Startseite > Foren > Forum Alzheimer > Galactose und Alzheimer - Diabetes Typ 3
Forumsmitglied Bikerfreddy hat einen m.E. interessanten Ansatz veröffentlicht.
Es gibt Untersuchungen und Hinweise, dass eine Zuckeraufnahmestörung im Gehirn Alzheimer begünstigen - gar verursachen? - könnte.
Wer sich damit beschäftigt hat, sollte bitte seine Erfahrungen mit uns teilen.
Ein interessanter Link zum Thema:
[www.podcast.de]
Und mal 10 Minuten Zeit zum Zuhören nehmen.
LG
Leona
Neuer Versuch...
Hallo zusammen,
mit großen Interesse habe ich die Informationen von Bikerfreddy gelesen. Vorstellen kann ich mir diesen Forschungsansatz schon, aber ob er wirklich zum Erfolg führt wird dann die nächste Zeit zeigen. Ich würde es mir sehr wünschen. Zumal ich auch bei meiner Schwiegermutter innerhalb des letzten Jahres einen deutlichen Verfall beobachten mußte. Inzwischen kann sie kaum noch Sprechen und ist seit Oktober ans Bett gefesselt, da sie Ihre Beine und Arme nicht mehr bewußt steuern kann und uns zweimal fast vom Sessel gerutscht ist.
Leider habe ich nirgends gefunden in welchen Lebensmitteln die Galactose vermehrt enthalten ist, vielleicht kann man auch da ansetzten, da das Pulver doch recht teuer ist.
Habe mal hier geantwortet, da der Thread von Ratlosigkeit sonst aus dem Ruder läuft.
Grüße und Kraft an alle!!
Bettina
lieber Bikerfreddy, wie heißt die Klinik im Schwarzwald, die Anschrift? Ich würde mir gerne dort weitere Infos holen. Sie wissen ja, bei dieser furchtbaren Krankheit greift man nach jedem Strohhalm und die Belastung ist für einen Angehörigen, der jahrelang, 24 Stunden am Tag mit dem geliebten Menschen zusammen ist, oft ganz enorm. Zum Glück habe ich unsere Kinder und Schwiegerkinder, die mich wunderbar unterstützen. Vielleicht bringt uns die Galactose einen Erfolg. Vielen Dank und Grüße, Lothar


Liebe Forummitglieder/innen,
liebe neue Leser/innen,
meine Skepsis bei der Galactose-Theorie scheint mehr als nur berechtigt !
Ich habe das Glück, dieses Thema mit 6 Fachärzten für die Psychiatrie und 2 Neurologen besprechen bzw. diskutieren zu können.
EgonMartin hat ja auch schon auf Stockholm verwiesen, wir hätten mittlerweile von einem " Nobelpreis für die Medizin " hören müssen.
Das Ergebnis meiner Diskusionen zu dem Thema werde ich nächste Woche ausführlicher beschreiben. Es zeigt sich aber schon jetzt, das die Galactose-Theorie nur " falsche Hoffnungen " nährt ! Bitte noch kein Geld für eine teure Galactose ausgeben, lieber beim
örtlichen Bäcker ein paar " Zuckerstückchen " besorgen.
Nächste Woche mehr.
Liebe Grüße
Ingo Schwalm


Hallo Ingo,
habe noch keine Galactose gekauft oder bestellt. Bin gespannt auf Deine Mitteilungen.
Ich bin bei solchen Dingen immer skeptisch - der alter Ingenieur mit naturwissenschaftlichem Background kommt eben immer wieder durch :-). Aber ich suche auch immer wieder und neige zum Greifen nach Strohhalmen. Wer heilt hat recht - gilt. Aber die Heilung muss auch wahrscheinlich und mit nachvollziehbaren Beispielen (bzw. tragfähigen wissenschaftlichen Modellen) belegt sein.
Gruß
Egon


