ein großes pflegerisches Problem wäre. Mama wohnt seit zweieinhalb Jahren gut aufgehoben in einer Wohngemeinschaft und sämtliche Fähigkeiten und Erinnerungen sind ihr inzwischen verlorengegangen. Dass das jetzt auch noch dazu kommen musste. Da kommt man sich schon arg gestraft vor.. Aber was soll man machen.


Ich werde schreiben, wie es uns ergangen ist.


Noch mal Danke, liebe Grüße und viel schönes im neuen Jahr
wüncht Adelheid

  • (45 mal gelesen)
  • Status: Med-Insider SternSternStern

Hallo Adelheid,


tut mir leid, dass es doch sein muss, es hört sich aber schon auch an, dass es sinnvoll ist.
Sicher machen sie sich nun in viele Richtungen Gedanken, aber man kann nicht alles berücksichtigen und möglich machen. Ich denke, das Wichtigste ist, Nähe und Verbundenheit zu vermitteln. Die Demenzpatienten haben ja oft verstärkte Sensibilität für Gefühle. Wärme und Liebe wird sich für Sie beide positiv auswirken. Die äußerlichen Gegebenheiten sind schwer zu bewältigen, aber was innerlich passiert, das ist in solchen Momenten das Entscheidende. Ich hoffe, Sie haben Gelegenheit "nur" zusammen zu sein. Auch wenn ihre Mutter sich nicht so äußern kann, wird sie es bestimmt wohltuend empfinden.


Ihre Mutter kann keine Hilferufe mehr formulieren, aber es gibt einen, der durch den Nebel der Demenz zu ihrer Seele sprechen und sie trösten kann.
"Unsre Hilfe steht im Namen des HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat." (Psalm 124,8)



Wünsche Ihnen viel Kraft,


LG, Eva Franziska

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