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Hallo zusammen,
ich bin Anfang 40 und stelle seit mehreren Jahren Symptome fest, die mich beängstigen jedoch von den Ärzten (Internist/Neurologe) nicht ernst genug genommen werden wegen meines "jungen Alters". Ich leide unter sehr starken Konzentrationsstörungen, die mir vor allem in meinem Berufsleben zu Schaffen machen. Zum Teil fällt es mir schwer, einfache Rechenaufgaben zu lösen, beim Schriftwechsel zweifle ich an der Richtigkeite der Schreibweise einiger Wörter. Sowohl mein Kurzzeitgedächtins wie auch das Langzeitgedächtins lassen mich im Stich.Ich habe das Gefühl ich kann mir nur sehr schwer etwas merken. Ich kann mich kaum an meine Kindheit erinnern, an die zurückliegenden Erlebnisse im Urlaub, ich kann ein Buch mehrmals lesen, einen Film mehrmals sehen ohne mich an die Inhalte zu erinnern.
Ich möchte Sie um einen Rat bitten. Ein Verdrängen kann unmöglich die richtige Therapie sein.
Vielen Dank im Voraus.
Sehr geehrte(r) Misiu,
tatsächlich sind Sie in einem Alter, in dem die klinische Manifestation einer Alzheimer-Krankheit zwar nicht unmöglich aber doch sehr ungewöhnlich wäre. Die von Ihnen geschilderten Symptome sind unspezifisch, d.h. sie können bei vielen verschiedenen Erkrankungen auftreten. Ich empfehle Ihnen zur weiteren Abklärung eine spezialisierte Einrichtung, z. B. eine Gedächtnissprechstunde, aufzusuchen. Adressen in Ihrer näheren Umgebung finden Sie z.B. unter www.alzheimerforum.de.
Mit freundlichen Grüssen,
Spruth
Bitte schauen Sie mal da nach, da sind ca. 75 Betreuer von Dementen im net, die unendlich viel Erfahrungen austauschen. Auch Ihnen kann geholfen werden!
Geruß Wilfried
Hallo,
meine Großmutter ist 88 Jahr alt. Vor zehn Jahren hat sie einen Schlaganfall erlitten (mit einer einseitigen Körperlähmung). Obwohl uns die Ärzte wenig Hoffnung machten, haben wir alles daran gesetzt, ihr wieder auf die Beine zu helfen. Dies ist auch so gut gelungen, dass sie etwa 5 Jahre ein fast selbständiges Leben (mit einer Gehhilfe) führen konnte. Nach und nach ließ jedoch ihre Mobilität und zum Teil das Kurzzeitgedächnis nach. Vor vier Monaten fand während einer Nacht eine plötzliche Veränderung statt. Unsere Großmutter hat phantasiert, sah irgendwelche Fieher vor denen sie sich geekelt hat, wollte nach Hause obwohl sie zu Hause war. Der herbeigerufene Arzt verschrieb ihr zunächst Beruhigunsmittel dann Psychopharmaka, und meinte, unsere Großmutter würde wohl an Demenz leiden.
Ab da begann unsere Hilflosigkeit. Tageweise ist unsere Großmutter fast wie in früheren Tagen, dann gibt es Tage, an denen sie aggresiv ist, einen völlig anderen Wortschatz benutzt, uns beschimpft und uns auffordert, sie in eine Psychiatrie einweisen zu lassen, da sie sich an so viele Dinge nicht erinnern kann und der Meinung ist, verrückt geworden zu sein.
An die Ausbrüche kann sie sich meistens auch nicht erinnern.
Da unsere Großmutter immer eine liebevolle, Frieden suchende Person gewesen ist, ist es für uns alle schwer, mit dieser "zweiten Persönlichkeit" umzugehen, das Richtige zu tun und zu sagen und nicht selbst daran zu verzweifeln und nicht die Nerven zu verlieren.
Ist es denn möglich, dass in so kurzer Zeit eine so extreme Form von Demenz auftritt? Welches Verhalten raten Sie uns. Unsere Großmutter lebt in ihrer eigenen Wohnung und wird von uns rund um die Uhr betreut.
Mit freundlichem Gruß
Konny
| Datum/Zeit | von Autor | Thema |
|---|---|---|
| 24.01.04 13:08 | misiu | |
| 27.01.04 14:22 | Spruth, Charité | |
| 17.02.04 15:54 | Wilfried Georgi | |
| 31.03.04 22:20 | Konny |
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