Schocklage

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (22. März 2012)

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Liegen Anzeichen eines Schocks vor, sollten Sie den Betroffenen in die Schocklage (Schocklagerung) bringen, sofern dieser es zulässt. Dadurch verringern Sie das Risiko, dass beim Betroffenen eine Bewusstlosigkeit auftritt und es zu einem lebensbdrohlichen Kreislaufzusammenbruch kommen kann.

Ein Schock äußert sich zum Beispiel durch folgende Anzeichen:

Wie bringt man eine Person in die Schocklage?

Wenn Sie vermuten, dass der Betroffene in einem Schockzustand ist, rufen Sie den Notarzt (112) und beginnen Sie dann mit der Schocklagerung.

  • Legen Sie den Betroffenen flach mit dem Rücken auf den Boden, sofern diese es zulässt.
  • Decken Sie den Betroffenen möglichst zu, z.B. mit einer Wolldecke, der Rettungsdecke aus dem Verbandskasten oder einer Jacke.
  • Lagern Sie die Beine des Betroffenen etwas erhöht, etwa 20 bis 30 cm hoch, jedoch nicht höher als 40 bis 50 cm. So wird die Durchblutung der Organe und des Gehirns verbessert.
  • Lassen Sie den Betroffenen nicht allein und leisten Sie ihm seelischen Beistand. Warten Sie auf den Rettungsdienst.
  • Verliert der Betroffene das Bewusstsein, leiten Sie entsprechende Erste-Hilfe-Maßnahmen ein.

Wann eignet sich die Schocklage nicht?

In manchen Situationen sollten Sie den Betroffenen keinesfalls in die Schocklage bringen, so zum Beispiel:

  • wenn er bereits bewusstlos ist
  • bei Kopfverletzungen
  • bei Knochenbrüchen (z.B. Beine, Wirbelsäule, Becken)
  • bei Verletzungen des Bauchs
  • bei Verletzungen der Brust
  • bei Unterkühlung


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