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Forum: Alzheimer

Eröffnungsbeitrag des Themas:

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(1848 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

Meine Mutter hat seit Anfang der 80er Jahre Alzheimer, bereits 1986 waren auf einer Computertomographie dramatische Veränderungen des Gehirns zu erkennen. Ich habe sie bis Ende 1996 zuhause gepflegt – über den Zeitpunkt hinaus, an dem sie noch einen Unterschied zwischen Haus- und Heimunterbringung realisieren konnte. Nun liegt sie seit Jahren in einem gut geführten Heim, längst ohne irgendetwas mitzubekommen – und ohne bedrohliche gesundheitliche Probleme. Sie ist 79 Jahre alt, ihr Zustand stabil.


Wir müssen jetzt EUR 180.000,- Heimkosten nachzahlen, dazu kommen monatlich EUR 1.400,-. Das heisst unsere Wohnung verkaufen und mit einer kaum zu bewältigenden Last in die Zukunft gehen – oder eine andere Form der Unterbringung finden, die uns nicht ruiniert.


Meine Mutter ist nicht gestorben, aber sie ist längst nicht mehr auf dieser Welt, längst nicht mehr sie selbst. Gibt es andere Fälle, in denen Alzheimerpatienten ein Vierteljahrhundert mit der Krankheit leben ?


Gibt es alternative Formen der Unterbringung für meine Mutter ?


Ich freue mich über jede Anregung ! Peter Saborowsky

Antworten zu diesem Thema:

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Autor
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(561 mal gelesen)
Status: Med-Insider SternSternStern

Hallo Herr Saborowsky!


meine Mutter ist auch ein Schwerstpflegefall/Alzheimer/Demenz und ich musste Sie leider in ein Heim geben, aber ich verstehe
nicht was Sie mit Ruin meinen?
Wenn das gesparte Geld meiner Mutter aufgebraucht ist, dann muss doch das Sozialamt zahlen?, falls das/die Kind/er nicht für das Heim aufkommen können!? Kein Mensch verlangt von Ihnen das Sie eine Wohnung oder ein Haus verkaufen müssen!
Sie müssen je nach Einkommen sich nur anteilig an den Heimkosten beteiligen, sonst werden Sie noch zum Sozialfall und das kann nicht im Interesse des Staates sein!! Erkundigen sie sich bei Ihrer Stadt oder Gemeinde, dort bekommen Sie auch Auskunft!
Viel Glück!
Rosenmächen

(543 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

Hallo "Rosenmädchen" !


Meine Mutter hatte mir ihre Haushälfte 1988 überschrieben, 1996 kam sie ins Heim - acht Jahre später. Wird jemand, der Bsitz verschenkt hat, innerhalb von zehn Jahren bedürftig, kann die Schenkung zurück gefordert werden. Das Bezirksamt (bzw. Sozialamt) hat diese sogenannte Schenkungsrückgewähr nun betrieben und seit einigen Monaten ist rechtskräftig, dass ich die vom Sozialamt geleisteten Beiträge nachzahlen und die zukünftigen übernehmen muss; andernfalls wird das ganze Haus zwangsversteigert.


Grundsätzlich ist das in Ordnung und nachvollziehbar; bitter ist, dass wir bis etwa 2002 nichts davon ahnen konnten und jetzt unsere .. ja Lebensplanung umgekrempelt wird. Der Verkauf der Wohnung erlaubt uns die bisherige Schuld zu tilgen, müssen wir noch zehn Jahre monatlich ca. EUR 1.400,- zahlen sind wir trotzdem am Limit.


Das Heim meiner Mutter ist grossartig und ich werde sie dort nicht wieder heraus nehmen; es sei denn es findet sich eine günstigere Unterbringungsmöglichkeit ohne Qualitätsverlust - was ich praktisch ausschliesse. Aber wenigstens will ich mich umhören - daher mein Beitrag in diesem Forum.


