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Forum: Alzheimer

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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Ein aktueller ( sicherlich sehr extremer ) Beitrag zum Thema: Ein Artikel aus der Oberhessischen Zeitung vom 21.10.2009


"84 - Jähriger stach auf Schwiegertochter ein
Landgericht ordnet Unterbringung in Psychiatrie an


Ein 84 Jahre alter Mann aus Alsfeld beschäftigte gestern das Lanfgericht Gießen, weil er mit dem Messer auf seine Schwiegertochter losgegagen war. Offenbar im Wahn, er werde von ihr vergiftet, stieß er im Juli 2008 auf die 51-Jährige ein und verletzte sie im Nierenbereich."


weiterlesen unter [www.oberhessische-zeitung.de]


Wahnhafte Störungen sind sehr häufig im Verlauf der Demenzerkrankungen.
Sie sollten fachärztlich behandelt werden und sind auch behandelbar.


LG
Ischwalm



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.10.09 09:46.

Antworten zu diesem Thema:

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Hallo Ischwalm,


ich bin mittlerweile zur Ansicht gelangt, dass mit der Leienpflegerei ab einem gewissen Punkt Schluss sein sollte. Es kann doch nicht angehen, das Leute, die nahezu völlig ohne fachlicher Ausbildung sind, Patienten "behandeln" - denn Pflege ist immer auch Behandlung - deren komplexes Krankheitsbild sie mangels Sudium und Praktika gar nicht korrekt erfassen können (plakativ: oder sollen demnächst auch in der Küche oder im Badezimmer Tumore nach "Do-it-Yourself" entfernt werden?).


Daher muss m.E. eine gesetzliche Regelung her, die nach Erfüllung bestimmter Kriterien in der Phase 2 (von 3) z.B. bei einer Demenz vom Alzheimertyp die Pflegschaft den Laien entzieht und die Patienten in guten und staatlich streng überwachten Heimen (Qualitätssicherung) unterbringt und nur bei guter medikamentiver Einstellung wieder gesellschaftlichen Umgang erlaubt. Die Kriterien könnten ähnlich wie denen bei schweren Psychosen sein.


Jeder Mensch mit einer (meist paranoiden) Psychose oder einer psychoseähnlichen Störung ähnlicher Qualität ist eien tickende Zeitbombe.


Andererseits darf aber auch nicht verkannt werden, dass gerade bei Demenzen die meisten Aggressionen von völlig überforderten Angehörigen oder Pflegepersonal herrühren. Ein Grund mehr für eine ordentliche staatliche Regelung.


Gruß
Egon-Martin

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