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Forum: Alzheimer

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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hallo und guten abend,
ich bin noch ganz "frisch" hier, und fange einfach mal an.
Meine Mutter ist 79 jahre alt und hat seit ca. 4 jahren alzheimer-demenz. von anfang an bekam sie aricept. dieses medikament verträgt sie sehr gut. wenn sie mal einen infekt hat merkt man jedoch, das ihr zustand dann deutlich schlechter ist. sie redet ziemlich wirr, ist übernervös. nach den infekten ist es wieder besser. seit ca. 4 wochen hat sie mit starken verspannungen im nacken zu tun. irgendwie bekommt man sie nicht in den griff. gleichzeitig ist sie sehr aggressiv, vergisst sehr viel, wirft vieles durcheinander und erfindet dinge die nicht wahr sind.


wenn man dann was richtig stellen wird, wird sie wieder agressiv.
ich habe den eindruck, das sie einen erneuten schub bekommen hat.
sie lebtnoch alleine zu hause, aber wie lange noch, weiss ich auch nicht. nächste woche will ich mit ihr nochmal zum arzt.


in den 4 jahren wo sie aricept nimmt, war sie insgesamt zweimal nur beim neurologen, der dann ein gespräch mit ihr führte sowie ein eeg machte. das eeg war zufriedenstellend.


müssen alzheimer-demenz patienten nicht öfters untersucht werden?
wie lange kann ein mensch, der sich wie meine mutter verhält, also agressiv, wirr usw. noch alleine leben?? kochen, sich anziehen und einkaufen gehen kann sie noch.


allerdings ist sie so nervös und unruhig...wie kann ich ihr helfen?


ich hoffe, ich hab euch nicht total zugetextet..


lg jutta

Antworten zu diesem Thema:

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  • (266 mal gelesen)
  • Status: Med-Senior SternSternSternStern

Sehr geehrte Jutta,


wenn ein Medikament wie Aricept eingenommen wird sollte regelmäßig eine ärztliche Vorstellung erfolgen, um auszuschließen, daß zwischenzeitlich Faktoren zu berücksichtigen sind, die eine Einnahme des Präparats bedenklich erscheinen lassen, z.B. eine Lebererkrankung. Diese Kontrollen kann der Hausarzt vornehmen. Wenn sich dieser mit Demenzerkrankungen auskennt und bereit ist, die nicht ganz billigen Medikamente zu verschreiben, kann er auch den klinischen Verlauf berteilen und ggfs. entscheiden, wann der Zeitpunkt für eine medikamentöse Umstellung gekommen ist. Es ist eben immer eine Frage der Erfahrung, die bei Neurologen, Nervenärzte und Psychiater in Bezug auf die bei der Behandlung von Demenzerkrankungen in Frage kommenden Medikamente aber meist größer ist. Ich glaube auch, daß zumindest bei erheblichen Verschlechterungen ein Neurologe/Nervenarzt hinzugezogen werden sollte, da diese auch Ausdruck einer zusätzlichen Erkrankung sein könnten, de es auszuschließen gilt.
Wie lange Ihre Mutter noch alleine zu Hause leben kann hängt zum einen von ihrer Alltagskompetenz ab, zum anderen davon, inwieweit sie sich durch Fehlhandlungen selbst gefährdet. Die Frage läßt sich also nicht gut mit konkreten Zahlen beantworten.


Mit freundlichen Grüßen,


Spruth

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