Danke für Ihr Interesse und herzliche Grüsse


Peter Saborowsky

(462 mal gelesen)
Status: Med-Insider SternSternStern

Hallo Herr Saborowsky,


Danke für die Aufklärung, jetzt verstehe ich auch die von Ihnen angegebene hohe Summe! Mit dieser Problematik kenne ich mich ehrlich gesagt nicht aus, da wir kein Haus ect. pp. zu erben haben.
Auch habe ich keine Antwort auf eine Alternativpflege für Ihre
Mutter, wobei dann nur wieder die Eigenpflege bliebe und das ist
wie ich aus eigener leidvoller Erfahrung weiss, bei einem Schwerstpflegefall fast nicht zu schaffen!
Vielleicht haben andere Forumsteilnehmer einen Rat......?
Ich wünsche Ihnen auf alle Fälle viel Kraft um einen Weg zu finden, der für Sie gangbar ist!


Herzliche Grüsse
Rosenmädchen

(434 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

Hallo "Rosenmädchen" !


Danke nochmals ! Ich hab inzwischen den Gedanken an alternative Unterbringung praktisch verworfen - weil erstens das Heim wirklich sehr gut und engagiert ist und mir zum Anderen eine Verlegung in diesem Stadium .. Bauchschmerzen bereiten würde.


Aber hätte ich damals vor elf Jahren, als meine Mutter ins Heim kam gewusst, was ich jetzt weiss, dann hätte ich es anders gemacht - oder zumindest versucht, eine andere Lösung zu finden. Ich bin sicher es gibt viele die in ähnlicher Situation sind, die also in grosse (auch) finanzielle Schwierigkeiten kommen weil ein Angehöriger pflegebedürftig wird. Die Frage ist: Kann man alternative Formen der Unterbringung und Pflege finden bzw. selbst organisieren, die finanziell tragbar sind und weder zu Lasten der/des Bedürftigen gehen, noch eine übermässige Eigenbelastung darstellen ?


Das Heim meiner Mutter kostet EUR 3.307,26 (Pflegestufe III), davon zahlt die Pflegeversicherung 1.432,- meine Mutter mit ihrer Rente 462,05 und der Rest von EUR 1.413,12 wird (wurde) vom Sozialamt übernommen. Würden wir zuhause bzw. selbst organisiert pflegen wäre vorhanden:


1.432,- von der Pflegeversicherung für Pfelegeleistungen
462,05 Rente
665,- von der Pflegeversicherung für pflegende Angehörige


In unserem Falle stünden also EUR 2.559,05 zur Verfügung - und gleichzeitig würden EUR 1.413,12 an monatlichen Kosten wegfallen. Grob gesagt hiesse das:


Wir könnten ca. EUR 3.000,- für Unterkunft und Pflege verwenden und würden gleichzeitig 1.000,- sparen !! Wie gesagt, das betrifft uns jetzt nicht mehr; aber vielleicht sollten sich andere darüber ernsthaft Gedanken machen.


Es gibt natürlich "Billig-Lösungen" mit nicht adäquat bezahlten Kräften etc. Ehrlich gesagt möchte ich gar nicht genau wissen mit welchem Betrag "man hinkommen" könnte; bzw. womit einige sicher auskommen. Das steht hier nicht zur Debatte. Aber mit EUR 3.000,- muss es doch möglich sein können, eine mindestens vollauf befriedigende Situation darzustellen ! Ich möchte das einmal zur Diskussion stellen, einfach ein Gedankenspiel:


Eine grosse Wohnung mit vier Zimmern - zwei für je zwei Pflegebedürftige, ein Schlaf- und Wohnzimmer für eine Pflegekraft, ein Wohnzimmer (Fernsehen, Essen) für alle Pflegekräfte. Dazu Küche und Badezimmer, insgesamt vielleicht
150 qm. Eine Pflegekraft wohnt mit in der Wohnung und leistet einen Teil der Pflege, weitere Pflegekräfte kommen täglich. Essen wird geliefert.


Wir haben EUR 12.000,- zur Verfügung. Es kosten (spekulativ !)


Miete 2.000,-
Feste Pflegekraft (Unterkunft/Verpflegung frei) 2.500,-
Essen 2500,-


dann bleiben immer noch EUR 5.000,- für weitere Pflegekräfte und Pflegematerial. Bin ich naiv oder kann man so eine mindestens voll befriedigende Situation schaffen mit gut ausgebildeten und vernünftig bezahlten Kräften ? Ich finde es lohnt darüber nachzudenken; und freue mich über Reaktionen.