Hallo EgonMartin,
genau das sind die Gründe für mich zu warnen! Jeder greift verständlicher Weise
nach diesen Strohhalmen. Meistens bleibt leider nur die Hoffnung und der übliche
" Placebo-Effekt "". Dabei verdient aber jemand viel Geld.
LG
Ischwalm


Hi Ingo,
schon wahr. Aber wir sollten dabei auch nicht vergessen, dass die ganz großen "Abzocker" immer noch die Pharmakonzerne sind.
Mein Hausarzt - nicht der meines Vaters -, ein älterer Gastroenterologe, der z.Z. meine Hausärztin vertritt, hat mir mal was aus dem "Nähkästchen" erzählt, das ich zwar nicht alles nachvollziehen kann, aber das doch zu denken gibt.
Er hatte in seiner Praxis auch einigen DAT-Fälle. Die AChE-Inhibitoren (Reminyl und Co) hat er nicht verschrieben, weil er davon nicht hält. Noch weniger hält er von Psychopharmaka, die er nur in ganz wenigen Fällen für sinnvoll erachtet. Das mache nur die Pharmaindustrie reich.
Das mit den Inhibitoren kann ich nicht ganz nachvollziehen, da deren Wirkungsweise m.E. wissenschaftlich gut erklärbar ist. Tatsächlich aber wirken sie nicht bei jedem und es taucht dann die schon fast philosophische Frage auf, ob es "ohne" nicht genauso um den jeweiligen Kranken stände wie "mit". Dass bei Neuroleptika und Co Vorsicht geboten ist, ist leichter einzusehen. Diese würde der Arzt meines Vaters nur als letzte Option verschreiben, obwohl ich damit wegen der Akutzustände schon geliebäugelt hatte.
Gruß
Egon


Und hier kommt jetzt die absolute Rarität zum Thema "Zucker":
Im STERN, Heft 22 aus dem Jahre 1966 (!) findet man den Artikel "Im LSD-Rausch durch Himmel und Hölle". Darin behauptet eine gewisser Bart Huges, Zucker würde die Intensität der Halluzinationen bei LSD regulieren und einen möglichen Horror-Trip verhindern. Er glaubte auch, den Text des Songs "Candy Man" von Donovan so zu verstehen, dass dieser auf einem Horror sehnlichst seinen Süßwarenverkäufer sucht (textlich könnte das stimmen). Immerhin wurde dem von den Reportern, die ebenfalls LSD ausprobierten - war damals sogar noch legal - oder andern nicht widersprochen. Aber was wußte man damals schon davon.
Bart Huges hatte sich später einen Namen als Trepanationsguru gemacht. Er hatte inzw. Medizin studiert und sich zum Zweck eines dauerhaft erweiterten Bewusstseins ein kleines Loch in den Schädel gebohrt (m.E. eine fixe Idee, vmtl. ausgelöst durch unzählige Trips mit LSD).
Ich habe allerdings keine Abhandlung über Zucker als Regulator für psych. Zustände gefunden - aber es könnte was dran sein.
Das mal nur so nebenbei.
Gruß
Egon-Martin
Lieber Ingo,
Zuckerstückchen und Galactose sind nicht dasselbe. Ich habe mit Chemikern und Biologen darüber gesprochen. Da es keine Nebenwirkungen gibt, steht doch einem Selbstversuch nichts entgegen. Die Kosten, die die Krankheit verursacht sind ohnehin so hoch, dass es auf diese 40,- Euro (um es erst einmal zu testen) doch auch nicht mehr ankommt.
Ich denke, jeder weiß, dass "Stockholm" hier noch nicht bevorsteht - aber selbst wenn die kognitiven Leistungen nur ein wenig gebessert werden (Erkennen von nahen Personen, Möglichkeit durch einfache Zeichen "ja" oder "nein" anzudeuten), wäre es den Einsatz schon wert.
Gut - ich bin ein Kämpfer auch gegen Windmühlenflügel - aber was bleibt uns sonst übrig?
Wenn Galactose - dann konsequent, aber mit offener Erwartungshaltung, nicht mit dem sicheren Gefühl: jetzt wird alles besser.
LG
Leona
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