Startseite > Foren > Forum Alzheimer > Body? Probleme mit der Sauberkeit!
Meine Tante hat Alzheimer und ist im Pflegeheim.
Sie kennt uns mittlerweile alle nicht mehr und läuft viel umher. Sie trinkt und isst auch viel, weil sie nicht mehr merkt, wann sie satt ist und dass sie bereits getrunken hat. Es stehen auch überall viele Mineralflaschen rum. Sie muss deshalb viel auf die Toilette, was sie noch selbst kann.
Das Problem ist nur, sie weiß nicht mehr, dass man auf die Toilette geht und wo die ist.
D. h. sie setzt sich dort hin, wo sie will, in aller Öffentlichkeit, an den unmöglichsten Stellen.
Das Pflegeheim hat nicht so viel Personal, um sie dauernd zu beobachten.
Jetzt hat man uns gebeten, Body's zu kaufen. Sie sollten gut waschbar und nicht zu teuer sein, mit verlängertem Bein und nur an den Schultern zu knöpfen oder mit Reißverschluß hinten.
Gibt es so etwas überhaupt?
Man konnte uns nicht sagen, wo man so etwas bekommt, wir sollen selber nähen.
Das kann ich aber nicht, ein Schneider ist mir zu teuer.
Kann mir jemand sagen, wo es so etwas gibt?
Die Body's sollen den Sinn haben, dass sie sich nicht selbst ausziehen kann und dann unruhig wird und Hilfe sucht. Ob das das richtige ist, weiß ich nicht.
Meine Tante ist doch aber bestimmt nicht die Einzige mit dem Problem.
Wie geht man in anderen Pflegeheimen damit um?
Danke für euren Rat
Happie

Hallo Happie, diese Pflegeoveralls kann man über www.inkosafe.de im Internet beziehen. Sie sind aus baumwolle und gut waschbar. Kosten so um die 40,--Euro.Das löst meiner Meinung aber nicht das Problem. Sie bekommt den Body dann zwar nicht alleine auf, aber sie wird dann einnässen und vom Heim wahrscheinlich in Windeln gesteckt. Das Problem ist hier die Personalknappheit; wenn man sie regelmässig zur Toilette führen würde, ginge das sicher noch eine Zeit gut. Dass sie viel trinkt, ist letztendlich ja positiv. Grüsse Preston
Hallo Happie,
ich schließe mich Preston an - durch den Body wird das Problem nicht gelöst - wenn es denn überhaupt lösbar ist. Ich erlebe bei meinem Vater - mittleres Stadium Alzheimer - ganz Ähnliches. Durch seine räumlichen Orientierungsprobleme findet er einfach die Toilette nicht rechtzeitig oder auch überhaupt nicht. Tagsüber kann man ihm noch ganz gut helfen, aber schlimm wird es nachts. Trotz Nachtlichtern und Hinweisschildern ist dann die Desorientiertheit so groß, dass er in jedwede Ecke uriniert, die sich anbietet. Windelhosen lässt er sich noch nicht anziehen. Hier könnte m.E. nur ein Toilettentraining etwas Abhilfe schaffen. Das ist aber für die Heime offenbar zu aufwendig. Es muss zunächst ein Beobachtungsprotokoll gemacht werden, um die Toilettenzeiten in etwa herauszufinden und dann kann man den Betroffenen eben zu jenen Zeiten zur Toilette führen. Ich empfehle Ihnen die Broschüre "Inkontinenz in der häuslichen Versorgung Demenzkranker". Sie können sie bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. bestellen (Band 8).
Dort finden Sie viel Hilfreiches zum Thema Inkontinenz, Ursachen und Formen derselben, Einfluss von Essen, Trinken und Medikamenten, Toilettentraining und Hilfsmittel nebst deren Finanzierung. Alles Gute, Leona
Hallo Happie,
also ganz so blöd finde ich die Idee mit dem Body nicht. Die Personalsituation wird sich bestimmt nicht von heute auf morgen ändern. Das wäre natürlich toll, aber da muss man einfach mal realistisch sein. Ich denke ein Versuch wäre es auf jeden Fall wert. Wie sieht es denn mit Windeln aus. Wäre das auch eine Möglichkeit?
Danke für Eure Antworten.
Windeln will Sie eigentlich nicht dranlassen, Einlagen schon.
Wir haben jetzt mal 2 Body's bestellt und werden es mal testen, bevor wie eine große Menge bestellen.
Happie
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 05.01.08 11:24 | Happie | |
| 05.01.08 12:32 | Preston | |
| 07.01.08 21:14 | leona | |
| 10.01.08 11:23 | Monty | |
| 12.01.08 17:58 | Happie |
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