Startseite > Foren > Forum Alzheimer > An Hr. Spruth Demenz Anfang ?
Sehr geehrter Herr Spruth,
Wie Unterscheiden sich die.Alzheimer-Erkrankung die Lewy-Körperchen-Erkrankung,die Vaskulären-Demenzen und wie erkenne ich deren Anfang.
Wie kann ich zu Hause antesten ohne das der Betroffene merkt warauf ich hinaus will.
Mein Schwiegervater erzählt fast nur noch von der Vergangenheit, aktuelle Berichte,Nachrichten oder Politik,alles was ihn früher interessierte spricht er heute nicht mehr an. Er ist Mitte Okt. an der Hüfte operiert worden ,danach war er 4 Wo. in Bad Driburg zur Reha, in der selben Zeit war auch ich im Krankenhaus so das ein Besuch in der Reha nicht möglich war und wir Ihn länger nicht sahen.Er ist Körperlich wieder soweit hergestell das er ohne Krücken laufen kann, nur will er nicht mehr so recht raus. Er hört auch Niemanden mehr genau zu, auch unserem Hausarzt nicht, mit einer Untersuchung beim Neurologen dürfen wir ihm nicht kommen, jeder zweite Satz ist , der Olle ist noch auf Zack.
Was können wie tun?
Ich bin von Beruf Fußpflegerin und den Umgang mit alten Menschen gewohnt.
Mein Schwiegervater ist 78 Jahre alt.
Mit freundlichen Grüßen
denhorn
Sehr geehrte (Frau?) Denhorn,
ich glaube ich muß Sie hinsichtlich Ihrer ersten Frage enttäuschen. Die Unterschiede zwischen den von Ihnen angesprochenen Demenzursachen kann ich Ihnen nicht im Rahmen eines solchen Forums erläutern, denn erstens würde dies ganze Seiten füllen (eine Vortrag vor einem Publikum von Fachleuten zu diesem Thema, in welchem nur die groben Aspekte behandelt werden, dauert etwa 1 Stunde), zweitens würde dies auf eine unzulässigen Vereinfachung hinauslaufen, da die Erkrankungen sich nicht immer gleich darstellen (insbesondere die Vaskulären Demenzen präsentieren sich höchst heterogen, es gibt nicht DIE Vaskuläre Demenz) und drittens würden hierdurch auch alle anderen möglichen Ursachen für eine beginnende Demenz unberücksichtigt bleiben.
Im Alltag können Sie mit Ihrem Schwiegervater über aktuelle tagespolitische Ereignisse sprechen um zu sehen, wie gut er orientiert ist, über Erlebnisse oder Gespräche aus der jüngeren Vergangenheit oder auch über die Enkel (weiß er die Namen?). Beobachten Sie, ob er Probleme mit der räumlichen Orientierung hat. Ist der Antrieb reduziert? Gibt es Hinweise auf neurologische Symptome wie zum Beispiel ein kleinschrittiges oder unsicheres Gangbild? Gibt es Hinweise auf eine neu aufgetretene Inkontinenz?
Sollte sich Ihr Verdacht auf eine Demenz oder auch auf eine andere Störung (Depression?) erhärten sprechen Sie den Hausarzt auf Ihre Besorgnis an einem eigens hierfür anberaumten Termin an, damit er Zeit hat, Ihnen zuzuhören und Ihre Ausführungen auch ernst nimmt.
Mit freundlichen Grüssen,
Spruth
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 27.12.04 20:19 | denhorn | |
| 02.01.05 17:31 | Spruth, Charité |
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