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Meine Mutter hat eine weit fortgeschrittene Demenz vom Alzheimer-Typ, neu auch mit ausgeprägter Gangstörung. Sie nimmt täglich Aricept seit ca 2001, vorher Exelon seit ca 1998, das sie unregelmässig bis gar nicht einnahm. Sie zeigt eine progrediente Verschlechterung. Die Medikamente sind teuer und konnten den bei ihr im Vergleich zu anderen Demenzen vom Alzheimertyp relativ raschen Verlauf nicht eindämmen. Kann man diese nicht absetzen ? Sie scheinen ja nicht zu nützen. Kann jemand Tipps geben ?
Danke Susi
Sehr geehrte Susi0812,
wenn unter der genannten Therapie eine weitere Verschlechterung auftritt, sollte ein Absetzversuch gemacht werden, der Aufschluss über eine "Restwirksamkeit" erbringen kann. Als Alternative sollte dann ein Therapieversuch mit Memantine (Axura, Ebixa) erfolgen.
Unternehmen Sie aber bitte alle Therapieveränderungen nur mit dem behandelnden Neurologen/(Geronto-)Psychiater/Hausarzt.
Mit freundlichen Grüssen,
Spruth
Liebe Susi,
dein Gedanke ist okay.
Allerdings wäre wirklich abzuwarten, inwiefern sich der Zustand deiner Mutter ohne Aricept verändert. So lange Ärzte kein Problem mit dem Verschreiben dieser teuren Medis haben, probiert aus, ob andere Medikamente besser helfen.
Gerade am Beginn und im Mittelstadium bringen diese Medis noch den meisten Erfolg und jeder Tag Lebensqualität ist deiner Mutter zu wünschen und den Angehörigen.
Leider kommt der Zeitpunkt von alleine, wo die Medikamente nicht mehr helfen wollen. Aber erst dann ist der Zeitpunkt, sich zu überlegen, ob die Nebenwirkungen dieser Medikamente nicht überwiegen, wenn ein Absetzen überhaupt keinen Unterschied mehr aufweist, so das man sagen kann....jetzt in puncto Demenz keine Tabletten mehr.
Herzliche Grüsse
Auguste D.
Nicht absetzen!
mailen Sie mich direkt an, gebe meine Erfahrungen mit meiner Frau gern weiter.
Bestimmte Mittel helfen - was denken Sie, wie Ihre Mutter OHNE diese Medis sthen würde?
Gruß Wilfried
Sehr geehrter Herr Spruth,
Vielleicht interessiert Sie die Rückmeldung, dass man zusätzlich zum Aricept auch Axura gibt seit ca 5 Monaten (selbstverständlivh nach Konsultation eines Neurologen)und dass bei meiner Mutter sogar eine Rückstufung in der Pflegekategorie erfolgen konnte, da es ihr besser geht unter dieser Medikation. Sie hat allerdings auch noch das Aricept, da man wegen der Verbesserung nicht gewagt hat, den Behandlungserfolg zu gefährden. Die Krankenkasse macht vorläufig noch mit, da der Neurologe die Verbesserung schriftlich attestiert hat.
Herzlichen Dank und meine Hochachtung, wie Sie sich hier um uns Angehörigen/Betroffene kümmern ! Vergelt's Gott.
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 04.12.03 10:03 | Susi0812 | |
| 08.12.03 00:48 | Spruth, Charité | |
| 23.06.04 11:50 | Susi0812 | |
| 08.12.03 15:41 | Auguste. D. | |
| 17.02.04 15:59 | Wilfried Georgi |
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