Orthostatische Dysregulation

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (22. März 2012)

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Die orthostatische Regulation ist ein Mechanismus des menschlichen Körpers, der den Blutdruck reguliert, wenn man vom Stehen ins Sitzen oder Liegen beziehungsweise vom Sitzen oder Liegen ins Stehen wechselt.

Liegt eine orthostatische Dysregulation vor, kann ein Wechsel etwa vom Sitzen zum Stehen dazu führen, dass der Blutdruck plötzlich abfällt und der Betroffene ohnmächtig wird. Dies kann besonders bei bereits vorliegendem niedrigem Blutdruck (Hypotonie) der Fall sein. Häufig passiert dies jungen, schlanken Mädchen, bedingt durch die hormonellen Umstellungen der Pubertät und deren Einflüsse auf den Blutkreislauf.

Ist die Bewusstlosigkeit infolge einer Lageänderung eingetreten, kann sie durch eine orthostatische Dysregulation verursacht sein. In der Regel gehen der Ohnmacht Beschwerden wie Herzklopfen, Schwindel, Schwächegefühl, Schwarzwerden vor den Augen oder kalter Schweiß voraus.

Erste Hilfe bei Bewusstlosigkeit durch orthostatische Dysregulation

  • Sprechen Sie den Bewusstlosen an und rütteln Sie ihn leicht an der Schulter.
  • Überprüfen Sie die Atmung. Falls der Bewusstlose normal atmet, drehen Sie ihn zuerst auf den Rücken und lagern Sie die Beine hoch. Der Betroffene sollte so rasch wieder zu sich kommen.
  • Kehrt das Bewusstsein so nicht nach kurzer Zeit zurück, bringen Sie den Betroffenen in die stabile Seitenlage.
  • Rufen Sie den Notarzt (112).
  • Überprüfen Sie in regelmäßigen Abständen die Atmung des Betroffenen und beginnen Sie gegebenenfalls mit Wiederbelebungsmaßnahmen.

Wann ist professionelle Hilfe notwendig?

Ist Bewusstlosigkeit eingetreten, sollte in jedem Fall der Notarzt gerufen werden (112).



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