Peter Saborowsky

(417 mal gelesen)
Status: Med-Junior SternStern

Zu Ihrer Rechnung mal angemerkt: Die 665,-- für pflegende Angehörige bekommen Sie nicht, wenn Sie die 1432,-- für Pflegedienstleistungen erhalten. Es gibt entweder oder.
Grüsse Preston

(358 mal gelesen)
Status: Med-Insider SternSternStern

Hallo Herr Saborowsky,
melde mich nochmal bezüglich Ihres letzten Beitrages...es stimmt was Preston schreibt! Ausserdem ist die Rechnung hinfällig wenn Ihre Mutter ins Krankenhaus müsste, dann zahlt die Pflegekasse keinen Cent......so war es bei mir! Hatte eine Pflegehilfe für meine Mutter zuhause eingestellt.....dann musste meine Mutter im
letzten Jahr 8 mal ins Krankenhaus! Wir mussten die Pflegekraft natürlich für Wochen weiter bezahlen...... also die Rechnung geht nicht auf!!
Gruss
Rosenmädchen

(381 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

Hallo Preston !


Sie irren - zu meiner eigenen Verblüffung steht unter Leistungen der Pflegeversicherung:


Kombinationsleistungen: Die Inanspruchnahme von Pflegesachleistung und Pflegegeld schließen sich nicht gegeneinander aus, sondern können im Gegenteil miteinander kombiniert werden. !!


Gruß, Saborowsky

(342 mal gelesen)
Status: Med-Beginner Stern

Zu den Leistungen der Pflegeversicherung fand ich gestern im Internet:


Kombinationsleistungen: Die Inanspruchnahme von Pflegesachleistung und Pflegegeld schließen sich nicht gegeneinander aus, sondern können im Gegenteil miteinander kombiniert werden. !!


Was mich selbst verwunderte. Meine Mutter war übrigens in elf Jahren einmal einen halben Tag vorsorglich im Krankenhaus.


Gruß, Saborowsky

(332 mal gelesen)
Status: Med-Insider SternSternStern

........? Ja schon aber Sachleistungen kann man meines Wissens nur 1 mal im Jahr beantragen! Wie Sonderausgaben! Muss aber nachgewiesen werden durch Rechnungen!Also schließt das Eine das Andere natürlich nicht aus! Letztlich wird das aber nicht reichen um Ihr Problem zu lösen!


Gruß
Rosenmädchen

Datum/Zeit von Autor Thema
05.12.07 10:44 Saborowsky Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
05.12.07 19:41 Rosenmädchen Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
06.12.07 10:14 Saborowsky Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
07.12.07 00:55 leona Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
06.12.07 10:35 Rosenmädchen Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
06.12.07 18:38 Saborowsky Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
06.12.07 19:26 Preston Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
06.12.07 20:29 Saborowsky Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
07.12.07 15:44 Preston Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
07.12.07 15:50 Saborowsky Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
06.12.07 19:52 Rosenmädchen Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
06.12.07 20:31 Saborowsky Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
06.12.07 20:53 Rosenmädchen Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
07.12.07 00:58 leona Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
07.12.07 08:23 Saborowsky Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
17.12.07 14:03 mensch Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
17.12.07 14:33 Saborowsky Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
17.12.07 14:43 mensch Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
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17.12.07 17:22 mensch Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
17.12.07 20:33 Saborowsky Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
17.12.07 20:57 leona Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
17.12.07 21:01 mensch Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
17.12.07 20:57 mensch Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
18.12.07 08:25 Saborowsky Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
17.12.07 21:01 leona Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
18.12.07 08:22 Saborowsky Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
19.12.07 18:26 leona Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
20.12.07 08:50 Saborowsky Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
20.12.07 23:13 leona Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
20.12.07 23:41 Saborowsky Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
14.01.08 20:24 leona Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
30.12.07 23:58 Spruth, Charité Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
31.12.07 16:32 Saborowsky Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
31.12.07 16:34 Saborowsky Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
31.12.07 17:26 mensch Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
31.12.07 17:52 Saborowsky Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
08.01.08 12:47 schaukellis Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
15.01.08 12:37 Saborowsky Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
14.01.08 21:54 Conny 1974 Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
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15.01.08 12:41 Saborowsky Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
11.03.09 22:31 leona Re: Alternativen zum Heim für Schwerstdemente
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